Am Labor-Day-Wochenende

Skandalnudel Fognini schockt US Open - Federer und Nadal auf Kurs

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Fabio Fognini wurde vom letzten Major-Turnier des Jahres ausgeschlossen.

Ein verbaler Ausraster der Skandalnudel Fabio Fognini überschattete am Sonntagabend die US Open. Der italienische Hitzkopf wurde für seine sexistischen Äußerungen bitter bestraft.

Favoritensiege und eine Nachtschicht bis 1.46 Uhr - doch die Schlagzeilen gehörten Skandalnudel Fabio Fognini. Die Folgen eines verbalen Ausrasters des Italieners haben die US Open am Labor-Day-Wochenende überschattet. Der als Hitzkopf bekannte Fognini, der passenderweise einen Totenkopf auf seinem Stirnband trägt, wurde wegen unsportlichen Verhaltens vom letzten Major-Turnier des Jahres ausgeschlossen. 

Sexistische Entgleisungen

Der Weltranglisten-26. muss nach seinen sexistischen Entgleisungen sogar eine Strafe in Höhe von 250.000 Dollar vom Weltverband ITF befürchten. 

Die Suspendierung beschloss das Grand-Slam-Board am Samstag, nachdem bekannt geworden war, dass Fognini während seiner Erstrundenniederlage die Stuhlschiedsrichterin Louise Engzell (Schweden) auf Italienisch unter anderem als "Schlampe" und "hässliches Eichhörnchen" bezeichnet hatte. Weitere Beleidigungen sollen sexuell anzüglich gewesen sein. Der 30-Jährige war unmittelbar nach dem Match zunächst mit einer Geldstrafe von 24.000 Dollar belegt worden. Als jedoch herauskam, was die Begriffe bedeuteten, folgte die Verbannung aus Flushing Meadows. 

Die geplante Doppelpartie mit seinem Landsmann Simone Bolelli konnte nicht stattfinden. Die Ermittlungen werden nach Angaben der Turnierleitung fortgesetzt. Fognini ist mit der ehemaligen US-Open-Siegerin Flavia Pennetta verheiratet und hat mir ihr Sohn Federico. Die Favoriten gaben sich vor Beginn der zweiten Turnierwoche trotz vereinzelter Probleme keine Blöße. Nach dem Achtelfinal-Einzug von Rafael Nadal und Roger Federer fiebert der Big Apple einem möglichen Duell der beiden Superstars im Halbfinale entgegen. Lokalmatadorin Madison Keys (USA) indes verwandelte ihren Matchball beim 2:6, 6:4, 6:1 gegen die Russin Jelena Wesnina erst um 1.46 Uhr am Sonntagmorgen. Später war in der Geschichte des Profitennis nur ein Frauenmatch bei den US Open zu Ende gegangen. 

2016 hatten Keys und ihre Landsfrau Alison Riske bis 1.48 Uhr gespielt. Keys trifft nun auf Jelena Switolina (Ukraine/Nr. 4). Grand-Slam-Rekordsieger Federer (Schweiz) zeigte beim 6:3, 6:3, 7:5 in der Night Session gegen den spanischen Linkshänder Feliciano Lopez (Nr. 31) seine bislang beste Turnierleistung und trifft am Montag auf Philipp Kohlschreiber aus Augsburg (Nr. 32). "Ich könnte nicht glücklicher mit meinem Spiel sein", sagteFederer, der Kohlschreiber lobte: "Philipp hat durch seine Siege hier Selbstvertrauen getankt. Er spielt auch eine einhändige Rückhand, das liebe ich zu sehen." Der 36-jährige Federer kann damit weiter auf seinen sechsten Flushing-Meadows-Titel hoffen. In den beiden Runden zuvor hatte der amtierende Australian-Open- und Wimbledonsieger jeweils über fünf Sätze gehen müssen. 

Nadal steht zu seinen Schwächen 

Der topgesetzte Nadal (Spanien) indes musste eine Geduldsprobe bestehen, ehe er nach 3:15 Stunden den 6:7 (3:7), 6:3, 6:1, 6:4-Erfolg gegen Hamburg-Gewinner Leonardo Mayer (Argentinien) unter Dach und Fach gebracht hatte. Nadal, der 2010 und 2013 in New York triumphiert hatte, konnte im zweiten Satz erst seinen insgesamt 14. Breakball zur 4:3-Führung nutzen. "Diese Quote ist natürlich nicht gut. Ich hatte einige schwierige Situationen zu überstehen und war nervös", gestand Nadal. Der nächste Gegner des Paris-Rekordsiegers ist am Montag der ungesetzte Ukrainer Alexander Dolgopolow, der mit 6:1, 6:0, 6:4 gegen Viktor Troicki (Serbien) die Oberhand behielt. Auch Juan Martin del Potro, US-Open-Champion von 2009, blieb auf Kurs. Der Weltranglisten-28. aus Argentinien setzte sich mit 6:3, 6:3, 6:4 gegen Roberto Bautista Agut (Spanien/Nr. 11) durch. Dagegen endete der Siegeszug des kanadischen Teenagers Denis Shapovalov. Der 18 Jahre alte Qualifikant verlor 6:7 (2:7), 6:7 (4:7), 6:7 (3:7) gegen den Spanier Pablo Carreno Busta (Nr. 12). In New York war Shapovalov der jüngste Flushing-Meadows-Achtelfinalist seit 1989.

SID

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