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Zwei Punkte und ein Wermutstropfen - ETSV macht den Sieg gegen Hersfeld spät klar

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Von: Maurice Morth

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Lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe: In dieser Szene scheitert Eschweges Linksaußen Fabian Otto (links) am starken Hersfelder Torhüter Niklas Kürten.
Lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe: In dieser Szene scheitert Eschweges Linksaußen Fabian Otto (links) am starken Hersfelder Torhüter Niklas Kürten. © Markus Claus

Eine über weite Strecken ausgeglichene Partie in der Handball-Landesliga sahen die 135 Zuschauer am Samstagabend in der Heuberghalle zwischen dem Eschweger TSV und dem TV Hersfeld.

Eschwege - Erst in den letzten zehn Spielminuten konnte sich der ETSV entscheidend zu einem deutlichen 35:30 (15:16) absetzen, hatte aber durch die wohl schwere Knieverletzung von Dino Bacic einen Wermutstropfen zu schlucken.

Dabei wogte das Duell vor allem in den ersten 30 Minuten hin und her: Fünfmal wechselte die Führung zwischen den beiden Teams, mit mehreren Toren wegziehen konnte aber keines. Das lag an den glänzend aufgelegten Torhütern Cornel Medrea vom Eschweger TSV und dem jungen Niklas Kürten vom TV Hersfeld, aber auch daran, dass die Fehlerquote bei beiden Mannschaften im Aufbauspiel zu hoch war.

Der auf der Hersfelder Seite auffällige Philipp Koch war es, der den ETSV mit einem 15:16-Rückstand in die Pause schickte.

ETSV-Spieler Dino Bacic verletzt sich am Knie

„Niklas Kürten war stark, aber wir werfen auch zwölf Fahrkarten – das sind zu viele. Geht die Hälfte rein, gehen wir mit einer Vier-Tore-Führung in die Halbzeit und die Brust wird breiter“, sagte ETSV-Trainer Christian Löbens.

Bitter: Dino Bacic, der 2020 zum ETSV wechselte, verletzte sich am Knie und musste einige Minuten auf dem Feld behandelt werden. Auf Krücken kehrte er Mitte der zweiten Halbzeit in die Halle zurück, um sein Team zu unterstützen. Wie lange er ausfallen wird, ist unklar.

Bis zum 21:21 von TV-Hersfeld-Akteur Jonas Rübenstahl (40.) setzte sich das Hin und Her auch in der zweiten Hälfte fort, ehe die Eschweger eine furiose Serie starteten: Binnen drei Minuten baute der ETSV seine Führung durch Treffer von Bojan Manojlovic (2), Fabian Otto und Nicolas Reuchsel (2) auf 26:21 (44.) aus.

Besonders nach dem 23:21 von Fabian Otto über Halblinks, dem eine tolle Kombination zwischen Philipp Haaß und Mike Guthardt vorausging, gab es in der Heuberghalle kein Halten mehr.

ETSV ließ den TV Hersfeld noch einmal heran

TV-Hersfeld-Coach Christian Weiß sah sich zu einer Auszeit gezwungen, die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte. Denn wer erwartete, dass der ETSV den Sack zumachen würde und die Hersfelder die Köpfe hängen ließen, sah sich getäuscht.

Das Heimteam machte wieder bekannte Fehler aus der ersten Hälfte und binnen drei Minuten war der TV Hersfeld – auch dank einer Zwei-Minuten-Strafe für Nicolas Reuchsel – über Tore von Jonas Rübenstahl, Sven Wiegel (2) und Lukas Berger wieder auf 26:25 am Heimteam dran (47.).

In der Folge besannen sich die Eschweger aber wieder und setzten sich gegen ein Hersfelder Team, das gut dagegenhielt, dem dann aber allmählich die Kräfte ausgingen, noch entscheidend zum 35:30-Sieg ab.

„Wir sind über 40 Minuten in den Trott der letzten beiden Spiele zurückgefallen. Haben nicht aggressiv genug gedeckt. Ab Minute 50 spielen wir dann plötzlich wesentlich besser zusammen, haben es davor aber noch einmal unnötig spannend gemacht. Aber die Moral hat gestimmt und wir sind mit unseren Punkten voll im Soll“, so ETSV-Trainer Christian Löbens, der auch ein Lob für die Gäste übrig hatte: „Sie haben mit der jungen Truppe und der personell engen Besetzung hier heute alles rausgeholt, was ging.“ (mmo)

Eschweger TSV - TV Hersfeld 35:30 (15:16)

Eschweger TSV: Medrea, Henke - Smeu (3), Wagner (3/1), Otto (3), Meyer (1), Bacic, Löbens, Manegold, Guthardt (6), Haaß (8/2), Manojlovic (6), Reuchsel (5).

TV Hersfeld: Kürten, Wasem - Rübenstahl (7), Holzapfel (1), Remenski (2), Koch (6), Petersen (3), Becker, Wiegel (5/4), Kehl, Thole (1), Berger (5).

Schiedsrichter: Hoffelner/Krell (HSG Oberhessen/Kinzigtal).

Spielfilm: 3:3 (9.) – 5:3 (12.) – 7:8 (18.) – 10:10 (21.) – 15:14 (27.) – 15:16 (30.) – 17:19 (35.) – 21:21 (40.) – 26:21 (44.) – 26:25 (47.) – 30:27 (51.) – 33:28 (55.) – 35:30 (60.).

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