Beachhandball-DM in Kassel-Waldau: Olympia 2024 ist das Ziel

Heißer Kampf in der Sandkiste: Sebastian Kühn (blaues Trikot) bei einem früheren Turnier in Waldau. Archivfoto:  Fischer/nh

Kassel. Sonne, Sand und – Handball: Beim Tuspo Waldau in Kassel werden am Samstag (9 bis 21 Uhr) und Sonntag (9 bis 16 Uhr) die deutschen Meister im Beachhandball ermittelt.

Ein Spektakel mit Partycharakter, aber auch eine sportliche Herausforderung mit neuer Perspektive. Denn nach einigen Jahren reduzierten Engagements des Deutschen Handball-Bundes steht nun eine Renaissance der Sommergaudi an. Der Grund: Der Beachhandball soll 2024 Olympische Disziplin werden.

Vier Jahre nach dem DHB-Beschluss, die Sandkasten-Spiele nur noch als Breitensport einzustufen, wird nun nicht nur die finanzielle Förderung wieder forciert. „Wir arbeiten an einem kompletten Neuaufbau, Schritt für Schritt. Mit klaren Strukturen für Qualifikationsturniere, deutsche Meisterschaften und der Entsendung von Nationalteams zu Europa- und Weltmeisterschaften. So, wie es schon einmal war“, erklärt Wolfgang Sasse aus Wildeshausen (Oldenburg).

Für den Niedersachsen im DHB-Aufbaustab geht es (zunächst) nicht darum eine eigene Sportart zu entwickeln. Ein Boom und Perspektiven wie im Beachvolleyball sind derzeit nicht abzusehen. „Aber auch als Ergänzung zum Hallensport kann der Beachhandball mit weniger Körpereinsatz, aber viel mehr Tempo, Spaß, Musik, Strandatmosphäre und irgendwann auch eigenen Stars eine ganz spektakuläre Veranstaltung sein.“

Der Weg zurück in die neue Zukunft führt nun über Kassel. „Seit Jahrzehnten eine Hochburg unseres Sports, mit viel Begeisterung und zentral gelegen“, erklärt Sasse. 1995 gab’s die erste deutsche Mastersserie mit Finale auf Sylt, seit 1996 schon wird auch Jahr für Jahr im Waldauer Sand gespielt.

Ab 2001 gab’s ebenso mitreißende Turniere bei der WVC Kassel. „Wir hätten gern schon 2013 das DM-Finale dort direkt an der Fulda gehabt. Doch der Sand der Plätze wurde wohl für den Bau des neuen Auebades benötigt“, sagt Sasse und lacht. „Aber in Waldau sind wir mit den jeweils zehn Teams von Männern und Frauen auch bestens aufgehoben.“

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