Ski-WM in St. Moritz

Gold für Hirscher im Riesenslalom - DSV weiter ohne Medaille

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Marcel Hirscher raste zu Gold.

St. Moritz - Der nächste Medaillensatz der Ski-WM in St. Moritz ist vergeben. Gold im Riesenslalom holte sich dabei Marcel Hirscher aus Österreich. Die Deutschen sind weiter ohne WM-Medaille.

Die deutschen Ski-Rennläufer haben beim Riesenslalom der Männer bei der WM in St. Moritz erneut eine Medaille verpasst. Bester beim Sieg von Marcel Hirscher aus Österreich war überraschend Linus Straßer (München), der sich mit der hohen Startnummer 43 auf Rang 12 und damit zum besten Resultat seiner Karriere in dieser Disziplin kämpfte. Stefan Luitz (Bolsterlang) kam auf Rang 14, der durch eine Rückenverletzung gehandicapte Felix Neureuther (Partenkirchen) in seinem wohl vorletzten WM-Rennen auf Rang 16.

"Es ist schön für Linus, aber ich weiß nicht, ob du dir was dafür kaufen kannst, wenn du als bester Deutscher Zehnter oder Zwölfter bist. Wir sind schon mit anderen Ambitionen hergekommen", sagte Neureuther.

Hirscher feierte das erste Riesenslalom-Gold seiner Karriere, Silber gewann sensationell sein Landsmann Roland Leitinger (0,25 Sekunden zurück). Bronze holte sich nicht weniger überraschend der Norweger Leif-Kristian Haugen (0,71). Vor dem zweiten Durchgang hatte eine herabstürzende Seilbahnkamera für Aufregung gesorgt: Der Finallauf musste um eine halbe Stunde verschoben werden.

Neureuther und Luitz hatten ihre allerdings eher geringen Chancen auf eine Medaille bereits im ersten Durchgang verpasst - im Zwischenklassement war Luitz 14., Neureuther nur 21., dazwischen hatte sich Straßer auf Platz 15 geschoben. "Unter den Umständen war das ganz ordentlich für mich, für mich war es einfach auch wichtig zu fahren im Hinblick für den Sonntag, einfach um auch zu sehen, dass der Rücken auch für den Wettkampf durchhält", sagte Neureuther. Der Slalom am Sonntag wird wohl das letzte WM-Rennen seiner Karriere sein.

Vor dem zweiten Durchgang wäre es am Freitag beinahe zu einer Katastrophe gekommen. Ein Flugzeug der Showtruppe "PC-7 Team" der Schweizer Luftwaffe durchtrennte das Aufhängekabel einer Seilbahnkamera, worauf Teile der Kamera aus großer Höhe in den Zielraum stürzten. Verletzt wurde nach Angaben der ermittelnden Polizei Graubünden niemand. Wegen des Zwischenfalls musste der Athleten-Lift angehalten werden.

Im Lift saßen zu diesem Zeitpunkt zahlreiche Top-Stars der Szene wie Neureuther oder Hirscher, die auf dem Weg zur Besichtigung des Finallaufs im Riesenslalom waren. "Es hätte sehr, sehr schlimm ausgehen können", sagte Neureuther.

sid

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