Mit 84:81

Überraschung! Sieg über Frankreich: Basketballer im EM-Viertelfinale

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Deutschlands Basketballer jubeln über ihren Sieg.

Was für eine Leistung! Die deutschen Basketballer sorgen für eine faustdicke Überraschung und schlagen Frankreich bei der Europameisterschaft. 

München - Die deutschen Basketballer stehen erstmals seit zehn Jahren wieder im EM-Viertelfinale. Das Team um NBA-Profi Dennis Schröder schlug Frankreich in der Runde der letzten 16 nach einer starken Vorstellung mit 84:81 (34:40). Am Dienstag geht es in Istanbul gegen Titelverteidiger und Turnierfavorit Spanien oder Gastgeber Türkei.

Trotz zeitweise elf Punkten Rückstand drehte die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds die Partie und trifft nun am Dienstag auf Titelverteidiger Spanien oder die Türkei. NBA-Neuling Theis war mit 22 Punkten erstmals im Turnier bester deutscher Werfer. Schröder zeigte nach schleppendem Beginn mit 21 Zählern ebenfalls eine starke Leistung.

Schröder dreht in Hälfte zwei auf

Durch den Sieg erlebt Fleming mindestens eine weitere Partie als Bundestrainer - nach der EM endet sein Engagement, da er sich auf den Job als Assistent beim NBA-Club Brooklyn Nets konzentriert. Zuletzt stand die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds mit Dirk Nowitzki 2007 in einem EM-Viertelfinale.

Schröder hatte ausgerechnet im ersten K.o.-Spiel zunächst den unauffälligsten Auftritt seiner EM. Nachdem der Aufbauspieler der Atlanta Hawks mit 23,6 Zählern zweitbester Punktesammler der kompletten Vorrunde war, fehlte auch dem Anführer lange das nötige Fortune. Nach insgesamt sieben Fehlversuchen aus dem Feld erzielte Schröder erst zwei Minuten vor der Pause mit Freiwürfen seine ersten Punkte des Spiels. In der zweiten Halbzeit drehte der 23-Jährige dann auf - und bewahrte in der Schlussminute die Nerven von der Linie.

NBA-Star Boris Diaw stellt Deutschland vor Probleme

Wie schon mehrfach in diesem Turnier erwischte das deutsche Team einen mäßigen Start. Zwar begann die DBB-Auswahl mit reichlich Energie in der Verteidigung. Vorne fehlte aber wie schon beim 79:85 in der EM-Generalprobe vor zwei Wochen in Berlin gegen Frankreich die nötige Treffergenauigkeit aus der Distanz. Die ersten sieben Dreipunktewürfe verfehlten ihr Ziel, ein Versuch von Schröder segelte beim Stand von 4:11 gar ohne Berührung an Ring und Brett vorbei.

Die Franzosen zeigten eine ausgeglichene Teamleistung, trafen hochprozentig und holten Offensivrebounds. Vor allem NBA-Routinier Boris Diaw bekam das deutsche Team phasenweise nicht in den Griff.

Nach dem 13:24 sorgte vor allem die zweite Reihe für den dringend benötigten Energieschub im deutschen Spiel. Johannes Thiemann - bislang der DBB-Akteur mit der geringsten Einsatzzeit - setzte wichtige Akzente. Und Distanzschütze Lucca Staiger traf nach einer völlig verkorksten EM zwei Dreier in Serie, die einzigen erfolgreichen deutschen Versuche der ersten Halbzeit. So brachte der Bamberger seine Mannschaft wieder auf 24:29 heran. Als auch Schröder ins Rollen kam, entwickelte sich ein packendes Spiel.

Französischer Schlussspurt kommt zu spät

Mit seinem unerschütterlichen Selbstbewusstsein zog er immer wieder zum Korb und bereitete auch Höhepunkte vor. Nach Schröders Ballgewinn verwertete Theis ein Lobanspiel seines Kumpels per krachendem Dunk zum 44:46. Per Freiwurf sorgte der Profi der Boston Celtics auch für den ersten Ausgleich gegen Ende des dritten Abschnitts.

Plötzlich fielen die Dreier, Lo besorgte die Premierenführung beim 58:56, auch Staiger, Danilo Barthel und Theis trafen. Deutschland zog sogar auf neun Punkte Vorsprung davon, trotz eines französischen Schlussspurts sicherte Schröder, Maodo Lo und Kapitän Robin Benzing den Sieg von der Freiwurflinie ab.

SID/dpa

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