Auftakt am 16. Juni

Krieger, Baum und Namaste: Das Lexikon zum HNA-Yogasommer

Ab in den Krieger: Claudia Grünert zeigt eine Variante des Klassikers. Die Yoga-Lehrerin ist auch bei der dritten Auflage mit ihrem Team von Kassel.Yoga dabei. archivfoto: dieter schachtschneider

Er wirft seine Schatten schon voraus, der dritte HNA-Yogasommer: Am nächsten Sonntag, 16. Juni, starten wir mit einer großen Auftaktveranstaltung.

Wie in den vergangenen beiden Jahren findet die große Auftaktveranstaltung auf der Hessenkampfbahn statt. Los geht’s um 9.30 Uhr. Vorab gibt´s unser Lexikon. 

Denn auch wenn manche Yogis nach zwei Jahren Yogasommer wissen dürften, was es mit dem herabschauenden Hund, Krieger und Om auf sich haben dürfte, blicken wir vor dem Start auf wichtige Begriffe, die uns in den nächsten Wochen bis zum Finale am 18. August begleiten werden. Damit erfahrene Yogis und Einsteiger auf dem gleichen Stand sind.

Asanas

Unsere Empfehlung: Gut merken. Denn es wird keine Stunde vergehen ohne dieses Wort. Hinter dem Wort Asana verbergen sich die einzelnen Körperhaltungen des Yogas. Genauer gesagt: All die Positionen, die längere Zeit gehalten werden. Also der Baum. Der Hund. Der Krieger. Manchmal auch alles hintereinander in einem Bewegungszyklus, wenn einzelne Asanas verbunden und in fließenden Bewegungen nacheinander eingenommen werden.

Baum

Eine Haltung aus der Kategorie Klassiker: Der Yogi steht auf einem Bein und verwurzelt sich mit der Erde. Nicht nur eine Frage des Gleichgewichts, sondern auch der Konzentration. Erstaunliche Erkenntnis: Ist morgens einfacher als abends, wenn der Alltagsstress tief sitzt.

Hatha

Setzt sich zusammen aus den Silben Ha und Tha, die einzeln übersetzt Sonne und Mond bedeuten. Zusammengenommen aber ist mit Hatha „Kraft“ gemeint. Hatha-Yoga ist die gängigste Yoga-Art und Grundlage vieler anderer Stile. Durch die Kombination von kräftigenden Körper- und Atemübungen soll ein seelisches und körperliches Gleichgewicht geschaffen werden. Unser Tipp: Besonders hilfreich in hektischen Zeiten.

Hund

Kommt natürlich nicht ohne seinen Zusatz aus: Der herabschauende Hund steht längst auf der Liste der Top5-Yogasommer-Asanas. Nicht nur, weil er so schön einfach ist: Hintern in die Höh’, Arme und Beine gestreckt. Aber bringen Sie dann mal die Fersen Richtung Boden. Und spüren ihre Waden. Vor allem Läufern mit verkürzten Muskeln in der hinteren Körperhälfte zu empfehlen.

Krieger

Keine Sorge, der Krieger hat natürlich nichts mit Krieg zu tun. Ganz im Gegenteil. Wohl nie ist ein Krieger friedlicher und entspannter gewesen als im Yoga. Ein Bein gestreckt nach hinten führen, das andere angewinkelt nach vorn, Oberkörper aufrichten, Arme nach oben strecken. Gibt’s in verschiedenen Varianten.

Löwe

Gut für Lacher und Erschrecken gleichermaßen. Hündin Mika, die ihr Frauchen 2018 begleitete, erschreckte sich tierisch, als aus 300 Yogi-Kehlen auf einmal ein lautes Hu-Erklang. Okay, sieht vielleicht ein bisschen kurios aus, wenn die Zunge beim Yogi raushängt, doch hilft insbesondere, die Anspannung einfach mal rauszubrüllen.

Lotussitz

Mancher würde Schneidersitz sagen. Ein Yogi aber legt die Füße innen auf die Oberschenkel. Der Rücken ist grade, die Augen sind geschlossen. Die Hände liegen locker, Handflächen nach oben, auf den Oberschenkeln. Und dann beginnt die Meditation.

Meditation

Wohl am besten beschrieben als „innere Einkehr“. Steht meist am Anfang und Ende einer Yogaeinheit. Meditation ist Stille, zur Ruhe finden, Entspannung. Liebe Yoga-Anfänger: Ja, das können Sie wirklich erlernen.

Namaste

Unter Yogis die Begrüßung und der Abschluss in Form einer Verbeugung. Im Lotussitz, die Hände sind vor der Brust zusammengeführt – fast wie im Gebet. Heißt auf Yogisch: „Das Göttliche, das in meinem Herzen wohnt, verbeugt sich vor dem Göttlichen, das in Deinem Herzen wohnt.“ Oder einfach: Danke, es hat Spaß gemacht.

Om

Das ist etwas, bei dem die Männer unter den Yogis sich meist sehr schwertun. Denn dahinter verbirgt sich ein gesungener Laut, der den Körper vibrieren lassen kann.

Pranayama

Ist die Lehre des Atmens, beziehungsweise der Kontrolle über den Atem. Gerade für Einsteiger zunächst oft erst einmal ein Buch mit sieben Siegeln. Sich auf die Atmung konzentrieren und zeitgleich auch noch Asanas ausführen – gar nicht so einfach. Aber, es ist wie bei der Meditation: Das richtige Atmen lässt sich lernen.

Sonnengruß

Steht wie der herabschauende Hund in den Top5 unserer Lieblings-Asanas. Besteht aus verschiedenen Vor- und Rückbeugen.

Yogastile

Hatha hatten wir ja schon. Es gibt aber viele verschiedene Yogastile – Tendenz steigend. Vinyasa- und Ashtanga-Yoga sind an Hatha angelehnt, verzichten aber meist auf Meditation. Jivamukti ist eine dynamische Form. In Fitnessstudios wird Poweryoga angeboten. Beim Bikramyoga werden die Räume auf 35 bis 40 Grad erhitzt. Gibt’s wieder einen Hitzesommer, machen wir gefühlt automatisch Bikramyoga.

Lesen Sie auch: Eine Übersicht über alle Standorte des Yogasommers 2019

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