Fußball-Gruppenliga: Nach 0:3-Rückstand noch 4:3

SVA-II-Sieg in Kaufungen: Zwei Gonnermänner für ein Halleluja

Grenzenloser Jubel beim SVA II, der mit einer irren Aufholjagd drei Punkte aus Kaufungen entführte.
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Grenzenloser Jubel beim SVA II, der mit einer irren Aufholjagd drei Punkte aus Kaufungen entführte.

Mit einer Energieleistung sicherte sich der SV Adler II zum Abschluss der Hinrunde in der Fußball-Gruppenliga drei Punkte. Die Tore erzielte an diesem Tag nur die Familie Gonnermann.

Kaufungen – Treffsicher wie die Schauspieler Bud Spencer und Terence Hill in der Westernkomödie „Vier Fäuste für ein Halleluja“ präsentierten sich die Brüder Jan und Sören Gonnermann am Freitagabend für den SVA II in der Fußball-Gruppenliga.

Die Verbandsligaakteure halfen im letzten Hinrundenspiel bei der abstiegsgefährdeten Reserve aus und drehten die Partie gegen Kaufungen mit ihren Toren, nachdem man bereits nach 22.Minuten mit 0:3 in Rückstand lag.

SV Kaufungen - SV Adler Weidenhausen 3:4 (3:1). Ein individueller Fehler in der SVA-II-Abwehr ging dem 0:1 durch Gencer Alaca voraus (12.), dem 0:2 von Kevin Richter wohl ein Foul der Gastgeber (15.), und ein direkt verwandelter Freistoß von Nick Krug (22.) sorgte schließlich für das schnelle 0:3.

„Kaufungen hat sich darauf beschränkt, uns den Ball zu überlassen, hat tief gestanden, auf Umschaltmomente gesetzt und den einen oder anderen guten langen Ball in die Spitze gespielt“, so SVA-II-Trainer Alexander Henke, und weiter: „Und trotzdem hast du das Gefühl, du bist gut im Spiel, läufst aber plötzlich einem 0:3 hinterher.“

Wie aber auch schon beim 1:1 gegen den FSV Wolfhagen ließen die Weidenhäuser nach dem Rückstand nicht nach. Ein Doppelschlag von Sören Gonnermann, der zuerst einen langen Ball von Innenverteidiger Fabian Assmann verwertete (42.) und danach noch einen Elfmeter verwandelte (45+2.), brachte den SVA II kurz vor der Pause wieder auf ein Tor heran.

„Wir wollten dann das Momentum unbedingt mitnehmen, aber auch nicht kopflos agieren“, so Henke, der umstellte und Jan Gonnermann neben seinen Bruder Sören in den Sturm beorderte. Das fruchtete: Der SVA verteidigte in der Folge leidenschaftlich und erzielte mehr hohe Ballgewinne im Feld. Folgerichtig fiel das verdiente 3:3. Eine Flanke vom eingewechselten Yannick Herwig setzte Sören Gonnermann per Kopf ins lange Eck (70.).

Und war der Jubel nach dem Treffer schon groß, schließlich rechnete niemand mehr damit, noch einmal so zurückzukommen, dann war er vier Minuten später noch größer: Kevin Christl ging im Kaufunger Strafraum gut ins Gegenpressing und fand Jan Gonnermann, der den Ball aus 16 Metern ins lange Eck setzte – 4:3 für den SVA II. Es folgte eine wilde Schlussphase, in der der SV Adler II in der Nachspielzeit noch einen indirekten Freistoß der Kaufunger im Strafraum gegen sich überstehen musste, ein Tor sollte aber nicht mehr fallen.

„Die Bereitschaft, heute mitzuspielen, kam von Sören selbst. Ich möchte den Sieg aber nicht nur an ihm festmachen. Denn alle haben sich den Hintern aufgerissen. Das war eine geile Teamleistung, den Sieg haben wir verdient“, so Henke.

SVA II: Wassmann - M. Friedrich (K. Christl/55.), Assmann, Schiller, Bickert, Schurbert, J. Gonnermann, Kuric, P. Christl, Grote (Herwig/55.), S. Gonnermann.
Tore: 1:0 Alaca (12.), 2:0 Richter (15.), 3:0 Krug (22.), 3:1/3:2/3:3 S. Gonnermann (42./45+2./70.), 3:4 J. Gonnermann (74.).
Gelb-Rot: P. Christl (85.). 
(mmo)

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