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Silvio Heinevetter über Spiel bei MT Melsungen und Leben in Stuttgart: Ich bin ein Kartoffel- und Nudelkind

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Da ist die Freude groß: Torwart Silvio Heinevetter steht seit Sommer beim TVB Stuttgart unter Vertrag. Am Sonntag gastiert er mit den Schwaben bei seinem Ex-Klub MT Melsungen.
Da ist die Freude groß: Torwart Silvio Heinevetter steht seit Sommer beim TVB Stuttgart unter Vertrag. Heute gastiert er mit den Schwaben bei seinem Ex-Klub MT Melsungen. © Imago/Sportfoto Rudel

Das Handball-Bundesligaspiel morgen ab 16.05 Uhr zwischen der MT Melsungen und dem TVB Stuttgart steht ganz im Zeichen der Rückkehr von Silvio Heinevetter. Wir haben mit dem 38-Jährigen gesprochen.

Kassel – Das Handball-Bundesligaspiel morgen ab 16.05 Uhr zwischen der MT Melsungen und dem TVB Stuttgart steht ganz im Zeichen der Rückkehr von Silvio Heinevetter. Der Nationaltorwart war im Sommer von der MT nach Stuttgart gewechselt, weil die Nordhessen nicht mehr mit ihm geplant hatten. Bei seinem Abschied hatte er die Melsunger Verantwortlichen scharf kritisiert und viel Beifall von den Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle erhalten.

Durch sein gastronomisches Engagement in Kassel kommt er immer wieder gern nach Nordhessen. Wir haben mit Heinevetter über sein Leben in Stuttgart und das Spiel gegen die MT gesprochen.

Seit ein paar Monaten leben Sie in Stuttgart. Wofür schlägt Ihr Herz mehr, Spätzle oder Maultaschen?

Nichts von beidem. Die Gerichte sind zwar auch lecker, und ich habe auch schon einiges probiert, ich bin aber nun einmal ein Kartoffel- und Nudelkind.

Spaß beiseite. Wie wohl fühlen Sie sich in der schwäbischen Metropole?

Ich bin von der Mannschaft gut aufgenommen worden. Es lässt sich hier schon schön leben. Und handballerisch arbeite ich hart an mir und trainiere gut.

Sie sind sofort ein starker Rückhalt für Ihre neue Mannschaft geworden. Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Leistungen?

Das ist immer die Sicht eines Einzelnen. Wenn du als Mannschaft verlierst, ist es schlecht. Wenn das Team gewinnt, kannst du dich freuen. Ich bin mit meiner Form zufrieden. Wir hatten einen verkorksten Saisonstart mit 0:10 Punkten. Jetzt spielen wir wesentlich besser und stehen bei 8:12 Punkten. Der Trainerwechsel hat uns gutgetan.

Vermissen Sie Kassel?

Na klar. Ich war seit meinem Abschied ein-, zweimal da. Es leben viele Freunde dort.

In Kassel sind Sie Teilhaber an zwei Lokalen. Könnten Sie sich vorstellen, ähnliche Projekte auch in Stuttgart anzugehen?

Kassel war eine besondere Situation. Das bleibt eine einmalige Sache (schmunzelt). Ich muss auch erst mal hier so zurechtkommen. Wenn ich in Kassel zu Besuch bin, dann gehe ich natürlich im Holy Nosh und im Yannis Deli etwas essen und trinken.

Am Sonntag kehren Sie als Torwart mit dem TVB nach Kassel zurück. Worauf freuen Sie sich am meisten?

Erst einmal freue ich mich, wenn die Trainingswoche abgeschlossen ist. Dann schaue ich auf das Spiel in der Rothenbach-Halle, aber das tue ich ganz emotionslos. Das, was ich zu meinem Abschied gesagt habe, habe ich gesagt. Das ist Geschichte. Jetzt bin ich Spieler in Stuttgart – so ist nun einmal das Profi-Geschäft.

Wie sehen Sie die Rollenverteilung vor dem Duell in der Kasseler Rothenbach-Halle?

Wir sind klarer Außenseiter und wollen so gut wie möglich mithalten.

Inwiefern verfolgen Sie die Torwartleistungen der MT und Ihres ehemaligen Kollegen Nebojsa Simic?

Simo macht einen guten Job. Er hilft der Mannschaft schon sehr. Und natürlich habe ich immer ein Auge auf Melsungen. (Björn Mahr)

Zur Person: Silvio Heinevetter

Silvio Heinevetter (38) stand von 2020 bis 2022 beim Handball-Bundesligisten MT Melsungen zwischen den Pfosten. Da die MT seinen Vertrag nicht verlängerte, ging er zum TVB Stuttgart. Die ersten Erstliga-Stationen des gebürtigen Thüringers waren der SC Magdeburg und die Füchse Berlin. Der deutsche Nationaltorwart (204 Länderspiele) gewann 2016 mit der DHB-Auswahl Olympia-Bronze. Während seiner Zeit bei der MT eröffnete er zusammen mit dem Kasseler Gastronom Yannick Klütsch die Restaurants Holy Nosh und Yannis Deli. 

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