WM in Lahti

Carina Vogt fliegt erneut zum Titel

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Nach dem Titelgewinn 2015 und dem Olympiasieg 2014 triumphierte Carina Vogt erneut.

Lahti - Skispringerin Carina Vogt ist wieder Weltmeisterin. Nach dem Titelgewinn 2015 in Falun und dem Olympiasieg 2014 triumphierte die Degenfelderin in Lahti erneut.

Nach Rang drei im ersten Durchgang, in dem sie 98,5 Meter erreicht hatte, sprang Vogt auf 96,5 Meter und überholte die vor ihr platzierten Konkurrentinnen. Vogt setzte sich mit 254,6 Punkten vor den Japanerinnen Yuki Ito mit 252,6 Zählern und Sara Takanashi mit 251,1 Punkten durch.

"Ich habe so gekämpft auf dieser Schanze, mich von Sprung zu Sprung verbessert. Und dann gelingen mir wie immer im Wettkampf die beiden besten Sprünge. Es ist so unglaublich", sagte die 25-Jährige unter Tränen.

Zumal es lange nicht nach einer erfolgreichen Saison ausgesehen hatte. "Wenn man wie ich im gesamten Winter keinen Weltcup gewonnen hat, ist man im ersten Moment natürlich fassungslos. Warum es immer wieder bei Großereignissen funktioniert, weiß ich selbst nicht. Aber es entschädigt für die harte Arbeit", sagte Vogt und kündigte an, ungeachtet des am Sonntag anstehenden Mixed-Wettbewerbs auf die Goldmedaille anstoßen zu wollen. Womit, war ihr egal. "Mal sehen, was wir da haben", sagte sie.

Bundestrainer Andreas Bauer musste sich auch sammeln und kämpfte gegen die Tränen an. "Es ist die alte Geschichte vom Hasen und dem Igel: Die Weltcups gewinnen die anderen, Carina wenn es drauf ankommt. Sie hat so knallhart gearbeitet in den beiden vergangenen Jahren, ich muss den Hut vor ihr ziehen", sagte der Allgäuer.

Als es in der vergangenen Saison überhaupt nicht gelaufen war, hatte er gemeinsam mit den Athletinnen und Wissenschaftlern am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft Leipzig einiges verändert. Vogt selbst bastelte mit unbändigem Einsatz so lange an einem richtigen Setup, bis es passte. "Erst jetzt hat sie noch den Keil am Schuh etwas zurückgesetzt und damit die optimale Position auf den Ski gefunden", erklärte Bauer.

Er hatte in der Stunde des neuerlichen Erfolgs die Zukunft der Sportart in Deutschland im Blick. "Wir haben jetzt mit den zwei Einzeltiteln von Carina und ihrem Olympiasieg gezeigt, dass wir eine medaillenträchtige Sportart sind. Es lohnt sich, uns zu unterstützen", sagte Bauer.

Das hervorragende deutsche Abschneiden vervollständigten Svenja Würth als Sechste und Katharina Althaus auf Rang acht. Gianina Ernst wurde 25.

dpa

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