14 Stationen bis zum Stadion

Warum es von Baunatal nicht weit bis zur Heimstätte von Real Madrid ist

Der Weg von Baunatal aus zum Bernabeu-Stadion: Die Metrolinie 10 in Madrid führt direkt zum Ziel. Unser Auszug zeigt den Metroplan für den Norden Madrids. Foto: nh

Kassel. Die Frage ist: Wie jetzt noch rechtzeitig von Baunatal aus ins Madrider Bernabeu-Stadion kommen – Viertelfinal-Rückspiel der Champions League, Real Madrid gegen den VfL Wolfsburg? Der Anpfiff ist um 20.45 Uhr, mit dem Auto wird es knapp.

Der Routenplaner gibt für die knapp 2000 Kilometer lange Strecke eine Fahrtzeit von 19 Stunden an. Und jetzt noch einen Flieger finden, wird auch nicht leicht. Was tun?

Die Antwort – ganz einfach. Sie lautet: bequem mit der Metro fahren. 14 Stationen mit der Linie 10 nur, vorbei an den Haltestellen La Granja, Tres Olivos und Plaza de Castilla, dann ist der Weg von Baunatal nach Santiago Bernabeu bewältigt – komplett ohne Umstieg. Das Ganze dauert läppische 32 Minuten.

Es gibt halt nur ein Problem: Baunatal ist nicht gleich Baunatal. Und das Baunatal, das direkt zum großen Fußball führt, liegt bei Madrid – und eben nicht in Nordhessen. Immerhin hat das eine Baunatal mit dem anderen zu tun. Baunatal, die Metrostation, ist schließlich nach Baunatal benannt. Und das kommt so: Seit den 1990er-Jahren besteht eine Städtepartnerschaft zwischen dem nordhessischen Baunatal und San Sebastian de los Reyes, das im Norden an Madrid grenzt, 60.000 Einwohner hat und nicht zu verwechseln ist mit San Sebastian im Baskenland.

Ausdruck dieser Städtepartnerschaft ist ein Platz in Baunatal, der nach San Sebastian benannt ist. „Daraufhin haben die Spanier gesagt, dass sie so etwas auch machen wollen“, erzählt Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub. So entstand in San Sebastian de los Reyes die Avendida Baunatal – und mit ihr die Haltestelle Baunatal, als die Metro Madrids vor knapp zehn Jahren ausgebaut wurde. Sie liegt nun direkt auf der Grenze zwischen Madrid und San Sebastian de los Reyes. Von hier aus können die Menschen aus der Vorstadt direkt ins Zentrum der Metropole fahren – und ganz nebenbei auch zum Fußball ins Stadion, in dem heute der VfL Wolfsburg gastiert.

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