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Sportreporterin erleidet Fehlgeburt während Live-Schalte am Spielfeldrand: „Konnte spüren, wie Blut austritt“

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Von: Marius Epp

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Lisa Guerrero bei der Moderation von „Monday Night Football“ 2003.
Lisa Guerrero bei der Moderation von „Monday Night Football“ 2003. © Imago/UPI Photo

In einem Buch schildert die US-amerikanische Sportreporterin Lisa Guerrero eine traumatische Erfahrung: Sie erlitt auf Sendung eine Fehlgeburt.

München - Fast 20 Jahre ist es her, als Lisa Guerrero eine Situation miterleben musste, die nun wirklich niemandem zu wünschen ist: Die Journalistin erlitt während einer laufenden Fernsehschalte eine Fehlgeburt, wie auch tz.de berichtet.

In ihrem Buch „Warrior: My Path to Being Brace“ (deutsch: Kriegerin: Mein Weg zum Mutigsein) offenbart die bekannte Sportjournalistin die traumatische Erfahrung. Das Magazin People zitiert aus einem Vorabdruck des Buches, das am 24. Januar erscheint.

Fehlgeburt während der Live-Sendung: Sportreporterin erzählt von Horror-Erlebnis

In der NFL-Sendung „Monday Night Football“ berichtete sie demnach Ende 2003 live vom Spielfeldrand. Zu dem Zeitpunkt war sie schwanger. Plötzlich habe sie einen extremen Schmerz im Unterleib verspürt. Kurz darauf konnte sie „spüren, wie Blut austritt“. Guerrero wollte umgehend eine Toilette aufsuchen, beendete aber erst ihre Live-Schalte.

„Mir war übel und schwindelig, habe mich aber daran erinnert, gerade zu stehen. Als ich auf der Toilette saß, konnte ich nicht glauben, wie viel Blut aus mir heraus strömte. Es hatte meine Hose durchnässt. Ich stopfte mir ein Bündel Papiertücher in meine Unterwäsche.“ Die Fehlgeburt passierte nach einem für Guerrero persönlich schlimmen Jahr, wie sie schildert.

Sportjournalistin Lisa Guerrero über Mobbing von Kollegen: „Es war wirklich grausam“

„Es war der Höhepunkt einer gesamten Saison der Negativität und Grausamkeit. Es war wirklich grausam.“ Ihre männlichen Kollegen beim TV-Sender ABC hätten sie schlecht und unfair behandelt, erzählt die heute 58-Jährige. Allen voran ihr Chef Freddie Gaudelli sei oft hart mit ihr ins Gericht gegangen. Auch von vielen Fans sei sie gemobbt worden.

Sie stellt aber klar: „Ich gebe nicht einer Person die Schuld für das. Die Fehlgeburt passierte nicht wegen Freddie, nicht wegen einer Radioshow oder einer schlechten Kolumne.“ Trotz der widrigen Umstände und furchtbaren Erfahrung machte sich Guerrero in der Folge einen Namen als Reporterin, Model und sogar Schauspielerin. Sie gewann mehr als 30 Journalistenpreise.

Eine weitaus weniger schlimme, aber auch unangenehme Erfahrung während einer Live-Schalte machte ein Journalist bei den Olympischen Spielen 2022. (epp)

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