ZDF-Sportstudio: Schubert scheitert nur an der Torwand

Unterhaltsamer Gast im Sportstudio: André Schubert.

Kassel. Es geht also doch: André Schubert ist schlagbar – wenn auch nur an der Torwand des ZDF-Sportstudios. Der 44-Jährige unterlag am Samstagabend gegen den Zuschauerkandidaten und gegen Tennisstar Andrea Petkovic, die gar ohne Schuhe einmal mehr traf als Schubert – ganze einmal.

Nun ja, André Schubert wird es verkraften. Vielleicht ist es ihm sogar ganz recht, dass ihm nicht alles gelingt, nachdem irgendwelche Witzbolde ihn kürzlich – in Anlehnung an The Special One und The Normal One – schon The Alles Ge-One getauft hatten.

Schuberts Aufstieg ist auch ohne Treffer an der Torwand beeindruckend genug: Unter ihm als Trainer verlor Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach kein einziges Bundesligaspiel, in der Champions League hielt sein Team gegen die Großen mit. Der Mann aus Nordhessen ist aus einer Interimslösung zu einer Dauerlösung geworden – und zu einem gefragten Gesprächspartner. Es wird ja auch nicht jeder nach nur neun Bundesligapartien als Trainer ins Sportstudio eingeladen.

Hinweis:

Hier können Sie Schuberts Auftritt im Sportstudio und das Torwandschießen ansehen.

Schubert aber ist interessant und unterhaltsam genug. Er ist einer, der auch in einem Fernsehstudio und mit schwarzem Poloshirt statt grünem Kapuzenpulli die richtige Mischung findet aus Witz, Überzeugung und Zurückhaltung. Schubert lobt die Mannschaft und seinen Vorgänger Lucien Favre. Er ist mittlerweile aber auch selbstbewusst genug, indirekt auf seinen Anteil am Erfolg hinzuweisen. Das klingt durch, wenn er über die Veränderungen nach dem Trainerwechsel hinweist.

Schubert verliert sich nicht in Floskeln, er spricht klar und erdet den Fußball. Als Moderator Sven Voss von einem katastrophalen Rückpass des Gladbachers Lars Stindl beim 3:3 in Hoffenheim spricht, hakt Schubert ein und sagt: „Katastrophal ist gerade in diesen Tagen etwas anderes für mich.“ Und als er verraten sollte, was auf den Zetteln stand, die er in der Schlussphase verteilen ließ, scherzte Schubert: „Dass Lars keine Rückpässe mehr spielen soll.“

Schubert bestätigt bei seinem ersten Auftritt im Sportstudio den Eindruck, den langjährige Beobachter gewonnen haben: dass er souveräner und lockerer geworden ist. Das scheint allen gut zu bekommen: Gladbach, Schubert selbst und dem ZDF-Sportstudio.

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