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Handball: TVH gelingt zu Lolls der zweite Saisonsieg

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Freudentänzchen nach dem Abpfiff: Von links jubeln Lukas Berger, Kay Becker, Niklas Kürten (verdeckt), Julian Thole, Andy Krause, Sascha Kepert, Marc Förtsch und Alex Kehl.
Freudentänzchen nach dem Abpfiff: Von links jubeln Lukas Berger, Kay Becker, Niklas Kürten (verdeckt), Julian Thole, Andy Krause, Sascha Kepert, Marc Förtsch und Alex Kehl. © Stefan Kost-Siepl

Die Handballer des TV Hersfeld haben zu Lolls zurück in die Spur gefunden. Und das Heimspiel der Landesliga Nord gegen Gensungen/Felsberg II mit 33:30 (15:16) gewonnen.

Der zweite Saisonsieg war ein hartes Stück Arbeit für die Hersfelder. Rund 300 Zuschauer sahen eine spannende und kampfbetonte Partie.

Allerdings hätte sich der TVH bei etwas mehr Konzentration Nerven sparen können. Beispielsweise wenn er nur einige der vielen Chancen verwertet hätte, die sich vor allem in der zweiten Hälfte auftaten. „Ein paar Spieler waren einfach im Kopf müde“, sagte Christian Weiß mit einer kleinen Anspielung auf die Lollswoche.

Aber der Trainer war zufrieden mit Einsatz und Einstellung. Kämpferisch wussten die Hersfelder an diesem Abend zu überzeugen. Überdies waren es Andy Krause und Mark Petersen, die in Hälfte zwei Anschluss und Führung erzielten und somit den Weg zum Sieg ebneten. Und der Gast war in puncto Torausbeute ebenfalls nicht frei von Fehlern. Die Hersfelder begannen stark. Die Fans spürten, dass der Mannschaft dieses Spiel nicht egal war. „Die Ur-Katastrophe eines jeden Hersfelder Sportlers, an Lolls zu verlieren, wollten wir auf jeden Fall vermeiden. Wir wussten ja auch, dass es heute ein machbarer Gegner war“, erklärte Weiß die Marschroute. 1:0, 2:0, 3:0, 4:0, 5:1 und 8:4 – nicht nur die Zuschauer waren erstaunt. „Wir sind anfangs gut in die Vorwärtsbewegung gekommen“, sagt sich der Coach. Vor allem David Schikarski erfreute auf der Mittelposition seinen Trainer und bekam ein Sonderlob: „Er war schon in Guxhagen gut und hat auch heute seine Sache mehr als ordentlich gemacht.“ Doch zehn Minuten vor dem Wechsel schlich sich der Schlendrian beim TVH ein, Gensungen holte auf. Vor allem dank der Treffer von Tim Schanze, der siebenmal traf, und von Christian Rohde, der früher auch beim TVH spielte und der sich besonders auf dieses Lollsspiel gefreut hatte. „Es wäre natürlich das Größte gewesen, wenn wir heute hier gewonnen hätten“, sagte der Rückraumspieler der Gäste hinterher. „Aber jeder hat gesehen, dass es ein Spiel im Kampf um den Klassenerhalt war – Not gegen Elend.“ Die Schiris schlossen sich da nicht aus. Bei einigen Entscheidungen war zumindest einer völlig überfordert. Mit dem Pausenpfiff lag der Gast mit einem Tor in Front. Und nach dem Wechsel sogar mit dreien. „Wenn wir da die Siebenmeter reingemacht hätten, hätte es ganz anders ausgesehen“, trauerte Rohde zwei vergebenen Strafwürfen nach. Zum Teil fielen nach dem Wechsel auch kuriose Tore.

So kassierte der TVH einen Treffer, als Niklas Kürten und Lukas Berger bei einem abgefangenen Tempogegenstoß zusammenstießen und Schanze einen Einwurf direkt verwandelte. Oder Andy Krause, der vom eigenen Kreis traf, als Gensungens Keeper zu weit draußen war.

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