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Skissprung-Weltcup in Willingen: Das sind die Favoriten der anderen

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Von: Friederike Weiler, Eva Krämer

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Einer der besten in dieser Saison: Der Japaner Ryoyu Kobayashi gewann sechs Weltcups und zudem auch die Vierschanzentournee.
Einer der besten in dieser Saison: Der Japaner Ryoyu Kobayashi gewann sechs Weltcups und zudem auch die Vierschanzentournee. © Hendrik Schmidt/dpa

Für die Skispringer geht es am Wochenende zur Generalprobe vor den Olympischen Spielen. In Willingen müssen sie sich an der Mühlenkopfschanze beweisen. Wer hat neben den deutschen Karl Geiger und Markus Eisenbichler noch die Chance auf eine Medaille?

Willingen – Von den deutschen Skispringern haben sicherlich der Gesamtweltcup-Führende Karl Geiger und Markus Eisenbichler auf Rang sechs die besten Siegchancen beim Weltcup in Willingen am kommenden Wochenende.

Den deutschen Skispringern widmen wir uns in den kommenden Tagen. Doch wer sind die Favoriten der anderen Nationen? Ein Blick auf den Weltcupstand verrät, dass kein Weg an den Norwegern und den Österreichern vorbeiführt – und auch nicht an Ryoyu Kobayashi. Der Japaner gewann die Vierschanzentournee und ist derzeit auf Platz zwei in der Weltcup-Gesamtwertung – ein Überblick:

Ryoyu Kobayashi: Mit sechs Weltcup-Siegen ist der 25-Jährige in dieser Saison bislang der erfolgreichste Springer, obwohl ihn sogar zwischenzeitlich eine Corona-Infektion ausbremste. Kobayashi hat mit dem österreichischen Athletiktrainer Richard Schallert sowie der japanischen Springer-Legende Noriaki Kasai als Teamchef seiner Gruppe, die richtigen Fachleute um sich geschart. In Titisee wurde er zuletzt Vierter und Fünfter. Die Schanze in Willingen liegt dem Japaner, dort stand er 2019 schon ganz oben auf dem Podest.

Skispringer Ryoyu Kobayashi
Japan: Ryoyu Kobayashi © Christof Stache

Halvor Egner Granerud: Im vergangenen Jahr war er der Beste: Der Norweger sicherte sich den Sieg im Gesamtweltcup. Derzeit liegt der 25-Jährige auf Rang drei. Vergangenes Wochenende wurde er in Titisee Vierter und Siebter. Granerud gehört zu den Podest-Kandidaten in Willingen: Bereits 2021 stand er zwei Mal ganz oben.

Noweger: Halvor Egner Granerud.
Noweger: Halvor Egner Granerud. © Daniel Karmann/dpa

Marius Lindvik: Der 23-Jährige ist derzeit Vierter der Weltcup-Gesamtwertung, sieben Podestplätze hat er bisher in dieser Saison verbucht, darunter zwei Siege – in Bischofshofen und Zakopane. In Titisee musste der Norweger passen, da er mit Daniel-André Tande in Kontakt stand, der positiv auf Corona getestet wurde. Lindvik begab sich freiwillig in Quarantäne. In Willingen will er wieder angreifen. Was für ihn spricht? 2020 wurde er im Upland Zweiter.

Norweger: Marius Lindvik
Norweger: Marius Lindvik © Georg Hochmut/afp

Anze Lanisek: Der Slowene liegt auf Rang fünf der Gesamtwertung. Den ersten Weltcupsieg seiner Karriere verbuchte er diese Saison im November im finnischen Ruka – zuletzt sicherte er sich in Titisee zwei Mal Rang zwei. Die Saison 2020/21 schloss er auf Rang neun ab, auf der Mühlenkopfschanze wurde er 2021 Zehnter und 16.

Slowene: Anze Lanisek
Slowene: Anze Lanisek © Janek Skarzynski/afp

Jan Hörl: Zehnter und Fünfter wurde der 23 Jahre alte Österreicher vergangenes Wochenende in Titisee. Im Kampf um den Gesamtweltcup liegt er, als bester Österreicher, auf Rang sieben. In dieser Saison feierte Hörl seinen ersten Weltcup-Sieg im polnischen Wisla. Bereits im vergangenen Jahr war er auf der Willinger Mühlenkopfschanze dabei und wurde Achter.

Skispringer Jan Hörl
Osterreich: Jan Hörl © Daniel Karmann

Stefan Kraft: Einen Weltcup-Sieg konnte der 28-Jährige in dieser Saison einfahren. Auf der Großschanze in Klingental sprang er auf Rang eins. Aktuell ist er Achter in der Weltcup-Gesamtwertung. In Titisee wurde er 22. und Neunter. Kraft zählt zu den erfolgreichsten aktiven Skispringern Österreichs. Unter anderem gewann er 2016/17 und 2019/20 sowohl den Gesamtweltcup als auch den Skiflug-Weltcup. Ein Sieg auf der Mühlenkopfschanze fehlt ihm aber noch.

Skispringer Stefan Kraft
Österreich: Stefan Kraft © Daniel Karmann

Daniel Huber: Einen großen Erfolg feierte der 29-Jährige in dieser Saison bereits: Bei der Vierschanzentournee im heimischen Bischofshofen sprang Huber auf Platz eins – und verhinderte Kobayashis Grand Slam. Derzeit ist Huber Neunter in der Weltcup-Gesamtwertung. Zu seinen bisher größten Erfolgen zählen die Silbermedaillen im Mannschaftsspringen bei den Weltmeisterschaften 2019 und 2021. Wie auch seine Teamkollegen Jan Hörl und Stefan Kraft trat Huber im letzten Jahr in Willingen an.

Österreicher: Daniel Huber.
Österreicher: Daniel Huber. © Daniel Karmann/dpa

Killian Peier: Derzeit ist Peier der beste Schweizer auf Rang zehn. Sein bestes Ergebnis in dieser Saison erzielte der 26-Jährige in Engelberg. Mit einem vierten Platz sprang er nur knapp an einer Podestplatzierung vorbei. (Friederike Weiler und Eva Krämer)

Skispringer Killian Peier
Schweiz: Killian Peier © Daniel Karmann

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