Sänger, Bier und Torwarttore: Die Netzschau des Fußball-Wochenendes

„Macht keinen Scheiß!“ Die Warnung von Kölns Trainer Peter Stöger (vorne rechts) zeigte keine Wirkung. Seine Spieler um Torjäger Anthony Modeste (vorne Mitte) versorgten ihn noch auf der Pressekonferenz mit Bier – in Form einer Dusche. Fotos:  dpa

Kassel. Ein Trainer geht am Mikrofon fremd, eine Sängerin verzögert das Spiel, in Köln regnet es Bier, in Bayern sorgt ein Österreicher für den absoluten Wahnsinn und in Frankreich wird es unglaublich.

Fünf außergewöhnliche Dinge - zusammengefasst in einer Netzschau des Fußball-Wochenendes:

1. Der Trainer singt: Nein, die beste Mannschaft von „Ürooopas“ werden die Bayern in diesem Jahr nicht mehr. Und auch die Münchner Muttis bekamen am Samstag keinen Gruß vom Rathausbalkon am Marienplatz. Dafür trat für die Anhänger des Deutschen Rekordmeisters zur Feier der 27. Meisterschaft statt des Feierbiestes Louis van Gaal der 57-jährige Opernsänger Carlo Ancelotti auf.

Der Trainer schnappte sich das Mikrofon und gab ein italienisches Ständchen. Ungeahnte Talente, die der Coach da zeigte. Nach 30 Sekunden war der Spaß vorbei.

2. Die Teams warten: Gesungen wurde vorab auch schon in der Halbzeitpause der Partie der Bayern gegen Freiburg - Popstar Anastacia trat auf. Natürlich im neuen Trikot des Meisters. Blöd nur, dass das Timing nicht so ganz passte. Also das der Sängerin schon, aber als die Teams aus der Kabine kamen, da trällerte Anastacia immer noch. Dann musste die Bühne noch abgebaut werden. So warteten alle minutenlang auf dem Platz, bis Halbzeit zwei starten konnte. Und für Freiburg ging’s ja noch um was.

3. Der Coach warnt: Sportlich hat Kölns Trainer Peter Stöger seine Jungs im Griff gehabt - das beweist der starke fünfte Platz inklusive Qualifikation für die Europa League. Am Samstag haben seine Spieler dann aber nicht mehr auf ihn gehört. Noch auf der Pressekonferenz gab es einen blitzartigen Überfall auf den Coach - samt Bierdusche. So wie es sich gehört. Dabei hatte der Österreicher noch gewarnt: „Macht keinen Scheiß!“ Es half nichts. Stöger wird es verschmerzen können. Er ist ja einer, der Spaß versteht. Hier geht es zu dem Video.

4. Der Torwart trifft: Stöger war allerdings nicht der einzige Österreicher, der für Furore sorgte. Doch für den anderen muss der Blick nach unten gerichtet werden - bis in die Regionalliga Bayern. Dort stand der TSV Buchbach kurz vor dem Abstieg. Doch dann kam die 96. Minute, dann kam Torwart Alexander Strobl aus Österreich. Der köpfte in dieser Minute einen Freistoß zum 3:2 ins Netz. Klassenerhalt! Wahnsinn! Das Video dazu gibt es hier.

5. Die 96. Minute, Teil zwei: Das war aber nicht die einzige unglaubliche Geschichte in Minute 96. In der zweiten französischen Liga konnten vor dem letzten Spieltag noch sechs Teams aufsteigen. Unter ihnen der SC Amiens. Bis zur 96. Minute stand es in Reims 1:1. Amiens wäre dadurch auf den sechsten Platz zurückgefallen, weil alle Konkurrenten siegten. Doch dann kam Emmanuel Bourgaud - 2:1. Das ist Fußball. Einfach schön. Das Video gibt es hier.

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