Letzter Wettkampf vor der WM 

Die Stars an der Schanze: Ski-Sprung-Weltcup in Willingen startet am Freitag 

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Japanischer Überflieger: Ryoyu Kobayashi ist in dieser Saison der Star unter den Skispringern. Im italienischen Val di Fiemme gelang ihm sogar der sechste Weltcup-Sieg in Serie.

An der Mühlenkopfschanze in Willingen wollen die Skispringer zeigen, was sie drauf haben. Ein Überblick über die internationalen Stars abseits der Deutschen, die Chancen auf einen Sieg haben.

Ryoyu Kobayashi

Egal, was in diesem Winter noch passiert – der Aufsteiger der Saison unter den Skispringern heißt Ryoyu Kobayashi. Der Japaner dominiert seine Konkurrenz nahezu bei jeder Gelegenheit. Wie aus dem Nichts tauchte er auf. Interviews, Öffentlichkeit, Rampenlicht? Damit hatte der bescheidene Japaner eigentlich gar nichts am Hut. Mittlerweile kennt fast jeder seinen Namen.

Mit dem Weltcup-Sieg im finnischen Kuusamo fing alles an. Seitdem steigt der 22-Jährige steil zum Superstar auf. Zehn Weltcup-Siege, sechs davon in Serie. Mit diesem Rekord reihte sich Kobayashi neben den ganz Großen ein. Vor ihm gelang nur Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern, Matti Hautamäki und Janne Ahonen diese Meisterleistung. Und auch wenn Kobayashi sich am vergangenen Wochenende gegen Kamil Stoch nicht durchsetzen konnte – Platz eins im Weltcup wird er sich nicht wegschnappen lassen. Auch nicht in Willingen.

Kamil Stoch

Flog in Lahti allen davon: Der polnische Skispringer Kamil Stoch hat beim Einzelspringen am Wochenende sogar Kobayashi hinter sich gelassen.

Er ist einer der wenigen, der Ryoyu Kobayashi in dieser Saison überhaupt Konkurrenz machen konnte. Kamil belegt in der Gesamtwertung Rang zwei. Am Sonntag holte sich der Pole beim Einzelspringen in Lahti sogar den Sieg – und zwar nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Denn auch beim Skifliegen in Oberstdorf ließ der 31-Jährige alle anderen hinter sich. Stoch weiß, wie es sich anfühlt zu gewinnen. Bislang feierte er 33 Weltcup-Siege im Einzel, drei davon übrigens in Willingen.

Stefan Kraft

Österreichs bester Mann: Stefan Kraft.

Doppelweltmeister in Lahti, Skiflugweltrekordhalter mit 253,5 Metern und Gesamtweltcupsieger 2017 – Stefan Kraft ist Österreichs Hoffnung und ein ernstzunehmender Konkurrent für Kobayashi und Stoch. Mit drei Weltcup-Siegen in dieser Saison – einer in Zakopane und zwei in Sapporo – kletterte er in der Gesamtwertung auf Platz drei. Aber vor allem 2017 feierte der 25 Jahre alte Skispringer einen Erfolg nach dem nächsten. Damals holte er sich unter anderem sieben Weltcup-Siege im Einzel. Willingen war nicht mit dabei. Grund genug für den Österreicher, am Wochenende alles zu geben.

Gregor Schlierenzauer

Wieder zurück: Gregor Schlierenzauer.

Einer der alten Hasen unter den Weltstars der Skispringer hat am Wochenende sein Comeback gefeiert. Nach einer zehnwöchigen Pause lief es für Gregor Schlierenzauer in Lahti allerdings nicht so gut. Obwohl die ÖSV-Adler im Team siegten, reichte es für den 29-Jährigen im Einzel im ersten Durchgang nur für einen Platz im Mittelfeld. Eine Woche vor dem Weltcup in Willingen startete Schlierenzauer also eher holprig. Unterschätzen sollte den Österreicher aber trotzdem niemand. 53 Weltcup-Siege – das können nicht viele von sich behaupten.

Robert Johansson

Talent mit Schnauzbart: Robert Johansson.

Und dann wäre da noch der norwegische Skisprung-Held mit dem Zwirbelbart. Der 28-Jährige, der auch unter dem Spitznamen „Flying Moustache“ (Fliegender Schnauzbart) bekannt ist, hat erst einen Weltcup-Sieg im Einzel erreicht. In dieser Saison hat er im Weltcup noch gar nicht gewonnen. Und trotzdem zählt er zu den internationalen Stars. Denn Johansson ist den Siegern immer wieder verdächtig dicht auf den Fersen. Erst am Wochenende landete der Norweger wieder auf Platz drei. In der Gesamtwertung ist er Sechster. In Willingen ist ein Podestplatz definitiv drin. Und wer weiß – vielleicht will er diesmal noch höher hinaus.

Wir haben außerdem für Sie zusammengefasst, wie Sie am besten zum Ski-Sprung-Weltcup in Willingen hinkommmen.

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