15-Jährige aus Unterhaun will Hessenliga spielen

Fußballerin Mia Hummel macht den nächsten Schritt

Zu Hause in Unterhaun: Vater Mario und Tochter Mia Hummel.
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Zu Hause in Unterhaun: Vater Mario und Tochter Mia Hummel.

Beim SV Unterhaun hat sie das Fußballspielen gelernt. Im nunmehr dritten Jahr kickt Mia Hummel (15) auch bei den Jungs in Eiterfeld. Doch sie will mehr: Mit Zweitspielrecht möchte sie sich auch beim Hessenligisten Gläserzell/Pilgerzell beweisen.

Unterhaun – Mit Entscheidungen ist das so eine Sache. Ob sie richtig oder falsch waren, erfährt man erst später. Mia Hummel erging es nicht anders. Sie war 13. Da bekam sie eine Anfrage aus Eiterfeld, ob sie dort nicht bei den D-Junioren mitkicken möchte.

Technisch ist Mia stark, kann beidfüßig gut mit dem Ball umgehen, besitzt eine außergewöhnlich gute Schusstechnik, zudem Spielverständnis und Spielübersicht. Also stand sie vor zwei Jahren vor der Frage: Verlasse ich meinen Heimat- und Herzensverein Unterhaun und schließe mich Eiterfeld an, um mich dort in Wettkämpfen mit den Jungs zu verbessern?

Mia wagte die Veränderung. Eine halbe Serie kickte sie bei den D-Junioren des VfL in der Gruppenliga – einen ähnlich kurzen Zeitraum mischte sie bei Eiterfelds C-Junioren ebenfalls in der Gruppenliga mit. Auch hiervon profitierte sie, und ihr Trainer, der Ex-Niederaulaer Benny Wolf, lobte sie gar als konditionsstärkstes Mitglied seines Teams.

Damit nicht genug. Mit Beginn der neuen Runde wagt sie den nächsten Schritt: Die jetzt 15-Jährige schließt sich dem Hessenligisten Gläserzell/Pilgerzell an, dem nach der vergangenen, erneut wegen Corona abgebrochenen Serie vom Verband äußerst umstritten das Aufstiegsrecht zur Bundesliga genommen wurde – obwohl das Team ungeschlagen war.

Talentiert: Mia Hummel jongliert den Ball.

Auch aus dem mittelhessischen Pohlheim hatte die begabte Nachwuchskickerin im letzten und nochmals in diesem Jahr Anfragen, doch sie entschied sich für die Spielgemeinschaft in und um Fulda. Der Eindruck der neuen Umgebung täuscht sie nicht. „Das Training macht Spaß. Und ich kenne die meisten Mitspielerinnen aus der Regionalauswahl.“

Hauptsächlich, so betont Mia, „möchte ich noch bei den Eiterfelder Jungs spielen.“ Die werden in der neuen Saison von Andreas Köller trainiert, kicken in der Gruppenliga, und die Unterhaunerin ist sich sicher, „dass wir auf jeden Fall wieder ’ne gute Mannschaft haben“.

Ihr ist bewusst, dass die Möglichkeit, in Unterhaun zu spielen, damit vorerst wegfällt. „Hier sind all meine Freundinnen von früher. Jetzt würde ich aber gerne etwas Neues probieren und so hochklassig wie möglich spielen.“ Und ihr Vater Mario schiebt nach: „Wir hätten das schon früher ergreifen sollen.“ Das ist nicht gegen SV Unterhaun gerichtet, für den auch Mario Zeit seines Lebens spielte. Er hat lediglich das Talent, das Fordern und Fördern seiner Tochter im Auge. wk

Talentiert: Mia Hummel jongliert den Ball.

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