Die Top 5 des Sporttages: Sexismus und Schießbuden

Sind jetzt wieder „Mütter, Partnerinnen und Töchter“: Das schrieb der englische Verband über seine Fußballerinnen via Twitter. Foto:  dpa

Kassel. Der Sport bietet mehr als Ergebnisse. Es gibt Kurioses, Herzergreifendes und Spektakuläres - zusammengefasst in unserer Top 5.

1. Fauxpas: Da haben die gefeierten englischen Fußballerinnen vermutlich die Welt nicht mehr verstanden. Eben holten sie bei der Weltmeisterschaft in Kanada noch Bronze, doch kaum waren sie wieder in der Heimat, mussten sie das lesen: „Unsere Löwinnen kommen zurück, um wieder Mütter zu sein, Partnerinnen und Töchter.“ Nun ja, diese Zeilen sind nicht etwa aus den 50er-Jahren in die Gegenwart geflattert, sie stammen auch nicht aus der Feder einer in England offiziell anerkannten Macho-Vereinigung, ebenso wenig sollen sie einen schlechten Scherz darstellen. Nein. Dieser Fauxpas unterlief dem eigenen Verband. Via Twitter verbreitete die Football Association (FA) diese zweifelhafte Begrüßung. Die Folge: Allein in der ersten Stunde wurde der Eintrag mehr als tausendmal kommentiert. Nach zahlreichen Sexismusvorwürfen löschte die FA den Eintrag wieder. Ob der Verband den Spielerinnen als Entschuldigung ein Bügelbrett und ein Kaffeeservice schenkte, bleibt allerdings nur Spekulation.

2. Mikronesien: Da sind sie wieder - die U-23-Fußballer Mikronesiens. Erst vor Kurzem tauchte die Mannschaft aus dem pazifischen Inselgebiet in dieser Rubrik auf. Da hatte die Truppe bei den Pazifik-Spielen eine historische 0:38-Pleite gegen die Fidschis kassiert. Geht nicht schlimmer? Geht doch! Nun gab’s ein 0:46 gegen Vanuatu. Bereits zur Pause stand es 0:24, das heißt: In der ersten Halbzeit fiel rund alle 65 Sekunden ein Tor. Mikronesiens Trainer Stan Foster bat um Nachsicht. Kurz vor der Partie seien seine Jungs das erste Mal mit einem Aufzug und einer Rolltreppe gefahren: „Sie waren einfach ein wenig eingeschüchtert.“ Ach Gott, diese Jungs muss man einfach gern haben.

3. Rekordquote: Zurück zum Frauen-Fußball. Der 5:2-Sieg der US-Nationalmannschaft im WM-Finale gegen Japan hat für einen TV-Zuschauerrekord in den Vereinigten Staaten gesorgt. In Spitzenzeiten hatten 30,9 Millionen Fans den Triumph im Sender Fox verfolgt. Damit ist das Finale das meistgesehene Fußballspiel in der US-Fernsehgeschichte. Oder wie es der englische Verband ausdrücken würde: Erst sorgten die Frauen für eine Rekordquote, dann waren sie wieder Mütter, Partnerinnen und Töchter.

Keine Partnerin mehr: Lena Gercke und Sami Khedira haben sich getrennt. Foto:  dpa

4. Trennungen: Oha, nicht nur auf dem Transfermarkt gibt es Wechselspiele. Auch im privaten Bereich haben Fußballer Trennungen zu verarbeiten. Zum Beispiel wandeln Sami Khedira und Lena Gercke wieder auf Solopfaden. Seit 2012 war das Paar verlobt gewesen. Bei der WM in Brasilien präsentierte sich Gercke noch im stylischen Khedira-Shirt. Einen Grund nannten die beiden nicht. Womöglich wollte das Model aus der Modestadt Madrid nicht mit in die Industriestadt Turin ziehen. Und laut niederländischen Medien herrscht bei Rafael van der Vaart und seiner Sabia ebenfalls das Liebes-Aus. Ob Sylvie wieder mit den Hufen scharrt, ist nicht bekannt.

5. Filmidee: Matthias Schweighöfer plant ein spannendes Projekt. Der Schauspieler und Produzent will das Leben von Boris Becker verfilmen. Der Streifen soll nur fünf Sekunden dauern und in einer Besenkam... - Halt! Stopp! Nur Spaß. Schweighöfer will einen Schwerpunkt auf Beckers erste beiden Wimbledonsiege 1985 und 1986 legen. Wir sagen: Den Film gucken wir uns an und rätseln schon jetzt, wer wohl den jungen Boris spielen könnte.

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