USA ist raus

Russland, Finnland und Schweden im Halbfinalisten der Eishockey-WM

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Russland setzte sich bei der Eishockey-WM im Viertelfinale gegen Tschechien durch. 

Die USA hatte die deutsche Gruppe als Erster beendet und dabei sogar Russland besiegt. Im Viertelfinale kam trotzdem das Aus. Der Rekordchampion und der Vorjahresfinalist spielen dagegen um die Medaillen.

Paris/Köln - Duell der Giganten im WM-Halbfinale: Rekordweltmeister Russland und Titelverteidiger Kanada treffen bereits in der Vorschlussrunde der Eishockey-Weltmeisterschaft aufeinander. Während die Sbornaja in der Runde der letzten Acht in Paris Tschechien mit 3:0 (2:0, 0:0, 1:0) besiegte, schlugen die Ahornblätter wenig später in Köln Gastgeber Deutschland mit 2:1 (1:0, 1:0, 0:1) und fordern am Samstag (19.15 Uhr/Sport1) den 27-maligen Champion im Kampf um den Einzug ins Endspiel am Sonntag.

Im zweiten Halbfinale (15.15 Uhr/Sport1) bekommt es Vizeweltmeister Finnland, der die USA mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) aus dem Turnier warf, mit Schweden zu tun. Die Schweden bezwangen die Schweiz mit 3:1 (1:1, 1:0, 1:0) und greifen in diesem Jahr einmal mehr nach ihrer zehnten Goldmedaille. NHL-Star Nicklas Bäckström (5.) von den Washington Capitals hatte zur Führung getroffen, ehe Gaetan Haas (13.) ausglich. Jungstar William Nylander (34.) von den Toronto Maple Leafs und Alexander Edler (44.) von den Vancouver Canucks besorgten die weiteren Treffer der Skandinavier.

Finnland will sich indes zum ersten Mal seit 2011 die WM-Krone aufsetzen. "Wir hatten schon in der Vorrunde Druck. Wir wussten also jetzt, wie wir damit umgehen müssen", sagte Finnlands Jungstar Sebastian Aho von den Carolina Hurricanes: "Wir haben viel Energie, ruhen uns jetzt einen Tag aus und sind dann bereit für das Halbfinale."

In einem zerfahrenen Spiel mit wenig Torchancen nutzten die Finnen zu Beginn des zweiten Durchgangs durch NHL-Profi Mikko Rantanen (22.) von Colorado Avalanche eine Überzahl zur Führung gegen die Amerikaner. Joonas Kemppainen (47.) besiegelte nach herrlicher Kombination mit Aaltonen vor 8968 Zuschauern die Pleite der amerikanischen NHL-Auswahl. Die Finnen stehen zum sechsten Mal in sieben Jahren unter den besten Vier.

Für die USA um Jungstar Johnny Gaudreau endet nach der zweiten Turnierniederlage der Höhenflug etwas überraschend. Der 1:2-Auftaktpleite gegen Gastgeber Deutschland hatte das Team von Trainer Jeff Blashill in der Vorrunde sechs Siege und den Gruppensieg folgen lassen. Trotzdem geht das Warten auf den ersten Titel seit 1960 weiter. Grund für das Ausscheiden war vor allem die starke Verteidigung der Finnen. "Sie haben defensiv einen guten Job gemacht und die neutrale Zone gut abgedeckt", sagte US-Torwart Jimmy Howard.

Wie Finnland kamen auch die Russen gegen Tschechien durch ihre NHL-Stars zum Sieg. Dmitri Orlow (9.) von den Capitals, Nikita Kutscherow (14.) von Tampa Bay Lightning und Artemi Panarin (54.) von den Chicago Blackhawks erzielten vor 6209 Besuchern in Paris die Tore für Russland, das nach der Gruppenphase für die Runde der letzten Acht von Köln in die französische Hauptstadt umgezogen war.

"Sie waren uns im ersten Drittel etwas überlegen, aber das zweite war in Ordnung. Wir haben uns an die Bedingungen gewöhnt und gut gespielt", sagte Stürmer Sergej Andronow. Tschechien verpasste die Chance, wie 2001 und 2010 in Deutschland den WM-Titel zu holen. Die Russen dürsten mit ihrem lautstarken Fans im Rücken nach dem ersten WM-Gold seit drei Jahren. Bei den vergangenen beiden Turnieren hatte Kanada triumphiert.

dpa

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