1:1 in Kopenhagen

Schnellcheck zum Länderspiel gegen Dänemark: Traumtor beim Debütantenball

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Erzielte den Ausgleich per Fallrückzieher: Joshua Kimmich vom FC Bayern München glich spät zum 1:1 für Deutschland im Test gegen Dänemark aus. Die Dänen Jannik Vestergaard (links) und Jens Stryger (rechts) können nur noch zuschauen.

Kopenhagen. Es war ja nur in aller Freundschaft: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat gegen Dänemark 1:1 gespielt. Die Partie im Schnellcheck.

Wie war es denn, das Spiel in Kopenhagen? 

Nun ja, man sah, dass vieles nicht passte im Spiel einer deutschen Mannschaft, die so noch nie zusammenspielte. Und so sicher auch nie wieder zusammenspielen wird. Andererseits sorgte das auch für viele unterhaltsame Szenen. Ein Langweiler war das Spiel jedenfalls nicht. Und das lag nicht nur an den Eckfahnen und Kapitänsbinden in Regenbogenfarben. Ein Zeichen beider Teams gegen Homophobie.

Am Ende war es eine Kette von Fehlern, die der Partie richtig Fahrt verlieh. Schwieriger hoher Ball von Joshua Kimmich auf Matthias Ginter. Der lässt noch schwieriger abtropfen auf Antonia Rüdiger. Der Verteidiger vom AS Rom macht es dem Dänen Christian Eriksen mit einem zu kurzen Klärungsversuch per Kopf dann leicht. Schöner Distanzschuss. 0:1 (18.).

Der Rückstand war aber der Startschuss für eine offene erste Hälfte mit einigen Möglichkeiten - auf beiden Seiten. Aus Platzmangel nennen wir nur die besten der DFB-Elf. Sandro Wagner verpasst knapp nach Flugkopfball-Vorlage von Kimmich (20.). Doppelrechtsschuss von Linksfuß Jonas Hector (30.). Der dreifache Leon Goretzka (31., 32., 33.), der immer wieder am starken dänischen Torwart Frederik Rönnow scheiterte.

So ging es in der zweiten Hälfte munter weiter. Immer wieder stand Rönnow den Schüssen der Deutschen im Weg. Bis zur 88. Minute. Da hatte der kleine Kimmich seinen großen Auftritt. Der Münchner brachte den Ball hinter die Linie. Und wie! Fallrückzieher! Nicht schlecht. So endete die Partie mit einem Traumtor - und 1:1.

Wurde die deutsche Aufstellung zum Debütantenball?

Nicht ganz. In der Startaufstellung standen mit Torhüter Kevin Trapp sowie den Offensivkräften Lars Stindl und Sandro Wagner drei Neulinge. Insgesamt waren ja sieben im Kader. Und Bundestrainer Joachim Löw nutzte den Test.

Als vierter Neuling kam Amin Younes von Ajax Amsterdam nach 66 Minuten in die Partie. Zehn Minuten später feierte der Hoffenheimer Kerem Demirbay seinen Einstand. Marvin Plattenhardt von Berlin durfte auch noch. Nur Diego Demme muss sich noch gedulden. So wurde es dann doch ein Debütantentänzchen.

Gab es jemanden, der besonders auffiel?

Bei den Feldspielern stach keiner so wirklich heraus - abgesehen vom Tor Kimmichs natürlich. Aber Trapp, der das erste Mal das deutsche Tor hütete, der machte das richtig gut, sorgte mit einigen Paraden dafür, dass der Rückstand sich zwischendurch nicht vergrößerte. Da hatten andere in der Vergangenheit weniger Glück. Auf der Ersatzbank saß übrigens Marc-André ter Stegen. Also nur so am Rande.

Und wie war die Übertragung im TV?

Im ZDF spielte anfangs ein Mann eine Rolle, der eigentlich erst einmal keine Rolle spielte: Shkodran Mustafi. Der Defensivspieler aus Bebra stand nicht in der Startaufstellung, rückte trotzdem kurz in den Blickpunkt. Beim Aufwärmen tunnelte er unbeabsichtigt ZDF-Reporter Jochen Breyer, der, ins Gespräch mit Experte Sebastian Kehl vertieft, den Ball nicht kommen sah. Und dann feststellte: „Ich bin gerade getunnelt worden.“

Reporter Béla Réthy kam ohne Tunnel davon, nicht aber ohne lustigen Versprecher. Über die Spielvorbereitung sagte er: „Es gab ein kurzes Video-Couching.“ Wir müssen uns nun vorstellen, wie die Nationalspieler in kurzen Hosen mit Chips und Cola in der Hand auf dem Sofa Videos geguckt haben. Also ob das die beste Vorbereitung ist?

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