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FSV Hohe Luft: Zusammenhalt und ein guter Mix

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Von: Kristina Marth

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Gruppenliga, wir kommen: Als zwei Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft perfekt gemacht wurde, kannte der Jubel bei den Fußballern des FSV Hohe Luft keine Grenzen.
Gruppenliga, wir kommen: Als zwei Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft perfekt gemacht wurde, kannte der Jubel bei den Fußballern des FSV Hohe Luft keine Grenzen. © Friedhelm Eyert

Der FSV Hohe Luft ist Meister der Kreisoberliga und kehrt nach acht Jahren in die Fußball-Gruppenliga zurück. Wir werfen einen Blick darauf, was die Hersfelder so stark machte und wie die Serie verlief.

Bad Hersfeld – Zwei Spieltage vor dem Ende stand es fest: Meister der Kreisoberliga Nord ist der FSV Hohe Luft. Nach dem 6:1-Sieg gegen Weiterode knallten die Korken – und natürlich durfte auch das traditionelle Bad in der Fulda nicht fehlen. Drei Wochen liegt „die Aufstiegssause“ nun zurück. Zeit, um noch einmal auf die Saison zu blicken.

Der Saisonstart

Der Beginn verlief für den FSV noch etwas holprig. Neben zwei Siegen gab es ein Unentschieden gegen die SG MMR und eine Niederlage bei der SG Haunetal. Man habe sich erst einmal finden müssen, erklärt Trainer Waldemar Hafner, der nach einigen Jahren als Jugendcoach seit dieser Saison für die erste Mannschaft alleinverantwortlich ist.

Mit dem 3:0-Sieg in Hohenroda am fünften Spieltag begann für die Hersfelder dann ein Lauf: Bis zum Ende der Hinrunde blieben sie fortan ungeschlagen. Zwölf Siege, 38 Punkte, 50:10 Tore – eine beachtliche Bilanz.

Die Aufstiegsrunde

Schon vor Beginn der Aufstiegsrunde stand fest: Die Hersfelder können sich wohl nur selbst schlagen. 21 Zähler, und damit die maximale Punktzahl, nahmen sie in die Aufstiegsrunde mit. War es zunächst wieder der Start, bei dem es etwas hakte (Auftaktsieg in Niederjossa, dann 1:1 bei der SG Niederaula/Kerspenhausen und 1:2 bei der SG Neuenstein), gelang dann erneut gegen Hohenroda ein wichtiger Sieg. Ein Wochenende später brachte man die Meisterschaft in trockene Tücher. Bei 37 Punkten und damit zwölf (!) Vorsprung auf die zweitplatzierte FSG Bebra war die Konkurrenz in der Aufstiegsrunde im Prinzip chancenlos.

Ein Bad in der Fulda gehört beim FSV Hohe Luft traditionell zur Meisterfeier.
Ein Bad in der Fulda gehört beim FSV Hohe Luft traditionell zur Meisterfeier. © FSV Hohe Luft

Die Stärken

Der Zusammenhalt in der Mannschaft sei eine große Stärke. Trainer Hafner sagt: „Wie die Spieler miteinander umgegangen sind, hat absolut gestimmt.“ Auch die Einstellung sei ein wichtiger Punkt: „Wir waren in jedem Spiel hungrig und hatten einen großen Siegeswillen. Auch als der Titel sicher war, wollten wir die letzten beiden Spiele noch unbedingt gewinnen.“

Im Training seien im Schnitt immer 15 oder 16 Mann gewesen – etwas, das nicht viele Teams im Kreis von sich behaupten könnten, berichtet der Coach. Keine Stärke, aber ein weiterer Erfolgsfaktor sei die weitgehende Verletzungsfreiheit gewesen: Personell war der FSV stets gut aufgestellt.

Die Schlüsselspieler

Jede Menge Lob findet der Trainer für die gesamte Mannschaft, ein solcher Erfolg gelinge nur als starkes Team. Die Doppelsechs spielt für ihn dennoch eine Schlüsselrolle: Sommerneuzugang Damian Piecha als Abräumer und Jan Nöding als Spielmacher hätten einen klasse Job gemacht: „Das sind zwei Ausnahmespieler, die in der Liga sonst keine Mannschaft in dieser Art hat.“

Die Perspektive

Für die Zukunft scheint der FSV gut aufgestellt und geht nun das Abenteuer Gruppenliga an. Was das Spielerische angehe, macht sich der Trainer wenig Sorgen: Gegen starke Kreisoberliga-Gegner wie Bebra und Dittlofrod/Körnbach habe man zuletzt „richtig guten Fußball gespielt.“

Er selbst bleibt für die neue Serie im Amt und auch mit den Spielern hätten Gespräche stattgefunden. „Wir gehen davon aus, dass wir den Kader weitestgehend halten können und versuchen natürlich, noch ein, zwei neue Spieler zu holen.“ Der Kader sei ein guter Mix aus Jugend und Erfahrung – insbesondere den jungen Spielern die Perspektive zu bieten, auch höherklassig spielen zu können, sei zu Saisonbeginn eines der Ziele gewesen. Hafner, der zahlreiche Nachwuchsakteure bereits seit der C-Jugend trainierte, meint: „Sie haben sich alle gut entwickelt und ich denke, beim Niveau in der Gruppenliga können sie locker bestehen.“ (Von Kristina Marth)

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