Eintracht Baunatal geht beim 6:0 und 5:5 durch ein Wechselbad der Gefühle

Nervliche Anspannung: Die Baunataler Tischtennis-Spielerinnen Ievgeniia Vasylieva (links) und Polina Trifonova leiden an der Bande mit ihren Mannschaftskolleginnen. Foto:  Fischer

Baunatal. Zwar ist auch beim Tischtennis der Ball rund. Dass man mit Sepp-Herberger-Weisheiten aber nicht immer weiterkommt, bewiesen die Zweitliga-Damen von Eintracht Baunatal am Wochenende eindrucksvoll. Nach 90 Minuten nämlich war die Arbeit längst noch nicht getan.

Für den 6:0-Erfolg gegen den ATSV Saarbrücken benötigte das Team von Trainer Vladimir Kaprov 100 Minuten, für das 5:5-Unentschieden gegen den TTC Optolyth Wendelstein sogar 210.

Herberger hin oder her. Die Stimmung in Großenritte ist nach dem Heimspielwochenende gut. „Wir sind glücklich, dass wir drei von vier Punkten eingefahren haben“, kommentierte Abteilungsleiter Norbert Buntenbruch, der sich vor allem über die langen Ballwechsel freute. „Die machen als Zuschauer besonders Spaß.“

Gegen Saarbrücken legte der GSV den Grundstein zum Erfolg in den Doppeln. In spannenden Partien siegten Polonia Trifonova/Ievgeniia Vasylieva mit 3:1 gegen Schuh/Gonderinger und Alena Lemmer/Sonja Bott mit 3:2 gegen Adams/Herges. „An den Doppeln haben wir viel gearbeitet“, erklärte Coach Kaprov. Er freute sich über die Leistungssteigerung seines Teams. „Wir haben jetzt die anfängliche Unsicherheit abgelegt und sind in der Liga angekommen. Platz drei ist nach wie vor drin.“

Mit einem 6:0-Kantersieg hatten zwar weder die Mannschaft selbst noch die gut 70 Zuschauer in der Langenberg-Halle gerechnet. Aufgrund der konzentrierten Leistungen aber ging der Sieg - auch in dieser Höhe - in Ordnung. Im vorderen Paarkreuz hatten Trifonova gegen Schuh und Vasylieva gegen Gonderinger wenig Probleme, hinten kämpfte sich Alena Lemmer nach 0:2-Satzrückstand gegen Herges ebenso zurück ins Spiel wie Sonja Bott.

Gegen Wendelstein wären die Doppel den Baunatalerinnen fast zum Verhängnis geworden: Die Gäste punkteten mit Weikert/Schiel und Dodean/Stuckyte - wie schon gegen Busenbach - doppelt.

Vielleicht erinnerten sich die GSV-Damen in diesem Moment an Herbergers „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“: Nach den erfolglosen Doppeln jedenfalls punktete jede von ihnen mindestens einmal, Trifonova sogar doppelt. Der letzte Ball war wie schon am Samstag Sonja Bott vorbehalten: Sie behielt beim 13:11 im fünften Satz die Nerven gegen Stuckyte. Der Ball ist rund - und am Ende gewinnen meist die Baunatalerinnen.

Von Carina Mihr

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