HNA-Yogasommer

Mondyoga in der Karlsaue: Zwischen Erde und Himmel

+
Am Ende war auch der Neumond da: Hundert Teilnehmer waren in der Kasseler Karlsaue und entspannten mit der Rotenburger Lehrerin Annouck Schaub beim Mondyoga. 

Kassel – „Seid nicht enttäuscht, wenn ihr den Mond nicht seht. Es ist trotzdem Neumond.“

Das waren die Begrüßungsworte von Annouck Schaub an rund 100 Teilnehmer, die am Abend in die Kasseler Karlsaue gekommen waren, um bei einer Sonderveranstaltung des HNA-Yogasommers mit der Lehrerin aus Rotenburg eine Stunde Mondyoga zu machen.

Vom Zissel wummerten leise Bässe herüber zur Wiese unter den Birkenbäumen, als die Yogis erwartungsfroh ihre Matten ausbreiteten. Warum Mondyoga? „Weil wir alle Teil der Natur sind, aber das viel zu oft vergessen“, sagt Annouck Schaub. Die gebürtige Niederländerin erinnert daran, dass viele Menschen stark auf Neu- oder Vollmondphasen reagieren. Ihre Yoga-Einheit soll dazu dienen, Kraft zu sammeln und Entspannung zu finden.

Es wird dann eine sehr konzentrierte und intensive Stunde mit vielen Dehnungen, alles geführt vom eigenen Atem. Immer wieder müssen sich die Teilnehmer öffnen, mit weit auseinandergestreckten Armen und dem Blick nach oben. „Beim Einatmen habt ihr Kontakt mit dem Himmel“, sagt Annouck Schaub. Aber weil im Yoga immer auch der Ausgleich gesucht wird, kurz darauf: „Beim Ausatmen habt ihr Kontakt mit dem Boden.“ Sich zu erden, das ist genauso wichtig, wie sich zu öffnen. Viel Übungen betonen deshalb den Wechsel: Sich einrollen Richtung Erde, sich öffnen Richtung Himmel.

Prince heult den Mond nicht an. Der wuschelige Malteser-Terrier liegt eine Stunde lang seelenruhig neben seiner Besitzerin Tina Grams. Die Kasselerin ist selbst Fitnesstrainerin und Yogalehrerin. Dank der späten Anfangszeit um 20 Uhr kann sie auch mal beim Yogasommer vorbeischauen – und ist nach der Stunde sehr angetan: „Die Stimmung war total schön, die Atmosphäre in der Abend-Dämmerung etwas absolut Besonderes.“ Sport treiben in der Natur sei einfach prima. Und von Kollegin Annouck war sie begeistert: „Sie hat eine tolle, ruhige Art. Und uns viel Zeit gelassen in den Übungen.“

Als die Stunde um ist, hat die Dämmerung längst eingesetzt. Von der Orangerie scheinen die Lichter des Zissel herüber. Und kurze Zeit später auf dem Heimweg ist er dann doch zu sehen. Über dem Herkules leuchtet der Neumond.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.