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Rosi Mittermaier: Klinik bedankt sich bewegend bei verstorbener Ski-Legende

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Von: Antonio José Riether

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Der Tod von Rosi Mittermaier bewegte besonders in ihrer Heimat viele Menschen. Auch die Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen trauert in einer bewegenden Botschaft um die Ski-Ikone.

Garmisch-Partenkirchen – Mehr als eine Woche ist bereits seit dem Tod der Ski-Legende Rosi Mittermaier vergangen, am 4. Januar erlag sie ihrer kurzen, schweren Krebserkrankung. Wie ihre Familie am Tag nach ihrem Tod mitteilte, sei „im Kreise ihrer Familie friedlich eingeschlafen“. Die Reaktionen auf die traurige Nachricht reißen seitdem nicht ab, auch an diesem Wochenende drückten zwei Einrichtungen ihre Anteilnahme aus.

Rosi Mittermaier: Deutscher Skiverband trauert um zweifache Olympiasiegerin

So schaltete der Deutsche Skiverband eine Traueranzeige in der Printausgabe der tz. „Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung“, leitete der Verband die emotionale Botschaft für den verstorbenen Wintersport-Star ein, berichtet merkur.de.

„Mit Rosi Mittermaier verliert die Skifamilie eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Rosi Mittermaier war eine Seele von Mensch. Wir trauern um ein großes Vorbild und sind in diesen schweren Stunden mit unserem Mitgefühl und unseren Gedanken bei ihr“, schrieb der DSV gemeinsam mit dem ‚Freunde des Skisports e.V. sowie der ‚Stiftung Sicherheit im Skisport‘. Doch nicht nur der Sportverband beklagte den Tod der zweifachen olympischen Goldmedaillengewinnerin von 1976.

Rosi Mittermaier verstarb im Alter von 72 Jahren
Rosi Mittermaier verstarb im Alter von 72 Jahren. © Angelika Warmuth/dpa

Rosi Mittermaier: Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen setzt rührende Trauerbekundung ab

So setzte auch eine medizinische Einrichtung eine spezielle Trauerbekundung für Mittermaier ab: die Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen. „Mit ganzem Herzen und herausragendem Engagement setzte sich Rosi Mittermaier stets für die Belange von chronisch kranken Kindern und deren Familien ein“, schrieb das Krankenhaus und bedankte sich für den jahrelangen karitativen Einsatz der gebürtigen Münchnerin.

„Unsere Patientinnen und Patienten waren ihr immer ein Herzensanliegen. Über mehrere Jahrzehnte unterstützte sie in vielfältiger Weise als Schirmherrin der Deutschen Kinderrheuma-Stiftung unsere Rheuma-Kinderklinik und begeisterte Kinder, Jugendliche, Eltern und Klinikteam bei zahlreichen Events und Aktionen“, hieß es weiter in der Zeitungsanzeige. „Wir werden ihr Andenken stets in Ehren halten. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrem Mann und ihrer Familie.“

Die Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen bedankte sich mittels einer Traueranzeige für Rosi Mittermaiers großes Engagement.
Die Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen bedankte sich mittels einer Traueranzeige für Rosi Mittermaiers großes Engagement. © tz München (Printausgabe vom Wochenende 14./15. Januar)

Rosi Mittermaier: Ski-Legende war bekannt für ihre soziale Ader

Mittermaier wurde nicht nur zweifache Olympiasiegerin sowie dreifache Olympiateilnehmerin, sondern gewann bei den Winterspielen auch eine Silbermedaille im Riesenslalom. Hinzu kamen drei Goldmedaillen bei Alpinen Skiweltmeisterschaften sowie zahlreiche individuelle Auszeichnungen, 1976 wurde sie etwa zu Deutschlands Sportlerin des Jahres gewählt. 2018 erhielt sie den Bayerischen Jahrhundert-Sportpreis für ihre Leistungen.

Neben ihren sportlichen Erfolgen war „Gold-Rosi“, wie sie aufgrund ihrer Medaillengewinne oft genannt wurde, für ihre soziale Ader bekannt. Im Jahr 1997 wurde sie etwa zur nationalen Botschafterin für Sport, Toleranz und Fair Play ernannt und engagierte sich in den Folgejahren vielseitig für gute Zwecke.

Die Schirmherrschaft der Deutschen Kinderrheuma-Stiftung übernahm sie etwa 1999, zudem engagierte sich die Mutter von Felix Neureuther als Botschafterin der Initiative gegen Knochenschwund. Auch die Christoffel-Blindenmission unterstützte sie gemeinsam ihrem Mann Christian Neureuther und reiste dafür unter anderem nach Nepal und Tansania. (ajr)

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