Nordhessens Sportler des Jahres

HNA-Leser haben gewählt: Leyhe ist Nordhessens Sportler des Jahres

Aus dem Schatten gesprungen: Stephan Leyhe bei der Vierschanzentournee in Bischofshofen.
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Aus dem Schatten gesprungen: Stephan Leyhe bei der Vierschanzentournee in Bischofshofen.

HNA-Leser haben entschieden: Stephan Leyhe ist Nordhessens Sportler des Jahres 2019. Der Skispringer gewinnt die Wahl vor MT-Kapitän Finn Lemke und Kanute Felix Frank.

Dritter bei der Vierschanzentournee 2019, Weltmeister mit der Mannschaft im österreichischen Seefeld – bei der Wahl zu Nordhessens Sportler des Jahres führte kein Weg an Stephan Leyhe vorbei. So sahen es auch die HNA-Leser. Fast 800 nahmen an der Abstimmung teil und sorgten dafür, dass der 28 Jahre alte Willinger nach dem zweiten Platz im Vorjahr dieses Mal ein Treppchen höher auf dem Podest landete.

Skispringer Stephan Leyhe ist der Überflieger dieser Wahl

„Das freut mich natürlich, und ich bedanke mich bei den Lesern und Fans“, sagt Leyhe, den wir in Zakopane erreichten. In der „Höhle des Löwen“ in Polen will er den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortsetzen.

Der Saisonstart sei holprig gewesen, sagt Leyhe. Während der Vierschanzentournee lief es zusehends besser, und in seiner Wahlheimat Titisee-Neustadt sprang Leyhe in der Vorwoche auf den vierten Platz. Kein Wunder, dass er mit einem „guten Gefühl“ das Weltcup-Springen in Zakopane angeht, wie er sagt.

Stephan LeyheErster Platz

Über Freunde und Familie hatte Leyhe von seiner Nominierung erfahren. Dass er nun die meisten Punkte bekam, sei eine Bestätigung für seine Leistungen in der jüngeren Vergangenheit: „Und es ist gut fürs Selbstvertrauen. Außerdem gibt so ein Sieg Auftrieb und Motivation“, sagt Leyhe.

Natürlich sei er mit den Gedanken im Hier und Jetzt und konzentriere sich auf die anstehenden Aufgaben. Gleichwohl böte solch eine Auszeichnung den Anlass, „noch einmal die tollen Momente aus dem vergangnen Jahr vor Augen zu führen“, sagt der Skispringer: „Dann ist das Gefühl wieder ein bisschen da.“

MT Melsungen-Kapitän Finn Lemke belegt den zweiten Platz

Vor Leyhes Erfolgen zieht auch Finn Lemke den Hut. Mit geringem Abstand kam der Kapitän der MT Melsungen auf den zweiten Platz. „Stephan Leyhe hat die Auszeichnung verdient. Ich finde es schön, dass die Leser das genauso sehen“, sagt der Abwehrchef des heimischen Handball-Bundesligisten.

Finn LemkeZweiter Platz

Nach Johannes Sellin, der als Europameister die Wahl 2016 gewann, ist Lemke erst der zweite MT-Profi, der es unter die Top drei schaffte. Umso mehr „freut es mich, dass so viele für mich gestimmt haben“, sagt der 2,10 Meter große Handballer, der mit seiner Mannschaft gerade ein kurzes Trainingslager in der Schweiz absolviert.

Mit Blick auf die weiteren Kandidaten bei dieser Abstimmung stellt Lemke fest, „wie vielfältig der Sport in Nordhessen ist“. Beziehungsweise: „Da sieht man erst, dass es Top-Athleten in den unterschiedlichsten Bereichen gibt.“ Der 27-Jährige macht einen interessanten Vorschlag. Als er noch in Magdeburg spielte, habe es einmal im Jahr eine Art Fest gegeben, zu dem die besten Sportler der Region kamen. „Es war toll, sich mit den anderen auszutauschen. So etwas wäre doch auch in Nordhessen nicht schlecht.“

Felix FrankDritter Platz

Kasseler Kanute Felix Frank landet bei der Sportlerwahl der HNA auf Platz 3

Bei so einer Veranstaltung würde er dann Felix Frank kennenlernen. Der Kasseler Kanute, der inzwischen in Potsdam trainiert, landete bei der Wahl auf dem dritten Rang. „Das überrascht und freut mich zugleich“, sagt der 26-Jährige, der im deutschen Kajak-Vierer Weltmeister wurde. Bald geht es für den Kanuten ins Trainingslager nach Florida, danach nach Sevilla. 

Frank will sich wieder für die Nationalmannschaft qualifizieren. Denn im Sommer könnte er sich einen Traum erfüllen und bei den Spielen in Tokio starten. Dann wäre er im kommenden Jahr bei der Sportlerwahl sicher wieder dabei.

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