Reifen-Pass und Verschwörungstheorie - Pirelli wehrt sich

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Pirellis Motorsport-Direktor Paul Hembery erklärte die Verteilung der Reifen auf die Teams. Foto: David Ebener

Suzuka (dpa) - Wenn rationale Erklärungen nicht ausreichen, sind Verschwörungstheorien nicht weit. Erst recht in der Formel 1. Die Frage nach dem Singapur-Einbruch von Mercedes treibt die Motorsport-Königsklasse auch in Japan weiter um.

Warum waren die sonst mit Abstand schnellsten, sprich die beiden Silberpfeile, auf einmal eineinhalb Sekunden langsamer als Ferrari und Red Bull? Warum kamen sie auf einmal mit den Reifen nicht zurecht? Etwa, weil sie bewusst nicht die gleichen Gummis bekamen wie die Konkurrenz?

Derartige Theorien veranlassten Reifenhersteller Pirelli zu einer ausführlichen Erklärung und Klarstellung. Rund 1700 Reifen werden pro Grand Prix im Werk im türkischen Izmit gefertigt. Jeder Reifen wird mit einem Barcode versehen, so etwas wie der "Reisepass" mit allen Information zu dem jeweiligen Reifen.

Danach werden die Pneus von Pirelli im englischen Didcot nach einem Zufallsprinzip in Viererpacks (zwei Vorder-, zwei Hinterreifen) zusammengepackt. Eine Liste davon geht wiederum an den Internationalen Automobilverband (FIA), der die Reifensätze den Teams zuordnet. "Welche Reifen welches Team bekommt oder wann sie benutzt werden, ist Job der FIA, sobald die Reifen einmal die Fabrik verlassen haben", betonte Pirellis Motorsport-Direktor Paul Hembery.

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