Rio verstärkt für Olympia Sicherheitsmaßnahmen

+
Das brasilianische Militär will allein in Rio 80 Flugzeuge einsetzen. Foto: Antonio Lacerda

Rio de Janeiro (dpa) - Nach dem Attentat in Nizza mit mehr als 80 Toten verstärkt Brasilien die Schutzmaßnahmen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

Interimspräsident Michel Temer beriet sich dazu mit führenden Vertretern des Sicherheitsapparats. Verteidigungsminister Raul Jungmann kündigte nach Angaben des Portals "O Globo" mehr Kontrollpunkte als mögliche Maßnahme an, um Attacken mit einem Lastwagen wie in Frankreich zu verhindern. Eine weitere Maßnahmen könnten mehr Absperrungen und Blockaden sein. Touristen und Bewohner müssen wegen diverser Sicherheitszonen mit Einschränkungen rechnen.

Mit Öffnung des Olympischen Dorfes am 24. Juli sollen zudem im Luftraum Einschränkungen gelten. Das Militär will allein in Rio 80 Flugzeuge einsetzen, es wird mit Sonderrechten zum Abschuss verdächtiger Objekte ausgestattet. Zudem werden verstärkt Aufklärungsdrohnen eingesetzt und auf dem Meer werden Marineschiffe patrouillieren. Insgesamt sollen 85 000 Sicherheitskräfte die am 5. August in Brasilien beginnenden Spiele schützen, darunter auch 38 000 Soldaten.

Brasilien steht bisher nicht im Fokus des islamistischen Terrorismus, während der Spiele sollen Spezialkräfte aus Dutzenden Ländern die brasilianischen Behörden unterstützen. Zuletzt gab es Hinweise aus Frankreich auf mögliche Anschlagspläne des Islamischen Staates gegen das französische Olympiateam. Bürgermeister Eduardo Paes verwies darauf, dass Brasilien in der Lage sei, die Sicherheit solcher Events zu garantieren. "Wenn Sie einen sicheren Ort im August besuchen wollen, kommen Sie nach Rio de Janeiro", sagte er dem Sender RJTV.

Aussagen Paes

Sicherheitsmaßnahmen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.