Nach 5:3 gegen Gary Anderson

Darts WM in London: Rekordsieger Taylor steht im Halbfinale

Steht bei der Darts-WM im Halbfinale: Phil Taylor. Foto: dpa

Die Darts-WM geht in die heiße Phase. Dabei mischt weiter der Rekordchampion mit. Unser Schnellcheck vom Viertelfinale zwischen dem 16-fachen Weltmeister Taylor und dem Weltranglistendritten Anderson.

Darf Phil Taylor weiter vom 17. WM-Titel träumen?

Ja. Bei seinem letzten Turnier seiner langen Karriere zog der Engländer durch ein 5:3 gegen den Schotten Gary Anderson in die Vorschlussrunde in. Damit ist weiterhin ein Finale (Neujahrstag, ab 20 Uhr, Sport 1) mit dem Weltranglistenersten Michael van Gerwen möglich, da sich der Niederländer zuvor gegen seinen Landsmann Raymond van Barneveld knapp mit 5:4 behauptete und somit ins Halbfinale gegen Rob Cross einzog.

Wie verlief denn das Viertelfinal-Duell?

Taylor zeigte vom Anwurf weg die nötige Präsenz. Früh sangen sich seine Fans ins „Taylor-Wonderland“. Kein Wunder, schon im ersten Durchgang des ersten Satzes versenkte der 57-Jährige bei einer Aufnahme einmal alle drei Pfeile im Feld der Triple-20 - macht 180 Zähler. Mehr geht nicht.

Anderson spielte recht ordentlich, aber es gelang ihm nie, für Unruhe im Wunderland zu sorgen. Im Gegenteil, Taylor ließ seinen zehn Jahre jüngeren Widersacher bisweilen alt aussehen. Bezeichnend: Der Rekordgewinner entschied sechs Spiele in Folge für sich und zog dadurch vorentscheidend auf 4:1 Sätze davon.

Danach wehrte sich Anderson tapfer - und kam noch einmal heran. Doch um 23.49 Uhr (mitteleuropäische Zeit) machte Phil „The Power“ Taylor alles klar.

Gab es denn einen besonderen Moment im Wettkampf?

Aber hallo! Bei 1:0-Satzführung kehrte Taylor nach kurzer Pause nicht auf direktem Weg auf die Bühne zurück. Er hielt kurz bei einem Fernsehmann, zog sich dessen Kopfhörer über und blickte durch die Kamera auf die begeisterten Massen im Alexandra Palace, dem Ally Pally. Wenn man so will: die Lockerheit eines 16-fachen Weltmeisters.

Mit wem bekommt es Taylor nun zu tun?

Jamie Lewis. 26 Jahre alt. Kannten bislang nur die wenigsten. Lediglich die Nummer 46 der Welt. Durfte überhaupt nur deshalb bei der WM starten, weil kurzfristig ein Platz frei wurde. Der junge Waliser schaltete bereits den Weltranglisten-Zweiten Peter Wright aus. Heute wartet auf ihn wieder ein ganz Großer der Szene (ab 20 Uhr/Sport 1).

Wie war die Übertragung bei Sport 1?

Von Kommentator Elmar Paulke blieb vor allem ein Satz in Erinnerung: „Das Märchen geht weiter.“ Dem ist absolut nichts hinzuzufügen.

Von Björn Mahr

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