Letzter Wettkampf vor Olympiade

Skispringen in Willingen: Der Sonntag im Überblick

Willingen. Der letzte Wettkampf bevor es zu den olympischen Winterspielen geht – und das in Willingen. Generalprobe für die Skispringer sozusagen.

Nachdem der Norweger Daniel Andre Tande am Vortag gewonnen hatte, war dieses Mal nun ein anderer Debütsieger ganz vorn. Unser Schnellcheck:

Ging es wieder so eng zu wie am Samstag? 

Gerade einmal 16 Stunden lagen zwischen dem Ende des ersten Springens am Samstag und dem Beginn des zweiten am Sonntag. Richard Freitag hatten beim ersten Einzel-Weltcup nur 44 Zentimeter zum Sieg gefehlt. Am Sonntag fehlten dem Deutschen dann deutlich mehr Zentimeter – oder besser gesagt Meter. Nach Sprüngen auf 128 und 118,5 Meter landete er nur auf einem enttäuschenden 28. Rang. Den Sieg beim zweiten Einzel-Weltcupspringen an diesem Wochenende sicherte sich der Norweger Johann Andre Forfang (147,5 und 144,5 Meter) vor dem Polen Kamil Stoch (145,5 und 140,5 Meter). Zwei Punkte trennten die beiden am Ende. Den dritten Platz sicherte sich Stochs Landsmann Piotr Zyla mit Sprüngen auf 142 und 138,5 Meter.

Wie lief es für die anderen Deutschen?

Ziemlich durchwachsen. Markus Eisenbichler war noch der beste Deutsche, hatte nach dem ersten Durchgang sogar noch die Chance aufs Podest bei Skispringen in Willingen. Es reichte dann aber nur für Platz sechs (140 und 134 Meter). Andreas Wellinger wurde Zehnter (136 und 138 Meter), Stephan Leyhe 18. (138 und 122,5 Meter) und Karl Geiger 22. (12,5 und 131 Meter).

Und wer gewann die neu eingeführte Wertung Willingen 5?

In der Wertung aller fünf Sprünge des Wochenendes lag Stoch am Ende ganz vorn mit insgesamt 657,8 Punkten und sicherte sich das Preisgeld über 25.000 Euro. Zweiter wurde Forfang (650 Punkte), Dritter Tande (633,5 Punkte). Bester Deutscher war hier Wellinger auf Rang fünf (607,1 Punkte).

Wie war die Stimmung am Sonntagmorgen?

Am Samstag waren alle Tickets weg, 21.000 Fans waren an die Mühlenkopfschanze in Willingen gekommen. Klar, Sonntagmorgen war es nicht ganz so voll, trotzdem waren wieder mehr als 16.000 Zuschauer da – bei Schneefall und bewölktem Himmel. Das Bier floss früh am Tag noch nicht so reichlich wie am Abend zuvor. Gut vorstellbar auch, dass einige dabei waren, die eine kurze Nacht hinter sich hatten. Dennoch wurde wieder Stimmung gemacht, die Springer wurden unten mit Applaus in Empfang genommen. Und wieder waren die Polen gefühlt in der Überzahl und sorgten für den größten Lärm, wenn ihre Landsleute an der Reihe waren.

Wie geht es jetzt weiter für die Deutschen?

Pause gibt es keine. Am Montag geht es für die deutschen Skispringer direkt weiter nach Südkorea. Am Donnerstag steht da bereits die Qualifikation für das erste Springen von der Normalschanze (Samstag) an. Die weiteren Termine: Großschanze am 17. Februar und Teamwettbewerb am 19. Februar. Da soll es für die Deutschen dann besser laufen als an diesem Sonntag in Willingen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Arne Dedert/dpa

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