Zwei Lehrer blicken auf die Formen der Stunde

Yoga-Trends: Gemeinsam hoch hinaus und Abhängen im Tuch

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Schwebendes Aerial-Yoga: Im Bild entspannt Lehrerin Anja Siebert.

Die Industrie boomt, auch in der Region: Seitdem sich Yoga in der westlichen Welt etabliert hat, kristallisieren sich immer mehr neue Trends heraus.

Und die gehen weit über das klassische Yoga mit Sonnengruß, Katze oder Kobra hinaus. Wir haben bei zwei Lehrern nachgefragt, welche Formen sich auch wirklich durchsetzen und für die Yogis nützlich sind.

Mit dem Partner

„Eine moderne Form des Yoga, die immer häufiger in den Studios angeboten wird, ist Acro-Yoga“, sagt Timo Wilmesmeier vom Südstadt-Yoga und Mitglied des HNA-Yogasommers. Dabei handelt es sich um akrobatisches Yoga, bei dem ein Partner erforderlich ist. Das muss nicht unbedingt der Freund oder Ehemann sein, sondern auch eine Bekannte oder die Kurs-Nachbarin. Denn es geht es vor allem um das harmonsche Miteinander und gleichzeitig um Vertrauen und Verantwortung dem Anderen gegenüber.

Bei den Übungen nimmt ein Yogi immer den stützenden Part ein, der andere „schwebt“ frei in der Luft. Dabei folgt man nicht unbedingt immer einer klaren Linie, sondern lebt eher vom Spielerischen. „Es ist mehr wie ein offener Kurs, in dem viel herumexperimentiert wird“, erklärt Wilmesmeier.

Und vor allem kann Jedermann, auch Anfänger, direkt einsteigen. „Speziell beim jüngeren Publikum kommt Acro-Yoga richtig gut an.“

Abhängen im Tuch

Von der Decke hängende Tücher und darin eingewickelte Yogis: ein klassisches Bild bei den Yoga-Kursen von Anja Siebert in Baunatal. Was erst einmal etwas seltsam aussieht, wird aber immer beliebter: Aerial-Yoga. „Für mich ist diese Art eine schöne Ergänzung zum klassischen Yoga“, erklärt die 51-Jährige. Denn dank des Tuches als Hilfsmittel, können die Yogis sich beispielsweise im Handstand probieren, der am Boden nicht direkt für jeden machbar ist. Und auch die Kobra lässt sich so ganz leicht einmal umgekehrt ausführen, in dem man sich mit dem Rücken in das Tuch legt.

Aber diese schwebenden Übungen verlangen auch viel ab von den Yogis. „Für ängstliche Menschen ist Aerial Yoga eher schwierig“ , sagt Siebert. Denn es gehe auch darum an seine Grenzen zu kommen, und diese, wenn nötig, zu überwinden. „Aber vor allem lernen die Kurs-Teilnehmer das Vertrauen in die eigene Kraft zu stärken.“

Für jeden Tag ist das Abhängen im Tuch eher nichts, findet Siebert. „Das geht ganz schön auf den Kreislauf, da der Körper oft in einer umgekehrten Stellung verharrt“, weiß sie aus Erfahrung.

Licht, Duft und Musik

Wer beim sogenannten Chroma-Yoga nicht entspannt wieder in den Alltag zurückkehrt, hat im Kurs wahrscheinlich etwas falsch gemacht. Denn bei dieser Farbtherapie wird zusätzlich mit Musik und Duft für die Entspannung gearbeitet. Ein Raum – gehüllt in warmes Licht – sorgt dann dafür, dass die Yogis die Übungen mit allen Sinnen erleben können. Beliebt ist diese Yoga-Form zurzeit vor allem in England.

Langsame Variante

Unaufgeregte und ruhige Bewegungen sind charakteristisch für das Yin-Yoga. Es unterscheidet sich vom klassischen Yoga vor allem durch die entschleunigte Ausführung. „Auch bleiben die Yogis viel länger in den Positionen als üblich“, erklärt Wilmesmeier. Oftmals vier bis sogar 20 Minuten.

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