Elisabeth Sundheim ist eine der ältesten Teilnehmerinnen

Mit 76 fit dank Yoga: „Mein Körper springt wieder an“

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Beweglich auch mit 76 Jahren: Elisabeth Sundheim ist eine der ältesten Yogis beim beim Yogasommer.

Sie ist eine der ältesten Teilnehmerinnen des HNA-Yogasommers - und seit Beginn an dabei: Dank Yoga ist Elisabeth Sundheim entspannt und sehr beweglich - mit 76 Jahren. 

„Yoga ist mein Lebenselixier.“ Elisabeth Sundheim wählt diese Worte zunächst noch mit Bedacht. Doch einmal auf Yoga angesprochen, sprudelt es aus der quirligen älteren Dame, die seit drei Jahren ein bekanntes Gesicht des HNA-Yogasommers und eine der ältesten Teilnehmerinnen ist, nur so heraus. Kein Wunder, hinter der Kasselänerin liegt eine Zeit, die alles andere als einfach war. Und ohne Yoga, da wäre sie vermutlich längst nicht so munter und beweglich, wie sie heute es mit ihren 76 Jahren ist.

Ihre Geschichte zeigt nicht nur, wie Yoga Menschen bewegen kann. Elisabeth Sundheim will auch anderen Menschen Mut machen. „Ich war ordentlich am Boden. Yoga hat mich wieder auf die Füße gebracht“, sagt sie. 2004 hat sie angefangen, damals sei bei ihr „Land unter gewesen“, sagt sie. Unter anderem, nachdem ihr mittlerweile verstorbener Mann einen Schlaganfall erlitt. Sie bekam den Tipp: Probiere es mal mit Yoga. Gesagt, getan. Ihre erste Lehrerin ist Regine Moschner, die sie später beim Yogasommer wiedertrifft. „Ich wollte wieder Strukturen finden, abschalten.“ Schnell war die Liebe geweckt.

„Durch Yoga habe ich das Urvertrauen, nämlich das Vertrauen in mich selbst, entdeckt. Beim Yoga werde ich ruhig, meine Gedanken werden klar, ich bekomme meinen Weg gezeigt“, erklärt sie. „Mit der Natur und der Kreatur finde ich meinen persönlichen Gleichklang.“

Auch sie bleibt von gesundheitlichen Rückschlägen, einer Krebserkrankung, nicht verschont. Aber: „Im Krankenhaus habe ich langsam wieder angefangen, Yoga zu machen. Heimlich auf der Toilette“, plaudert sie offen aus, was damals wohl eher ein Geheimnis bleiben sollte. Aber: „Es hat mir ganz viel geholfen.“

Bis heute findet die zweifache Mutter und dreifache Oma im Yoga Halt. Jeden Morgen steht íhre Lieblingsübung auf dem Programm: der Baum. Beim Yogasommer im Park Schönfeld und in der Karlsaue verpasst sie kaum eine Einheit, kennt viele Yogis persönlich und lacht immer wieder, wenn sie auf besondere Ereignisse des Yogasommers zurückblickt. Wie etwa den völlig verregneten, aber deshalb so besonderen Auftakt 2018. „Das hat mich so erfüllt. Ich saß unter meinem Regencape und habe nur gelacht. Das vergisst keiner so schnell.“

Auch deshalb ist sie bei der dritten Auflage wieder dabei. „Es ist wie nach Hause kommen“, sagt sie. „Dort sind so viele liebe Menschen. Und mein Körper reagiert ganz wunderbar. Er springt wieder an, dort draußen in der Natur. Das möchte ich jetzt auch festhalten.“

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