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Haunetal und Philippsthal wollen Gas geben

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Voraussichtlich Anfang April geht es für die Fußballer in der Kreisoberliga weiter. Dann werden Auf- und Abstiegsrunde ausgespielt. Unsere mehrteilige Zwischenbilanz liefert einen Überblick. Es folgt Teil vier mit zwei Teilnehmern der Play-downs.

Die SG Haunetal ist für die Playdowns gut aufgestellt und bekommt mit Cino Schwab einen neuen Spielertrainer.
Die SG Haunetal ist für die Playdowns gut aufgestellt und bekommt mit Cino Schwab einen neuen Spielertrainer. © Friedhelm Eyert

Hersfeld-Rotenburg – Zuversichtlich können die SG Haunetal, der VfL Philippsthal, die SG Mecklar/Meckbach/Reilos und die SG Friedewald/Ausbach in die Abstiegsrunde in der Fußball-Kreisoberliga Fulda Nord blicken. Alle vier Hersfelder Kreisvertreter haben ein kleines Polster auf die letzten drei Plätze.

SG Haunetal

Der Saisonauftakt spiegelte die Leistungskurve der Haunetaler mehr als deutlich wider. Nach der Heimpleite gegen den ESV Weiterode folgte ein 1:6 in Bebra. Siege in Heinebach und zu Hause gegen den FSV Hohe Luft führten die SG in ruhigeres Fahrwasser. „In Friedewald haben wir dann unnötig die Punkte liegen gelassen“, meint Abteilungsleiter Timo Lübeck.

Dass durchaus mehr für die Spielgemeinschaft n aus Neukirchen und Wehrda drin gewesen wäre, zeigte der darauffolgende Sieg gegen die SG Niederaula/Hattenbach. Auch wenn der Schlussspurt etwas zu spät kam – Siege in Niedergude und gegen Mecklar/Meckbach/Reilos ließen das Team noch einmal vom Sprung in die Play-offs träumen – ist man mit dem Erreichten zufrieden.

„Nach der schlechten Vorsaison war das für uns eine Steigerung. Unsere Mannschaft hat sich die Fitness erst in den Spielen geholt“, umschreibt Lübeck den schwachen Start. Insgesamt habe man eine solide Runde gespielt, auch wenn es am Ende nicht mehr für die Aufstiegsrunde reichte. „Bis zum Sommer werden wir noch mal richtig Gas geben“, ist sich der scheidende Trainer Denis Masic sicher. Masic fungiert noch bis zum Ende der laufenden Saison als Spielertrainer, ab dem Sommer übernimmt Cino Schwab vom Gruppenligisten Spvgg. Hosenfeld ebenfalls als Spielertrainer das Kommando.

„Wir hatten in der Vergangenheit schon mehrfach versucht, ihn als Spieler zu gewinnen, daher freut es uns sehr, dass er sich dazu entschieden hat, seine Trainerlaufbahn bei uns zu beginnen“, so Frank Henning und Lübeck aus dem Haunetaler Vorstandsteam zur Verpflichtung von Schwab, dessen fußballerische Fähigkeiten dem Team gut zu Gesicht stehen werden. Mehr als 140 Hessenliga- und fast 130 Verbandsliga-Einsätze bringt der Allrounder, der sich im Mittelfeld sowohl defensiv als auch offensiv wohlfühlt, mit.

In der Abstiegsrunde nicht mehr dabei sein wird Volodymyr Makovii, der sich dem SV Steinbach II anschloss. Da man ansonsten in der Breite gut aufgestellt sei, habe man in Richtung Neuzugänge nichts unternommen. „Im Sommer werden wir wieder aktiv werden, wobei wir vor allem auf unsere Jugend bauen“, sagt Lübeck. Ziel sei es, möglichst viele A-Jugendliche, die in den Seniorenbereich wechseln, in der ersten Mannschaft zu integrieren.

VfL Philippsthal

Mit zwei grandiosen Siegen startete der VfL in die Saison. Einem glatten 5:0 gegen den SV Steinbach II folgte ein 5:1 in Bosserode gegen die SG Wildeck. Danach kam es zu einem Einbruch mit vier Niederlagen in Folge, die Trainer Gerd Ruch dazu bewegten, sein Amt niederzulegen. Seinem Nachfolger Heiko Müller gelang es allerdings nur bedingt, dass VfL-Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Im Oktober ließen die Philippsthaler mit den Punkteteilungen gegen Hohe Luft und Weiterode aufhorchen, verpassten aber durch Niederlagen am drittletzten Spieltag gegen Heinebach und am letzten Spieltag gegen Friedewald/Ausbach eine bessere Ausgangposition für die Abstiegsrunde.

„Wir haben keine Angst, spielen gegen den Abstieg und müssen deshalb von Anfang an Gas geben“, sagt Markus Kranz, der zumindest bis zum Saisonende wieder einmal als Coach einspringt. Natürlich hatte man beim VfL andere Ziele, zumal in der Mannschaft mehr Qualität steckt als es die Platzierung aussagt.

Zwei Gesichter haben die Philippsthaler im Laufe der Vorrunde gezeigt, wie die Derbyniederlagen gegen Hohenroda und Friedewald sowie der Sieg gegen Mecklar/Meckbach/Reilos und das Remis gegen Hohe Luft belegen. „Die Erfolge zeigen, was das Team imstande ist, auf dem Platz umzusetzen. Da müssen wir in der Vorbereitung ansetzen“, legt Kranz den Finger in die Wunde.

Das Karussell dreht sich in Philippsthal: Marius Ruppel (rechts), hier im Spiel gegen Bebra, hat mit Markus Kranz nun schon den dritten Trainer in dieser Saison.
Das Karussell dreht sich in Philippsthal: Marius Ruppel (rechts), hier im Spiel gegen Bebra, hat mit Markus Kranz nun schon den dritten Trainer in dieser Saison. © Alicia Kreth

Dabei helfen werden die beiden Rückkehrer Andre Zimmermann und Till Bapistella, die verletzungsbedingt in der Vorserie schmerzlich vermisst wurden. „Mit ihrer Erfahrung werden sie unsere Offensive beleben“, ist sich Kranz sicher. In den vier Testspielen gegen Schlitzerland, Hönebach, Hohenroda und Dittlofrod/Körnbach, die alle im März vorgesehen sind, wird der Werrataler Max Schlossarek das Tor hüten, der Philip Stunz ablöst, welcher praktisch im Tausch zur SG Werratal wechselte.

Man habe nur sieben Spiele Zeit, was gut aber auch schlecht sein könne, daher habe er bewusst Gegner aus der Kreisoberliga und mit Hönebach einen Gruppenligisten für die Vorbereitung gewählt. „Damit meine Elf auch mal den Unterschied kennenlernt“, meint Kranz und hofft, danach entsprechend gerüstet zu sein.

Von Thomas Becker

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