25:21 gegen Slowenien

Schnellcheck: Deutsche Handballer kontrollieren das Geschehen

Volle Kraft voraus: Kapitän Steffen Weinhold (rechts) setzt sich gegen Sloweniens Matej Gaber durch. Foto:  dpa

Kassel. Jubel bei den deutschen Handballern: Dank einer souveränen Vorstellung hat die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson 25:21 (12:10) gegen Slowenien gewonnen und den Einzug in die Hauptrunde der Europameisterschaft perfekt gemacht.

Unser Schnellcheck zum dritten EM-Spiel der DHB-Auswahl:

Wie lief die Begegnung in Breslau gegen Slowenien?

Es war das erwartete Kampfspiel. Nichts für Ästheten, hier wurde Handball gearbeitet - zur Pause stand es gerade mal 12:10. Es spricht für die junge deutsche Mannschaft, dass sie engagiert und konzentriert zu Werke gegangen ist. Vor allem in der zweiten Halbzeit hat sie das Geschehen kontrolliert und den Vorsprung nicht mehr aus der Hand gegeben.

Der Start verlief aber alles andere als optimal. In den ersten zehn Minuten kassierte Christian Dissinger zwei Zeitstrafen - das nutzten die Slowenen aus und zogen auf 5:2 davon (10. Minute). Doch das deutsche Team berappelte sich, und nach einem Doppelschlag von Kreisläufer Jannik Kohlbacher stand es 6:5 (16.). Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dessen Verlauf sich die deutsche Mannschaft nach dem Treffer von Linksaußen Rune Dahmke 11:9 (26.) und erstmals mit drei Toren absetzte.

Der 22-jährige Kieler war es auch, der mit seinen beiden Treffern zu Beginn der zweiten Hälfte den Vorsprung auf 14:10 ausbaute (34.). Ein gutes Polster. Und dank einer überzeugenden Abwehrleistung ließ sich die DHB-Auswahl den Vorsprung dann nicht mehr nehmen.

Gab es etwas zu meckern am Spiel der Deutschen?

Allerdings. Vor dem gegnerischen Kasten agierte Sigurdssons Truppe zu harmlos. Dahmke, Fabian Wiede, Tobias Reichmann und, und, und - klarste Chancen blieben ungenutzt. Die Vorentscheidung hätte viel früher fallen können - ja, müssen.

Wer war der Spieler des Abends aus deutscher Sicht?

Dieses Mal war es nicht Keeper Andreas Wolff. Der Wetzlarer spielte von Beginn an und hielt ordentlich. Eine Gala-Vorstellung wie gegen Schweden gelingt halt nicht jeden Tag. Carsten Lichtlein kam im Verlauf der zweiten Halbzeit ins Tor. Ansonsten hat sich Steffen Weinhold Bestnoten verdient. Der Kapitän übernahm Verantwortung und trieb die Mannschaft an. Alles in allem bestach das Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Und wie schlug sich Melsungens Johannes Sellin?

Der MT-Rechtsaußen warf sein erstes EM-Tor - das 24:18 in der 57. Minute. Außerdem holte er einen Siebenmeter heraus, den Reichmann zum 20:15 verwandelte (49.). Anders als zuvor bekam Sellin mehr Einsatzzeit. Der 25-Jährige wurde im letzten Drittel der ersten Hälfte eingewechselt und spielte bis zum Ende durch. Weil die deutsche Mannschaft generell sehr selten über die Außenpositionen angriff, konnte sich Sellin - außer in den erwähnten Situationen - nur wenig in Szene setzen.

Wie war die TV-Übertragung im ZDF?

Ähnlich wie die Leistung der deutschen Mannschaft: souverän. Besonderes Plus: Zwischendurch kommentierte Experte Christian Schwarzer. Das war richtig gut.

Mit wem hat es die deutsche Auswahl nun zu tun?

Deutschland nimmt zwei Punkte mit in die Hauptrunde. Dort trifft sie auf Dänemark, Russland und Ungarn.

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