Mit Hatha, Om und dem herabschauenden Hund dem Stress entfliehen

Start in den HNA-Yogasommer: Unser Yoga-Lexikon erklärt die wichtigsten Begriffe

So sieht er aus, der herabschauende Hund, vorgemacht von Yoga-Lehrerin Claudia Grünert. Foto:  Koch

Am Sonntag (11. Juni) beginnt mit der großen Auftaktveranstaltung der kostenlose HNA-Yogasommer. Für alle, die sich noch nicht so auskennen, einige der wichtigsten Begriffe in unserem Yoga-Lexikon.

Asanas: Sind die einzelnen Körperhaltungen des Yogas. Oder genau: Die Positionen, die längere Zeit gehalten werden. Also der Baum. Der Hund. Der Krieger. Yogis sind da sehr einfallsreich. Oft werden einzelene Asanas verbunden und in fließenden Bewegungen nacheinander eingenommen. Das ist dann ein Bewegungszyklus.

Baum: Steht auf einem Bein und verwurzelt sich mit der Erde. Bekannte Standhaltung im Yoga – ein Asana. Nicht so leicht, wie es klingt. Erstaunliche Erkenntnis: morgens einfacher als abends, wenn der Alltagsstress tief sitzt.

Chakra: Kennzeichnet verschiedene Energiezentren des Körpers. Auf den verteilen sich sieben Hauptchakren. Das unterste, vom Steißbein bis zu den Füßen, nennt sich beispielsweise Wurzelchakra. Eines der Ziele des Yoga ist es, diese Energiezentren zu aktivieren, sie wahrzunehmen.

Hatha: Sonne und Mond – das bedeuten die Silben Ha und Tha. Zusammengenommen aber ist mit Hatha „Kraft“ gemeint. Hathayoga ist die gängigste Yoga-Art und Grundlage vieler anderer Stile. Durch die Kombination von kräftigenden Körper- und Atemübungen soll ein seelisches und körperliches Gleichgewicht geschaffen werden. Kann sehr hilfreich sein in hektischen Zeiten. Siehe auch: Baum!

Herabschauender Hund: Noch ein bekanntes Asana. Im Prinzip einfach: Hintern in die Höh’, Arme und Beine gestreckt. Aber bringen sie dann mal die Fersen Richtung Boden. Und spüren ihre Waden. Vor allem Läufern zu empfehlen.

Lotussitz: Mancher würde Schneidersitz sagen. Im Yoga aber werden die Füßen innen auf die Oberschenkel gelegt. Der Rücken ist grade, die Augen sind geschlossen. Die Hände liegen locker, Handflächen nach oben, auf den Oberschenkeln. So sitzt er, der Yogi. Und meditiert dabei.

Mantra: Mantras singen öffnet das Herz, heißt es im Yoga. Mantras sind Töne oder Tonfolgen. Wie zum Beispiel das Om. Sie zu singen ist Teil vieler Meditationen. Mantras sind leicht zu erlernen. Mancher (Mann) muss sich aber erst überwinden, so ein Mantra zu singen.

Meditation: Wohl am besten beschrieben als „innere Einkehr“. Steht meist am Anfang und Ende einer Yogaeinheit. Meditation ist Stille, zur Ruhe finden, Entspannung. Sie kann Gelassenheit geben für den Alltag. Eine der schönsten Erfahrungen für Yoga-Anfänger: dass man das wirklich erlernen kann.

Namaste: Verbeugung, die in vielen Yogakursen zu Beginn oder am Ende vorgenommen wird. Im Lotussitz, die Hände vor der Brust zusammengepresst. Vermittelt Dank und Respekt. Oder, um das mal auf Yogisch auszudrücken: „Das Göttliche, das in meinem Herzen wohnt, verbeugt sich vor dem Göttlichen, das in Deinem Herzen wohnt.“

Om: Ein gesungener Laut, der den Körper vibrieren lassen kann. Gilt vielen Skeptikern als Synonym für Yogis. Motto: „Sitzen im Kreis und singen Om.“ Gibt aber deutlich schlechtere Erfahrungen.

Prana: Steht für Lebensenergie und Vitalität. Ein guter Weg zur Erhaltung oder Steigerung? Eben: Yoga!

Pranayama: Ist die Lehre des Atmens, beziehungsweise der Kontrolle über den Atem. Ein- und Ausatmen, klar, das können wir. Den Atem gezielt vertiefen, beruhigen und lenken – das ist gar nicht so einfach. Beim Yoga lässt es sich mit vielem unterschiedlichen Atemübungen erlernen.

Sanskrit: Gilt als älteste Sprache der Welt und als heilige Indiens. Sanskrit ist so etwas wie die Fachsprache des Yoga.

Sonnengruß: Oder auch Surya Namaskar Kriya (auf Sanskritisch). Okay, wir bleiben der Einfachheit halber bei Sonnengruß. Eine der populärsten Übungen des Yoga, bestehend aus verschiedenen Vor- und Rückbeugen. Sehr aktivierend. Vor allem morgens empfohlen. Wenn die Sonne aufgeht.

Yogastile: Hatha hatten wir ja schon. Es gibt aber viele verschiedene Yogastile – Tendenz steigend. Vinyasa- und Ashtanga-Yoga sind an Hatha angelehnt, verzichten aber meist auf Meditation. Jivamukti ist eine dynamische Form. In Fitnessstudios wird gern Poweryoga angeboten. Der Name ist Programm. Beim Bikramyoga werden die Räume auf 35 bis 40 Grad erhitzt. Neuerdings soll es auch Bieryoga geben. Dehnen und Trinken. Aber nicht zu früh freuen, Männer: Diesen Quatsch empfehlen wir hier nicht.

Der HNA-Yogasommer

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Kostenlose Auftaktveranstaltung am Sonntag, 11. Juni, um 9.30 Uhr auf der Hessenkampfbahn Kassel. Danach neun Wochen lang vom 12. Juni bis 12. August an fünf Tagen in der Woche kostenlose Yoga-Stunden in Kassel und Baunatal. Alle Infos zum HNA-Yogasommer.

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