Park beteuert Unschuld

Schwimm-Olympiasieger positiv getestet

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Soll gedopt haben: Park Tae-Hwan.

Seoul - Gibt es einen weiteren prominenten Dopingfall im internationalen Schwimmsport? Südkoreas Olympiasieger Park Tae-Hwan soll positiv getestet worden sein.

Der internationale Schwimmsport steht vor einem weiteren Dopingfall eines Olympiasiegers. Park Tae-Hwan sei bei einem Test der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA positiv gewesen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Montag und bezog sich dabei auf eine Mitteilung von dessen Management GMP.

Demnach soll der Olympiasieger von 2008 und Weltmeister von 2011 über 400 Meter Freistil von einem koreanischen Arzt eine Spritze mit einer nicht näher bekannten verbotenen Substanz erhalten haben. Das Management betonte, Park habe sich mehrfach bei dem Arzt erkundigt, damit dieser ihm auch keine verbotenen Substanzen verabreiche.

„Der Doktor sagte, es sei kein Problem“, erklärte das Management des 25-Jährigen und kündigte rechtliche Schritte an. Man werden straf- und zivilrechtlich gegen die Klinik vorgehen. Wann und wo die Injektion stattfand, wurde nicht mitgeteilt, ebenso um welche Substanz es sich handelte.

GMP betonte, Parks Dopingtests bei den Asienspielen im vergangenen Jahr seien alle negativ gewesen. „Er nimmt sonst nicht einmal Grippemittel. Keiner ist mehr geschockt über das Resultat als Park selbst“, führte das Management weiter aus.

Park holte in Peking als erster koreanischer Schwimmer eine olympische Goldmedaille. Mit 20 Medaillen bei den Asienspielen, darunter sechs Siegen, ist er einer der Sportidole seines Landes. 2012 in London reichte es zu zwei olympischen Silbermedaillen.

Über die 200 Meter Freistil unterlag Park damals dem Chinesen Sun Yang, der im Mai vergangenen Jahres für drei Monate nach Einnahme der verbotenen Substanz Trimetazidin gesperrt war. Für Aufsehen und Verwunderung hatte gesorgt, dass der chinesische Verband den Dopingfall des Weltrekordlers über 1500 Meter Freistil erst dann bekanntgab, als dessen Sperre bereits abgelaufen war.

dpa

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