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Ziel gesetzt, Ziel erfüllt: Nina Voelckel wird bei Marathon-Debüt Dritte in Köln

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Von: Maurice Morth

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Überglücklich beim Zieleinlauf in Köln: Nina Voelckel wurde bei ihrem ersten Marathon Dritte und blieb direkt unter drei Stunden.
Überglücklich beim Zieleinlauf in Köln: Nina Voelckel wurde bei ihrem ersten Marathon Dritte und blieb direkt unter drei Stunden. © Imago

Die 23-jährige Läuferin Nina Voelckel hat ihren ersten Marathon hinter sich gebracht – und wie. In Köln lief die junge Athletin aus Meißner-Vockerode direkt auf den dritten Platz.

Köln – Ziel gesetzt, Ziel erfüllt – so und nicht anders kann man das überragende vergangene Wochenende der aus Meißner-Vockerode stammenden Läuferin Nina Voelckel (23) beschreiben.

Denn bei ihrem Marathon-Debüt in Köln erreichte die in Kassel lebende Polizeikommissarin nach 2:54:21 Stunden das Ziel auf einem starken dritten Platz bei den Frauen – unter drei Stunden, genau wie Voelckel wollte. Nur Lokalmatadorin Sabine Burgdorf (ASV Köln, 2:40:40 Stunden) und Anna-Lina Dahlbeck (TuS Xanten, 2:52:00 Stunden) waren schneller.

„Zum Ende hin haben meine Oberschenkel zugemacht“

„Besser hätte es nicht laufen können. Ich war mir im Vorfeld nicht sicher, ob ich die 42 Kilometer überhaupt schaffe, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass vielleicht sogar noch ein bisschen mehr drin gewesen wäre, da ich den Wettkampf sehr defensiv angegangen bin und ihn unbedingt beenden wollte“, so die überglückliche Athletin des Laufteams Kassel nach ihrer Leistung.

Bis zu Kilometer 30 half ihr Freund, Triathlet Fabian Reuter, als Tempomacher (Pacemaker, Anm. d. Red.) mit, die angestrebten 4:05 Minuten/Kilometer konnte Voelckel perfekt halten.

„Das war mega und hat sich fast wie ein Dauerlauf angefühlt. Zum Ende hin wurde es dann gegen den Wind hart, weil meine Oberschenkel zugemacht haben und ich nicht mehr in einer Gruppe unterwegs war, die den Gegenwind am Rhein etwas abschwächte“, sagt Voelckel.

Herausragende Stimmung am Streckenrand

Die letzten zwei Kilometer seien dann für sie richtig schlimm gewesen, ins Ziel kämpfte sie sich aber trotzdem – auch mit der Unterstützung der vielen Zuschauer am Streckenrand: „Weil mein Name wegen des Elitestatus auch auf dem Trikot stand, haben alle ständig meinen Namen gerufen. Noch dazu haben alle Leute beim Zieleinlauf gegen die Wände geschlagen, so eine überragende Stimmung habe ich noch nicht erlebt“, schwärmt die 23-Jährige.

Voelckel, die zuvor eher beim Halb-Marathon auf sich aufmerksam machte, möchte definitiv bei der 42-Kilometer-Strecke bleiben. Sie sei ein Ausdauermensch und habe gemerkt, dass ihr diese Distanz wirklich am besten liege.

Mit ihrer Köln-Zeit ist sie in der DLV-Jahresbestenliste momentan die zweitschnellste Läuferin, die jünger als 24 Jahre ist.

In 2023 möchte sie deswegen bei den Deutschen Polizeimeisterschaften im Rahmen des Berlin-Marathons und in Hannover oder Hamburg starten. Bevor die wohlverdiente Winterpause ansteht, begleitet Voelckel ihren Freund aber nun erst einmal für vier Wochen auf Wettkampfreise in die USA. (Maurice Morth)

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