Der Dortmunder Borussia ist die Aufholjagd gelungen

Schnellcheck: 4:0 gegen Benfica Lissabon - Dortmund gelingt die Wende

Der Lupfer zum 2:0: Christian Pulisic trifft gegen Lissabon mit Torwart Ederson.

Kassel. Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund steht im Viertelfinale der Champions League. Nach dem 0:1 bei Benfica Lissabon besiegte die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel die Portugiesen im heimischen Westfalenstadion mit 4:0.

Ist der Dortmunder Borussia die Aufholjagd gelungen? 

Aber hallo - und das deutete sich früh an. Die Dortmunder begannen, als ob sie schon nach zehn Minuten den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen wollten. Ecke in Minute drei durch Ousmane Dembele (19), Kopfballverlängerung von Christian Pulisic (18), dem Ersatz für den verletzten Marco Reus, und dann: Kopfball Pierre-Emerick Aubameyang (27) - schon hatte Dortmund das 0:1 aus dem Hinspiel ausgeglichen. Die Borussia drängte weiter, wurde aber mit zunehmender Dauer immer ungenauer im Spiel nach vorn.

Mehr noch: Nach einer guten halben Stunde kam auch Benfica ins Spiel. Nichts wurde es mit klaren Verhältnissen schon vor der Pause. Der BVB hatte sogar Glück, dass Dembele nicht mit Gelb-Rot vom Platz flog.

Nach dem Wechsel näherte sich der BVB wieder mehr dem 2:0 an. Das fiel schließlich nach einer knappen Stunde - und wie: Nach einem Traumpass von Lukasz Piszczek lupfte Christian Pulisic den Ball so geschickt über Benficas Torwart Ederson, dass dessen Smiley-Tattoo wohl kurzzeitig anfing zu heulen.

Keine zwei Minuten machte die Borussia den Deckel drauf. Marcel Schmelzers mustergültige Eingabe verwertete Pierre-Emerick Aubameyang - 3:0, sein zweiter Treffer. Kein Vergleich zum Hinspiel, als der Gabuner einen Elfmeter vergab und das Tor wohl auch dann nicht getroffen hätte, wenn die Portugiesen ihm den Ball auf die Torlinie gelegt hätten. Jetzt sorgte er für die Entscheidung - und für die Zugabe kurz vor Schluss, persönlicher Dreierpack, 4:0. Der Abschluss einer berauschenden Aufholjagd.

Wer war der Mann des Abends? 

Sagen wir es mal so: Ein Sonderlob erhält heute einmal die zuletzt kritisierte Südtribüne. Diesmal machte sie mit einer beeindruckenden Choreografie auf sich aufmerksam. Sie erinnerte an das bisher einzige Heimspiel der Dortmunder gegen Benfica Lissabon im Jahr 1963. Stadion Rote Erde. 42 000 Zuschauer. 5:0. Das schien die heutigen Borussen zu beflügeln, auch wenn es kein 5:0 wurde. Nicht ganz zumindest.

Ansonsten hat sich Christian Pulisic ein Smiley verdient. Der Junge ist ja erst 18 und spielt schon so abgeklärt, als habe er 100 Länderspiele für die USA absolviert. Und wer jetzt an dieser Stelle Aubameyang vermisst: Wäre ja langweilig, oder?

Was machte im Ruhrpott der Grieche vom Niederrhein, der jetzt für Lissabon spielt? 

Kostas Mitroglou ist in Griechenland geboren, in Deutschland aufgewachsen und nun wichtigster Torschütze von Benfica. Diesmal war kaum etwas von ihm zu sehen. Aus Dortmunder Sicht: gut so.

Wie war die Übertragung im ZDF? 

Okay, wobei Experte Oliver Kahn vor dem Spiel damit überraschte, wie er an die Sache herangehen würde: „Mit Geduld voll auf Angriff.“ Ist klar.

Die Frage ist dann nur, ob es sich auch voller Ungeduld nur auf Abwehr spielen lässt. Aber das ist dann etwas fürs nächste Trainerseminar. Kommentator Béla Réthy meinte dann, Dortmund habe für die Offensive so gut wie keine Alternative.

Es saß mit André Schürrle halt nur einer auf der Bank, der mal ziemlich entscheidend an einem sehr wichtigen Tor beteiligt war. Aber: geschenkt.

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