Yoga trifft Tennis - Achtung: Keine Stunde in der Aue

HNA-Yogasommer: Spezial am Freitag beim TC 31 an der Menzelstraße

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In der Streckung: Lars Tabert.

Kassel. Was sich bei der Frühsportaktion 06:30 zu einem Teilnehmermagneten entwickelt hat, erhält nun auch im HNA-Yogasommer Einzug: Am Freitag gibt es ein Spezial. Trainiert wird dabei in der Halle.

Und das steht unter dem Motto: Yoga trifft Tennis. Die Einheit ab 18.30 Uhr, die von Lars Tabert geleitet wird, richtet sich also auch an jene, die sonst auf dem Platz der gelben Filzkugel hinterherjagen. Gemeinsam mit dem Yogalehrer beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Wo wird trainiert und was gibt es sonst zu beachten?

Gastgeber ist der TC 31 an der Menzelstraße 25. Der Klub stellt seine Tennishalle zur Verfügung. Das Training findet um 18.30 Uhr  in jedem Fall dort statt – egal, ob es regnet oder die Sonne scheint. Willkommen sind neben Tennisspielern natürlich auch all die Yogis, die sonst am Yogasommer teilnehmen. Wichtig: Die Schuhe müssen vor dem Betreten der Halle ausgezogen werden.

Welchen Belastungen sind Tennisspieler ausgesetzt?

„Die verschiedenen Schlagtechniken Vorhand, Rückhand, Volley oder Aufschlag verlangen dem Sportler einiges ab. Verletzungen sind häufig auf wiederkehrende einseitige Belastungen zurückzuführen“, erklärt Tabert. So bestehe die Gefahr von Dysbalancen: „Beim Tennis sind die obere Rückenmuskulatur auf der Seite des Schlagarms und die untere Rückenmuskulatur der Gegenseite durch die ständige Rotationsbewegung besonders stark ausgeprägt“, erklärt er.

Außerdem belasten Sprünge und permanente Richtungswechsel den Körper. „Mittelfristig können daraus vielschichtige Probleme entstehen, von Rücken- bis hin zu Kopfschmerzen. Durch die Einseitigkeit neigen stärker beanspruchte Muskelgruppen zur Verkürzung und umgekehrt weniger beanspruchte Muskeln zur Abschwächung“, sagt der Fachmann.

Tennis und Yoga, passt das überhaupt zusammen?

Ganz hervorragend. Um den körperlichen Anforderungen ihres Sports gewachsen zu sein, müssen Tennisspieler ein hohes Maß an Beweglichkeit und Stabilität mitbringen.

Und genau da kommt Yoga ins Spiel. „Yoga-Übungen fördern Flexibilität und Stabilität und trainieren verschiedene Regionen des Körpers“, erklärt Tabert. „Ziel des Yogas ist es, die rechte und linke Körperhälfte gleichmäßig zu beanspruchen und in Balance zu halten. Die Wirbelsäule steht dabei im Mittelpunkt. Somit entspricht ein Schwerpunkt des Yoga den starken Anforderungen an die Wirbelsäule durch die Sportart Tennis.“

Welche Übungen stehen auf dem Programm?

Natürlich die Inhalte einer klassischen Mischung aus Dehn-, Kraft- und Rotationsübungen. Hinzu kommt: „Im regenerativen Bereich können durch eine spezielle, passive Form des Yogas tiefere Bindegewebsschichten erreicht werden. Entspannungstechniken verhelfen dem Körper neue Kraft und Energie zu schöpfen“, erklärt Tabert.

Gibt’s mentale Hilfestellungen für Tennisspieler?

„Ein häufiges Problem im Tennis ist, dass sich Trainings- und Wettkampfleistungen deutlich unterscheiden“, sagt der 50-Jährige. Auch da setzt Yoga an. Das Training hilft, psychischen Stress zu reduzieren, Gedanken zu kontrollieren und Kräfte zu bündeln.

Welche positiven Effekte kann Yoga bei Tennisspielern auslösen?

Tennisspieler, die regelmäßig Yoga machen, können nicht nur ihre Leistung steigern. Yoga beugt auch Verletzungen vor, schult das Körpergefühl und die Konzentrationsfähigkeit. Außerdem werden Atemtechnik und Regeneration verbessert. Wissenschaftliche Untersuchen haben außerdem ergeben, dass Yoga in der Lage ist, einen erhöhten Blutdruck zu senken, Nervensystem, Herz- und Pulsschlag zu beruhigen. Also Aspekte, die auch jenen helfen, die nicht Tennis spielen.

Hintergrund: Samstag Yoga mit dem KSV Hessen

Am Samstag werden auch die Fußballer des KSV Hessen Teil des HNA-Yogasommers: Ab 10 Uhr leitet Lars Tabert eine gemeinsame Trainingeinheit mit den Kickern und allen Yogis, die Lust haben, mitzumachen. Treffpunkt ist auf dem Trainingsplatz der Löwen hinter dem Vereinsheim an der Damaschkestraße. Die Teilnahme ist kostenlos. Mitmachen kann jeder. 

Unsere Themenseite zum HNA-Yogasommer gibt es hier.

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