Dahlmeier vorn - und Rydzek

Deutschlands Sportler des Jahres: Leichtathletin Schäfer auf Platz sechs, Triathlet Lange Zweiter

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Machte ein Selfie mit den Moderatoren Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne: Der Gewinner, Kombinierer Johannes Rydzek (Mitte).

Baden-Baden. Morgens im Schnee noch im Weltcup-Einsatz, abends beim Gala-Dinner: Biathlon-Königin Laura Dahlmeier und Rekord-Kombinierer Johannes Rydzek sind Deutschlands Sportler des Jahres 2017.

Die Gold-Hoffnungen für die Olympischen Spiele 2018 wurden am Sonntag in Baden-Baden ausgezeichnet, ebenso wie die Beachvolleyball-Weltmeisterinnen Laura Ludwig (31) und Kira Walkenhorst (27), die auch 2016 als beste Mannschaft geehrt worden waren.

Mehr als 3000 Sportjournalisten waren stimmberechtigt, und sie hatten vor allem bei Dahlmeier kaum eine andere Wahl. Die 24-Jährige hatte bei der WM in Hochfilzen Geschichte geschrieben und als erste Biathletin überhaupt fünfmal Gold und eine Silbermedaille erobert. Zudem sicherte sie sich als erste Deutsche seit Magdalena Neuner wieder den Sieg im Gesamtweltcup. „Jetzt kann ich hoffentlich die Beine ein bisschen hochlegen“, sagte nach der Ehrung die Bayerin, die mit 3135 Stimmen klar vor Schwebebalken-Turnweltmeisterin Pauline Schäfer (1786) und Dressur-Queen Isabell Werth (911) gewann. Mit 685 Punkten wurde die 26-jährige Carolin Schäfer aus Bad Wildungen auf Platz sechs gewählt. Sie hatte bei der Leichtathletik-WM in London im Siebenkampf Silber geholt.

Dahlmeiers nächste Herausforderung sind im Februar die Winterspiele. „Eine goldene Olympiamedaille“ soll es in Pyeongchang auf jeden Fall werden, „am liebsten im Einzel.“ In Südkorea will auch Rydzek triumphieren - Olympiasieger war der Kombinierer schließlich noch nie. Der 26-Jährige hatte bei der Nordischen Ski-WM in Lahti bei vier Starts viermal Gold gewonnen. Er war der Anführer der „Dominierer“ im Weltcup-Zirkus, auch wenn er in der Saisonwertung am Ende Zweiter wurde hinter Eric Frenzel. Der Kombinierer, der am Wochenende beim Weltcup in Ramsau nicht über den fünften und den 21. Rang hinausgekommen war, erhielt mit 1782 knapp 460 Stimmen mehr als Ironman-Weltmeister Patrick Lange (1323). Der 31-jährige stammt wie Carolin Schäfer aus Bad Wildungen, lebt aber in Darmstadt. Speerwurf-Champion Johannes Vetter (1093) wurde Dritter.

Rydzek wurde als erster Winterathlet seit Biathlet Michael Greis 2006 und als vierter Kombinierer nach Georg Thoma (1960), Franz Keller (1968) und Ronny Ackermann (2005) zum Sportler des Jahres gewählt. Vor Ludwig und Walkenhorst hatten es bislang nur die Ruderer aus dem Deutschland-Achter geschafft, ihren Titel bei dieser Wahl zu verteidigen, zuletzt 1988 und 1989. Die Beachvolleyballerinnen setzten sich mit 2140 Stimmen vor den Ruderern (1668) und der Staffel der Nordischen Kombinierer (1472) durch. Die Fußball-Nationalmannschaft, die im Sommer den Confed Cup gewonnen hatte, belegte Platz fünf (1040). Den neu geschaffenen Newcomer-Preis erhielt die 22 Jahre alte Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling aus Winterberg. (sid)

Unseren Kommentar zur Wahl finden Sie hier.

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