Schnellcheck zur Champions League: Spektakel gibt es nur in Leipzig

Die drei Torschützen für Leipzig: (von links) Willi Orban, Emil Forsberg und Jean-Kévin Augustin. Fotos:  dpa

Die in der Champions League bislang sieglosen Fußball-Teams aus Dortmund und Leipzig mussten liefern. Im Osten Deutschlands klappte das gegen den FC Porto. Der BVB enttäuschte dagegen auf Zypern bei Apoel Nikosia. Unser Schnellcheck.

Auf welchem Platz war zuerst etwas los? 

Ganz klar: in Leipzig. Das Spiel war vom Start weg ein Spektakel. Noch vor dem Anpfiff kamen Fragen auf, weil Portos Trainer Sérgio Conceicao die Torwartlegende Iker Casillas auf die Bank gesetzt hatte. Keiner wusste so richtig warum eigentlich.

Und in der achten Minute werden die Fragezeichen größer. Denn einen Schuss von Leipzigs Bruma lässt sein Vertreter José Sá nach vorn abprallen. Jean-Kévin Augustin stochert nach, dann kommt Kapitän Willi Orban. 1:0. Leipzig macht Tempo, Leipzig macht richtig Spaß - kassiert aber in Minute 18 den Ausgleich. Ein Einwurf wird zweimal mit dem Kopf verlängert, Vincent Aboubakar nimmt den Ball volley und trifft.

Dann sind aber wieder die Leipziger dran - in Person von Emil Forsberg. Der nimmt einen tollen Pass von Marcel Sabitzer im Strafraum an, dreht sich und schiebt zur erneuten Führung ein (38.). Zwei Minuten später spielt Augustin einen Doppelpass mit dem Gegner und ist auf einmal allein vor dem Kasten. 3:1. Pause? Nein. In der 44. Minute verkürzt Portos Ivan Marcano nach einem Freistoß wieder auf 3:2. Dann ist aber Pause. Durchatmen.

Was passierte unterdessen auf Zypern? 

Dort war der BVB im Einsatz gegen den Hauptstadtklub Apoel Nikosia. Als Sky-Kommentator Jörg Dahlmann mal wieder an der Reihe war, sagte er: „Was Sie hier sehen, ist typisch für dieses Spiel. Es passiert eigentlich nichts. 0:0 steht es nach 45 Minuten.

Dann lieber wieder zurück nach Leipzig. Was war da in der zweiten Halbzeit los?

Die Partie war weiterhin schnell, spannend und chancenreich. Beide Teams hatten ihr Pulver aber verschossen. Es blieb beim knappen Sieg für den Bundesligisten. Der erste in der Königsklasse überhaupt.

Blieb es auf Zypern denn komplett torlos? 

Nein. Aber es wurde zunächst auch nicht besser für den BVB. Als Dahlmann gerade flucht, die Dortmunden sollen doch aufhören, so einen Mist zu spielen, da patzt Torwart Roman Bürki. Zunächst spielt er einen Fehlpass direkt auf Nikosias Ebecilio. Dessen Schuss lässt er auch noch abprallen. Der Ex-Dresdner Mickael Poté staubt ab. Rückstand in Nikosia.

Der BVB schlägt aber schnell zurück. Fünf Minuten später köpft Sokratis eine Mario-Götze-Flanke ins Tor. Die Hoffnung lebt wieder. Aber irgendwie ist es an diesem Abend nicht das Borussia Dortmund, das in der Bundesliga schon so oft begeisterte in diesem Jahr. Kurz vor Schluss köpft Pierre-Emerick Aubameyang noch mal an den Pfosten. Mehr kam aber nicht. 1:1.

Trafen beide: Mickael Poté (links) und Sokratis.

Wie war die Deutsche Konferenz bei Sky? 

Zweigeteilt. Logisch bei zwei Partien. Aber auch das Niveau der Kommentatoren war sehr unterschiedlich. Dahlmann verzierte die Langeweile auf Zypern mit seinen „Huppalas“ und „Huis“. So ein bisschen hatte man das Gefühl, man sei in der Kinderkrippe Fulleknirpse gelandet.

Kai Dittmann hatte in Leipzig nicht nur das bessere Spiel, sondern auch den besseren Tag erwischt. Als die Kamera in der ersten Hälfte auf den gähnenden Leipziger Sportdirektor Ralf Rangnick schwenkte, da sagte er: „Ja, der arbeitet 24, 25 Stunden am Tag. Aber bei dem Spiel kann man doch nicht schlafen.“ Mathematisch fragwürdig, aber unterhaltsam.

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