DEB-Elf als „Gallier“

Sturm will WM-Euphorie „besser nutzen“

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Bundestrainer Marco Sturm in Aktion

Köln - Am Freitag beginnt die Eishockey-WM für das deutsche Team - mit schweren Aufgaben. Coach Marco Sturm will aber durchaus die Großen „ärgern“.

Bundestrainer Marco Sturm will sich mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Eishockey-WM ein Beispiel an den Maskottchen Asterix und Obelix nehmen. "Wir sind die kleinen Gallier und wollen die großen Römer ärgern. Leider haben wir keinen Zaubertrank", sagte der frühere Profi der Sport Bild. Kader-Optionen aus der NHL hält er sich aber noch offen.

Am Freitagabend geht es in Köln zum Auftakt gegen die USA (20.15 Uhr/Sport1), danach warten in Schweden und Russland zwei weitere schwere Brocken. "Traditionell haben wir uns immer besonders gegen die Schweden schwer getan. Aber diesmal sehe ich die drei auf einem Level", so Sturm.

Seidenberg hegt große Erwartungen

Auch Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg geht mit großen Erwartungen in seine erste Eishockey-WM für Deutschland seit neun Jahren. „Alles ist möglich“, sagte der 35 Jahre alte NHL-Verteidiger der New York Islanders im Interview der Deutschen Presse-Agentur vor dem Turnierstart am Freitag gegen die USA (20.15 Uhr/Sport 1). „Ich denke, dass wir recht gut besetzt sind.“

Den deutschen Kader hält der Stanley-Cup-Sieger von 2011 für ähnlich stark wie bei der erfolgreichen Olympia-Qualifikation im vergangenen September. Damals hatte das Team von Bundestrainer Marco Sturm mit sieben NHL-Spielern das Olympia-Comeback geschafft. „Da haben wir echt eine Super-Mannschaft gehabt, haben gut zusammengespielt und Erfolg gehabt. Es gibt keinen Grund, dass wir das nicht wiederholen können“, sagte Seidenberg, der aktuell einer von drei deutschen Spielern aus der Nordamerika-Liga im WM-Aufgebot ist.

Schwerer Auftakt „auch eine Chance“?

Die schwierigen Aufgaben zu Beginn können laut Sturm "auch eine Chance sein. Wenn man gegen einen Großen ein Erfolgserlebnis holt, ist das ein perfekter Start in die WM." Wichtig sei, "wie wir auftreten". Ein Ziel hat der 38-Jährige nicht ausgegeben. "Wir haben eine gute Mannschaft und den Heimvorteil im Rücken. Wir wollen als Mannschaft geschlossen auftreten. Dann wird man sehen, wofür das reicht", sagte Sturm.

Vom Turnier erhofft sich der Chefcoach einen Schub. "Wir müssen dieses Ereignis besser nutzen als die WM 2010. Dazu gehört vor allem, den Nachwuchs für unseren Sport zu begeistern", sagte Sturm. Vor sieben Jahren habe das Highlight zu wenig Wirkung gehabt: "Die Euphorie, die mit dem Weltrekordspiel auf Schalke und dem sensationellen vierten Platz entstand, verpuffte ganz schnell wieder."

SID

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