Neun Wochen Yoga vom 11. Juni bis 12. August

„Yoga steht für Lebensfreude“: Das sind die Lehrer beim HNA-Yogasommer

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Sie leiten unter anderem die Einheiten beim HNA-Yogasommer: Lars Tabert vom Barfußtempel (links) und Claudia Grünert von Kassel.Yoga by Claudia Grünert.

Kassel. Jetzt geht er endlich los, der HNA-Yogasommer. Am Sonntag (11. Juni) ab 9.30 Uhr findet die Auftaktveranstaltung auf der Hessenkampfbahn statt.

Eine Stunde Yoga gibt es an diesem Tag zum Kennenlernen, bevor wir dann neun Wochen bis zum 12. August Yoga an fünf Tagen in der Woche in Kassel und Baunatal anbieten. Wir haben vorab mit den Yoga-Lehrern Lars Tabert (Barfußtempel) Und Claudia Grünert (Kassel.Yoga by Claudia Grünert) gesprochen, die den Auftakt leiten werden. Weiter unten stellen wir zudem die anderen Yoga-Lehrer vor, die die Stunden leiten werden.

Haben Sie heute eigentlich schon Yoga gemacht? 

Claudia Grünert: Ja, seit heute Morgen um neun Uhr.

Was hat es Ihnen für den Tag gebracht? 

Grünert: Wenn ich mit Yoga in den Tag starte, dann hat das etwas von Erdung für mich. Es ist Leichtigkeit, Lebensfreude. Ich bin offen für das, was der Tag bringt.

Lars Tabert: Für mich ist Yoga immer körperliches und geistiges Zurückziehen, eine Auszeit vom Alltag. Diese Zeit habe ich für mich selbst.

Yoga ist mittlerweile zu einem Trend geworden. Ist das ein Problem für Sie? 

Tabert: Nein, überhaupt nicht. Es ist gut, dass Yoga so populär geworden ist. Ärzte haben bestätigt, dass Yoga eine gute Form der Bewegung ist. Jeder kann sich ausprobieren. Der Boom ist gut.

Warum haben Sie nicht gezögert, beim HNA-Yogasommer mitzumachen? 

Tabert: Wir möchten mehr Leute in Kassel und Umgebung für Yoga begeistern. Es gibt so viele Sportarten. Kassel hat Yoga ein bisschen verschlafen. Diese Aktion ist eine wunderbare Möglichkeit, Yoga präsenter zu machen.

Grünert: Es ist toll, dass wir gerade zur Zeit der documenta Yoga nach außen präsentieren können, Wir wollen Menschen motivieren, Yoga auszuprobieren, um mit Vorurteilen aufzuräumen.

Was erwartet die Teilnehmer beim Yogasommer? 

Grünert: Sie werden Yoga mit Freude, Leichtigkeit und Spaß gezeigt bekommen. Unsere Yogaeinheiten werden so angeleitet, dass Anfänger und Fortgeschrittene mitmachen können.

Tabert: Einen modernen Mix aus Yoga, wie es heute betrieben wird, aber auch der Tradition. Die Welt dreht sich immer weiter. Es wird kein Yoga von 1920 geben. Ich möchte, dass die Leute Spaß haben und lächeln.

Was erwarten Sie selbst von den kommenden Wochen? 

Grünert: Ich wünsche mir, dass die Teilnehmer, die zu uns kommen, offen und neugierig sind. Yoga ist eine Lebensphilosophie und steht für Offenheit, Lebensfreude und Verbindung.

Tabert: Wir möchten so viele Leute erreichen wie möglich. Und wir möchten natürlich auch, dass diese Leute auch nach den neun Wochen dieser Aktion Yoga für sich entdecken und weiter betreiben.

Ursprünglich wurde Yoga nur von Männern betrieben. Heute ist es vor allem ein Ding der Frauen. Warum sollten aber auch Männer kommen? 

Tabert: Männer sind von Haus aus immer etwas unbeweglicher und träger. Sie sollten etwas für ihren Körper machen – auch um mal runterzukommen von ihrem „Egotrip“.

Grünert: Die Fußball-Nationalmannschaft macht Yoga. Je beweglicher wir sind, desto geschmeidiger gehen wir durchs Leben. Egal, ob Frau oder Mann. Zwischen Kraft und Beweglichkeit gibt es einen Zusammenhang. Körper, Seele und Geist werden durch Yoga ins Gleichgewicht gebracht. Du wirst vitaler, ausgeglichener und gelassener. Für Fußballer ist das aus mentaler Sicht wichtig. Aber auch für Männer allgemein.

Yoga hat viele verschiedene Richtungen. Welche wird es bei Ihnen geben? 

Grünert: Bei mir wird es eine Mischung aus klassischem Hatha-Yoga verbunden mit fließenden Asanas aus dem dynamischen Vinyasa- und Power-Yoga geben. Das ist eine ruhige, aber auch dynamische Form – und für alle Level des Könnens.

Tabert: Bei mir wird es eine Mischung aus Ashtanga- und Anusara-Yoga geben. Der Spaßfaktor steht im Mittelpunkt. Undogmatisch und modern wird es zugehen.

Wie sind Sie zum Yoga gekommen? 

Tabert: Völlig zufällig. Ich habe es durch einen Freund 2000 ausprobiert. Dann habe ich drei Stunden mitgemacht und es hat gefunkt. Seitdem bin dabei.

Grünert: Ich habe 1999 während des Studiums Yoga für mich entdeckt. Ich habe damals nebenbei im Fitnessstudio gearbeitet. Da hebe ich mit meinen ersten Qualifizierungen zur Yoga-Lehrerin in der Stilrichtung Power-Yoga begonnen. Das hat mich fasziniert. Yoga ist für mich eine wundervolle Verbindung von Körper, Seele und Geist, eine Lebenseinstellung ein Geschenk, was ich gerne teilen möchte.

Lars Tabert ist 50 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Berlin, wohnt aber seit 1997 in Kassel. Tabert ist ledig und hat keine Kinder. Yoga macht er seit 17 Jahren, seit 2003 ist er Yoga-Lehrer.

Claudia Grünert (45) stammt aus Magdeburg, lebt aber ebenfalls schon lange in Kassel. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn, der zehn Jahre alt ist. Grünert betreibt Yoga seit 1999, seit 2000 unterrichtet sie.

Auch sie leitet Stunden in Kassel

Regine Moschner

Yoga begleitet Regine Moschner schon fast ihr gesamtes Leben: Als 16-Jährige lernte die heute 58-Jährige Yoga kennen und lieben, später machte sie es zu ihrem Beruf. In ihrer „Praxis für Lebensbalance“ dreht sich alles um Hatha-Yoga, „Yoga der Achtsamkeit“ nennt sie es. Der Fokus liegt auf dem inneren Erleben. Ihre Heimat ist die Nordseeinsel Baltrum, seit 17 Jahren aber lebt und arbeitet sie in Kassel. Sie ist ledig, aber in festen Händen. Moschner leitet die Einheiten viermal mittwochs: vom 21. Juni bis 12. Juli.

Die Yoga-Lehrer aus Baunatal

Sie lehren dienstags und donnerstags in Baunatal: (von links) Korinna Kries, Marion Meilinger-Frisch, Konstantinia Koumantsioti und Anja Siebert.

In Baunatal macht der HNA-Yogasommer immer dienstags und donnerstags Station. Damit das funktioniert, haben sich vier Yoga-Lehrerinnen bereit erklärt, zu unterrichten. Wir stellen Sie euch vor – in Kurzporträts:

Korinna Kries: Die gebürtige Baunatalerin ist 38 Jahre alt und wohnt mittlerweile in Edermünde. Mit Yoga angefangen hat Kries im Studium (2001 bis 2004). Im vergangenen Jahr hat sie ihre Ausbildung zur Lehrerin abgeschlossen. Sie wird Hatha-Yoga anbieten – also eine ruhige Art, bei der es viel ums Atmen geht. „Es wird aber auch Elemente des Vinyasa-Yogas geben. Da ist alles etwas mehr im Fluss“, sagt sie.

Marion Meilinger-Frisch: Die 65-Jährige lebt in Baunatal, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie ist Psychotherapeutin, hat eine eigene Praxis und verbindet ihre Arbeit mit dem Yoga. Nebenbei ist sie zudem Dozentin in Kassel für Soziale Kompetenz und Stressbewältigung. Yoga-Lehrerin ist Meilinger-Frisch seit 40 Jahren. Ihr Stil: Hatha- und Iyengar-Yoga – ein medizinisches Modul. Der Fokus liegt dabei auf dem Aufbau der Muskulatur.

Konstantinia Koumantsioti: 42 Jahre alt, gebürtig aus Kassel, wohnt jetzt in Baunatal. Koumantsioti macht seit 15 Jahren Yoga, belegte unter anderem Workshops in Thailand und Zypern, im April beendete sie ihre Ausbildung zur Lehrerin. Ihr Yoga-Stil, den sie unterrichten wird, ist sehr dynamisch. Yinyasa-Yoga mit Elementen des Hatha. „Wir werden viele Übungen im Fluss machen“, sagt sie.

Anja Siebert: Die vierte Lehrerin in Baunatal ist 49 Jahre alt und lebt in Kassel. Yoga macht Siebert seit 19 Jahren, seit acht Jahren ist sie als Trainerin dabei. Ihr Stil: klassisches Hatha- mit Teilen von Iyengar-Yoga. Eine physiotherapeutische Art des Yogas, wie sie selbst sagt. Was das genau bedeutet? „Da muss man selbst kommen und mitmachen“, sagt Siebert.

Alle Informationen zum HNA-Yogasommer finden Sie auf  www.hna.de/yoga

Hintergrund: Sie unterstützen den Yogasommer

Eine Veranstaltung wie der HNA-Yogasommer kommt nicht ohne Unterstützer aus. Wir bedanken uns bei:

KSV Baunatal für die dauerhafte Zusammenarbeit

Krankenkasse Barmer für Unterstützung und 1-A-Yogamatten

Kasseler Tennisclub 31

Museumslandschaft Hessen Kassel

Sportamt und Stadt Kassel für die Bereitstellung der Yoga-Plätze

Agentur Neue Formen für das nächste schöne Logo.

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