3:2-Heimsieg gegen Augsburg – keine Münchner Sternstunde gegen Köln

Schalke jubelt über Platz zwei: Unsere Schnellcheck-Konferenz

Schalker Freude: Franco Di Santo (von links), Daniel Caligiuri, Guido Burgstaller und Amine Harit bejubeln das zwischenzeitliche 1:0 gegen Augsburg. Foto:  dpa

Der 16. Spieltag in der Fußball-Bundesliga, zweiter Teil - an einem Abend, an dem es über Deutschland Hunderte Sternschnuppen regnen sollte. Da sollen ja bekanntlich Wünsche wahr werden. Unsere Schnellcheck-Konferenz:

Ließ der Fußball-Mittwoch irgendwelche Wünsche offen?  

Nun ja, in den vier Spätspielen passierte im Verlauf der ersten Hälfte eigentlich nicht chrchrchrchrchr - Tschuldigung! Kurz weggenickt. Hätten Berlins Salomon Kalou und Schalkes Franco Di Santo nicht noch kurz vor der Pause getroffen, wäre die Gefahr groß gewesen, den Wiederanpfiff zu verschlafen. Selbst in München schafften es die Bayern in den ersten 45 Minuten nicht, gegen Köln ein Törchen zu erzielen - trotz 87 Prozent Ballbesitz.

Hat es denn in der Allianz-Arena noch Tore geregnet? 

Mal kurz vorweg: Die Personalsorgen beim FC sind inzwischen so groß, dass Lukas Klünter als einzige Spitze auflief. Der Mann ist eigentlich Rechtsverteidiger. Doch die Kölner hielten das 0:0 - bis zur 60. Minute. Dann war Robert Lewandowski zur Stelle nach feiner Vorarbeit von Jerome Boateng und Thomas Müller. 1:0. Dabei blieb es. Sagen wir es vorsichtig: Da hätten wir doch eher mit einer Münchner Sternstunde gerechnet.

Wie viel funkelte denn im Spiel zwischen Schalke und Augsburg? 

Sterne hat auf Schalke niemand gesehen. Denn das Dach der Veltins-Arena war geschlossen. Zäh war es zudem im ersten Durchgang. Nur Di Santo sorgte für einen Lichtblick, als er per Hacke die 1:0-Führung markierte (44.). Und dann: Plötzlich entwickelte sich ein spannendes Fußballspiel. Erst ließ Guido Burgstaller die Schalker erneut jubeln (47.). Augsburg kam aber zurück: Caiuby sorgte per Kopf für den 1:2-Anschluss aus Sicht der Gäste. Und dann bekam der FCA nach Einsatz des Videoassistenten einen Foulelfmeter zugesprochen: Tor durch Gregoritsch - 2:2 (79.). Doch kurz darauf leuchtete es wieder königsblau auf der Anzeigentafel auf: Caligiuri verwandelte einen Strafstoß zur neuerlichen Führung. Damit: Sieg und Platz zwei.

Das 2:0 in Berlin: Herthas Salomon Kalou (von links), Hannovers Waldemar Anton und Torwart Philipp Tschauner blicken dem Ball hinterher. Foto:  dpa

Und wer hatte in Berlin lichte Momente? 

Die Frage ist schnell beantwortet: Kalou. Der Mann von der Elfenbeinküste führte die Berliner Hertha zum 3:1-Heimsieg über Hannover 96. In der elften Minute verwertete er per Flugkopfball eine Vorlage von Pekarik, kurz vor der Pause schlug Kalou erneut zu, als er die Konfusion im Strafraum der Niedersachsen bestrafte (45.). Zwar kam 96 noch einmal durch Bebou heran (65.), aber mit dem 3:1 durch Torunarigha war das Spiel entschieden (83.).

Hat sich für ein Team ein Wunsch erfüllt? 

Auf jeden Fall für Bayer Leverkusen. Mit dem 1:0-Erfolg gegen Werder Bremen sprang die Werkself auf den vierten Tabellenplatz - und der würde reichen für einen Start in der Champions-League-Qualifikation. Das goldene Tor schoss Lucas Alario (11.). Die Bremer hatten insgesamt nicht viel zu bieten. Nur Maximilian Eggestein, vom Sternzeichen Schütze, zwang Schlussmann Bernd Leno zu einer Glanztat (32.).

Gab es denn auch einen Aufreger? 

Ja - und für den sorgte Bremens Ludovic Sané. Der Verteidiger hatte im Zweikampf den Fuß dort, wo andere die Halskette tragen. Er erwischte Leon Bailey mit den Stollen am Nacken. Es hätte eine Gelbe Karte, in seinem Fall den Gelb-Roten Karton, geben müssen. Doch Schiedsrichter Tobias Stieler beließ es bei einer Ermahnung. Kurz darauf nahm Werder-Coach Florian Kohfeldt den Mann aus dem Senegal vorsorglich vom Feld.

Wie war die Konferenz bei Sky? 

Also an einem Abend, wo viele Menschen gen Himmel schauten, entdeckte auch Kommentator Martin Groß etwas Außergewöhnliches: „Guido Burgstaller ist für mich ein Phänomen.“ Klar, es waren erst ein paar Minuten gespielt - und der Österreicher hatte schon für mächtig Gefahr im Augsburger Strafraum gesorgt. Kurz nach dem Wechsel gelang Burgstaller dann auch ein phänomenaler Abschluss. Es war sein siebter Saisontreffer.

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