Auftakt auf der Hessenkampfbahn

650 Teilnehmer beim HNA-Yogasommer: Namaste – danke für diesen Start

Kassel. Es ist ein Auftakt, der alle Erwartungen übertroffen hat. Mehr als 650 Teilnehmer sind am Sonntagmorgen dabei, als um 9.30 Uhr der Startschuss in den HNA-Yogasommer fällt.

„Dieser Andrang übertrifft unsere Erwartungen.“ Das sagt Yogalehrer Lars Tabert (Barfußtempel), der gemeinsam mit Claudia Grünert (Kassel.Yoga) die Premiere des HNA-Yogasommers leitet. Sie erklärt: „Die Leute fahren voll drauf ab.“ Wie gefragt Yoga ist, das zeigt sich an diesem Sonntagvormittag: 650 Sportler vom Anfänger bis hin zum Profi sind es, die die Auftaktveranstaltung zu einem vollen Erfolg machen. Drei Jahre alt ist mit Lia Lilly, die mit Mama Xandra und Bruder Antonio gekommen ist, eine der Jüngsten, der Kasseler Wolfgang Kolberg mit 89 der Älteste. Vor Ort bei einer tollen Veranstaltung.

Vor dem Beginn 

Es ist Viertel vor neun, als ich an der Hessenkampfbahn ankomme – und am Eingang hat sich bereits eine Schlange gebildet. Ein paar Wölkchen verdecken hin und wieder die Sonne. Der Wind kommt noch in Böen. Die Erwartungshaltung steigt. Auf 200 Teilnehmer hatten wir gehofft.

Frank Ziemke, der HNA-Sportchef, der die Aktion iniitiert hat, ist mittendrin. Begrüßt Teilnehmer, schüttelt Hände. Seine Einblicke sind in kursiver Schrift gehalten.

Viertel nach neun. Unglaublich. Die 200 Yogamatten, die HNA und Barmer verteilen, sind schon weg. Klar, es gibt jetzt Menschen, die enttäuscht sind. Die ohne Matte da stehen. Aber dieser Ansturm. Der Platz zwischen den Toren füllt sich minütlich mehr. Und immer noch strömen von allen Seiten Menschen heran. Meine Matte ist längst im leicht feuchten Gras ausgerollt. Claudia und Lars treffen ein, unsere Yogalehrer. Können kaum glauben, was hier passiert.

Grünert und Tabert testen die kleine mobile Soundanlage, über die gleich die Rasenfläche beschallt werden soll.

Der Startschuss 

Halb zehn. Unsere mitgebrachte Soundanlage reicht kaum aus, diese Masse an Yogis zu beschallen. Zum Glück sind noch mehr Yogalehrer da, die sich in der Menge verteilen. Alles sitzt jetzt. Aus der Box ertönen sanfte Klänge. Lars schnappt sich sein Headset. Er bittet in den Schneidersitz. Ich schließe die Augen, atme tief durch. Es geht los.

Tabert übernimmt das Kommando. 650 Augenpaare, verteilt in einem großen Oval fast übers gesamte ehemalige Fußballfeld, blicken erwartungsfroh auf den agilen 50-Jährigen. Die Übergänge zwischen den Übungen sind fließend. Tabert erklärt, die Yogis machen. „Wenn du denkst, es geht nicht mehr, geht noch ein Millimeter“ ist das Motto. „Atemeinheiten“ die Frequenz, in der die Übungen absolviert werden, „Habt Spaß“, der Appell.

650 Menschen um mich herum sind jetzt Krieger. Diese kraftvolle Position des Yogas ist Teil dessen, was Lars „Aufwärmen“ nennt. „Wir haben Muskeln, die wollen wir aktivieren“, sagt er. Das klappt sehr gut. Die Sonne trägt ihren Teil dazu bei, dass wir schnell erfahren: Auch Yogis schwitzen.

Louise Gestermann trennt sich vom dünnen Schal. „Klasse ist es“, sagt die Kasselerin. „Das macht richtig Spaß.“ Wolfgang Kolberg sitzt ein paar Meter weiter auf seiner Matte und setzt den Hut ab. Er ist stolze 89 Jahre alt – und Yoga-Debütant. „Ich wollte es mal ausprobieren. Nicht alle Übungen klappen, aber es gefällt mir, ich werde wiederkommen“, erklärt der sportliche ältere Herr. „Es läuft super – bis auf die Lautstärke“, zieht Tabert ein Zwischenfazit. Die kleine Anlage reicht nicht aus, damit alle Teilnehmer den Lehrer richtig verstehen können. Die meisten aber behelfen sich auf ihre Weise: Sie gucken einfach zu, was die Vorderleute machen. Oder sie motivieren ihre Nebenleute. Wie Yuliarti Kusumawarda-Ningsin. Die gebürtige Indonesierin ist mit ihrem Mann Franz Josef Eckel gekommen. „Er soll wieder in Schwung kommen“, erklärt sie, während er sich mit dem Vierfüßlerstand abmüht. „Und da wir gern gemeinsam Sport machen wollen, ist das ein tolles Angebot.“

Fast zehn Uhr jetzt. Claudia hat das Programm übernommen. Das Konzentrieren fällt mir etwas schwer. Es sind einfach zu viele Eindrücke bei dieser fantastischen Kulisse. Wir dehnen, strecken, schwingen. „Wenn das Becken schwingt, dann schwingt die Seele“, sagt Claudia.

Auch Thorsten Bauer ist mächtig ins Schwitzen gekommen. Der ehemalige Fußballgott des KSV Hessen und nun bei Partner Barmer aktiv, hat die Freude am Yoga wiederentdeckt und stellt fest: „Du merkst, was du mit deinem Körper leisten kannst. Am Montag habe ich bestimmt Muskelkater. Aber ohne wäre doch auch langweilig, oder?“

Der Abschluss 

Könnte auch glatt als Yoga-Weisheit durchgehen.

Es geht auf halb elf zu. Die Schlussphase der Yogastunde ist Entspannung. Wir sitzen im Schneidersitz, Rücken an Rücken. Beeindruckend, wie still 650 Menschen sein können. Vom Steinweg dringt leise Verkehrsrauschen herüber. Vogelgezwitscher begleitet die Entspannung. Und dann beendet ein dreifaches Om die erste Stunde des Yogasommers.

Und natürlich ein Namaste – jenes Wort, mit dem die Yogis danke sagen.

So geht’s ab Montag weiter - Bei schlechtem Wetter online checken

Startschuss ist jeweils um 18.30 Uhr.

Morgen (Montag) und immer wieder montags: Kassel, Park Schönfeld, Wiese mit Klanginstallationen. Bei Regen in der HNA. Dort kann auch geparkt werden.

Wichtig: Sollte es regnen, muss das Training am 12. Juni leider ausfallen. Für den Termin haben wir keine überdachte Ausweichmöglichkeit.

Dienstag: Baunatal, Wiese oder Basketballfeld links hinter der KSV-Sportwelt. Bei Regen in der Sportwelt.

Mittwoch: Kassel, Karlsaue im Eingangsbereich Menzelstraße, Ecke Heinrich-Heine-Straße, Wiese links hinter dem Eingang. Bei Regen Tennishalle des TC 31, Menzelstraße 25.

Donnerstag: Baunatal, Wiese oder Basketballfeld hinter der KSV-Sportwelt. Bei Regen in der Sportwelt.

Freitag: Kassel, Karlsaue Eingangsbereich Menzelstraße, Ecke Heinrich-Heine-Straße. Bei Regen Tennishalle des TC 31, Menzelstraße 25.

Bei schlechtem Wetter: Wir informieren online darüber, ob wir kurzfristig in die Halle ausweichen:

www.hna.de/yoga

http://zu.hna.de/fbyogasommer

www.kassel-live.de

Auftakt zum HNA-Yogasommer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.