Beim Training in Baunatal geht’s für 100 Yogis tierisch zur Sache

HNA-Yogasommer: Wenn die Mama mit der Tochter

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Auch der Yoga-Nachwuchs macht fleißig mit: Die vierjährige Emilia macht mit ihrer Mama Christina Lutz den herabschauenden Hund.

Baunatal. Der Blick geht in den Himmel. Wo hängen die dunklen Wolken? Gerade erst ist die Unwetterwarnung auf dem Handy aufgeploppt. Doch weder drohender Regen und noch das Hütt-Brauereifest halten 100 Yogis an diesem Donnerstagabend davon ab, zum zweiten Training des HNA-Yogasommers an der KSV-Sportwelt zu kommen.

Darunter sind zwei Duos, die gleich ins Auge fallen: Christina Lutz und ihre vierjährige Tochter Emilia sowie Evelyn Espinosa und Camila (10).

Beide Gespanne geben ihr Yoga-Debüt. Und beide haben an sichtlich Spaß am Training von Marion Meilinger-Frisch. Ihre 65 Jahre sieht man der gertenschlanken Yogalehrerin nicht an. Mit klaren Ansagen aus denen die Routine von 40 Unterrichtsjahren spricht, leitet sie die Yogis an. Immerhin: Auch einige Männer sind da, die Frauen aber sind deutlich in der Überzahl.

Es geht gleich tierisch rund, im wahrsten Sinne: Der herabschauende Hund, der Flamingo, der Delphin stehen auf dem Programm. Schön zu beobachten: Fast synchron bewegen sich die Mama-Tochter-Duos zu den Anweisungen. Und obwohl sie erst vier Jahre alt ist, macht auch die kleine Emilia fleißig mit.

Unterichtet mit Begeisterung seit 40 Jahren Yoga: Marion Meilinger-Frisch.

Auch die Natur spiegelt sich in den Übungen wider. 100 Yogis verwandeln sich in Bäume – und erhalten dafür Lob der Trainerin. „Das sieht schön aus, lauter Bäume, die nicht wackeln“, lobt sie. Wer schon mal Yoga ausprobiert hat, weiß, dass das mit dem Gleichgewicht halten manchmal so eine Sache ist. Auch Zuschauer gibt es an diesem Abend. Brigitte Meisner beispielsweise. „Es kribbelt ganz schön, ich würde gern mitmachen“, sagt die Baunatalerin. Aus gesundheitlichen Gründen aber ist sie zum Zugucken gezwungen. „Die Aktion ist klasse. Yoga unter freiem Himmel, da kann ich hoffentlich auch bald mitmachen.“

Vollkommen gelassen verfolgt Klaus Frisch das Geschehen. „Ich bin der Ehemann der Trainerin und habe meine Privatlehrerin zu Hause“, erklärt er und lacht. „Mitmachen brauche ich nicht, ich habe meine Yoga-Einheit schon heute nach dem Aufstehen absolviert.“ Aus eigener Erfahrung weiß er, wie hilfreich Yoga sein kann. „Ich habe anfangs die Übungen belächelt. Aber dann hatte ich Kreuzschmerzen und seitdem ich regelmäßig Yoga mache, sind sie verschwunden.“ Auf der Wiese kämpfen derweil die Yogis mit der guten alten Kerze, also jener Figur, bei der sie auf dem Rücken liegend die Beine in Richtung Himmel strecken. „Macht eine halbe oder eine ganze Kerze. In Hanglage gar nicht so einfach, was?“, scherzt Marion Meilinger-Frisch, bevor sie am Ende ein großes Lob verteilt: „Das war eine tolle Atmosphäre heute. Das Wetter hat gehalten. Und unter euch sind viele Bewegungstalente. Danke.“

Auch die Mama-Tochter-Duos sind begeistert. „Wir sind spontan vorbeigekommen. Das hat sich gelohnt, wir kommen in jedem Fall wieder“, sagt Christina Lutz. „Das merken wir morgen in den Armen, das Training. Es war klasse“, ergänzt Evelyn Espinosa.

Hinweis: Am heutigen Freitag findet das Training um 18.30 Uhr in der Karlsaue statt. 

Yoga-Sommer in Baunatal am Donnerstag

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