8200 Skisprungfans genießen Atmosphäre beim Weltcup an Willinger Schanze

Aus Bielefeld angereist: Anna Fischer aus Hann. Münden (von links), Edward und Henryka Marchlowski.

Willingen. Marian ist glücklich. Und ein wenig aufgekratzt. Gerade hat sich wieder ein Skispringer in seinem Unterschriften-Buch verewigt. Es ist schon der zehnte in Folge. Für den jungen Willinger ist der Tag an der Mühlenkopfschanze ein besonderer - und das aus doppeltem Grund:

Zum einen ist er quasi ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk - Marian wird heute neun Jahre alt. Zum anderen erlebt er sein Debüt an der Schanze. Einen Lieblingsspringer hat er auch schon: „Severin Freund ist nett, Andreas Wellinger aber auch“, sagt er.

Der junge Deutsche hat das Zeug zum Publikumsliebling, schon an diesem ersten Tag. Denn nicht nur bei den jüngeren der mehreren tausend Zuschauer, die die Qualifikation lautstark wie immer begleiten, steht der Hoffnungsträger hoch im Kurs. Er taugt auch als Teenie-Schwarm. Aus Titmaringhausen aus der Nähe von Willingen ist Lea Neumeister mit ihren Freundinnen am Auslauf zu finden. Einhellige Meinung der fünf 13- bis 15-Jährigen: „Wellinger ist am besten.“

Auch wenn Lea grinsend ergänzt: „Ein Poster im Zimmer habe ich von Thomas Morgenstern.“ Der Österreicher aber verpasst den Weltcup in diesem Jahr nach seinem schweren Sturz. Die Clique nutzt die Gelegenheit, die Athleten mal aus der Nähe zu betrachten.

Die gibt es ja auch nicht alle Tage. Richtig groß ist die Vorfreude mittlerweile auch bei Henryka Marchlowski, die zum zweiten Mal aus Bielefeld angereist ist. Auch das ist Willingen: Der Weltcup zieht nicht nur die Fans aus der Region an, sondern übt weit übers Upland seine Anziehungskraft aus.

Die Deutsch-Polin hat die deutsche und die polnische Fahne zur Seite gelegt und stattdessen ihr Handy gezückt und filmt nun Kamil Stoch, der gerade in der Anlaufspur ist. „Das Wetter ist besser als im vergangenen Jahr, aber die Stimmung klasse wie immer“, sagt sie und lacht.

Klar, die Sonne scheint vom blauen Himmel am Auftakttag des Weltcup-Wochenendes. Die Kälte ist knackig. Besser geht es nicht. Neben ihr klatscht Anna Fischer aus Hann. Münden. im Takt der Musik mit und schwenkt die Deutschland-Fahne.

Sie ist richtig angetan von ihrer Willingen-Premiere. „Die Stimmung hier ist richtig klasse. Das hätte ich so toll gar nicht erwartet“, erklärt sie.

Sebastian Brand aus Bad Emstal genießt indes das Live-Erlebnis. „Die Schanze aus der Nähe ist immer wieder beeindruckend.

Das ist etwas ganz anderes, als nur im Fernsehen das Springen zu verfolgen.“ (mis)

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