Premiere mit neuem Trainer 

Tennis: Ivan Lendl soll Alexander Zverev zum Grand-Slam-Sieg führen

+
Konzentriert im Gespräch: Seit vergangener Woche ist klar, dass Ivan Lendl (links) den jungen Tennisstar Alexander Zverev trainieren wird. Ihr gemeinsames Ziel: der Triumph bei den US Open.

Es war eine der spannendsten Neuigkeiten der vergangenen Wochen, die viele Tennisfans am Dienstag erreichte.

Ivan Lendl, ehemaliger Weltranglistenerster und achtmaliger Grand-Slam-Sieger, ist jetzt Trainer des aufstrebenden Tennisstars Alexander Zverev. In der Nacht muss der Weltranglisten-Vierte im Duell mit dem Kanadier Peter Polansky zum ersten Mal zeigen, was er vom Altmeister gelernt hat.

Im Internet gab es bereits eine Flut von positiven Kommentaren zum mutmaßlichen Triumph-Team. Unter den Lobenden war auch Boris Becker – der Mann, der ebenfalls an Zverevs Seite hätte stehen können. Dabei war Lendl jahrelang sein großer Rivale. Der heute 58 Jahre alte Amerikaner, der in Tschechien geboren wurde, gilt als einer der erfolgreichsten Tennisspieler aller Zeiten. 270 Wochen hielt er sich insgesamt an der Spitze der Weltrangliste. In seiner Karriere holte er 94 Einzeltitel.

Kein Wunder, dass Lendl auch in der Trainerposition als Wunderwaffe gesehen wird. Was Alexander Zverev angeht, ist sein Auftrag glasklar: Er soll dem 21 Jahre alten Hamburger den Weg zum Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier ebnen. Vor allem Alexander Zverev senior, Vater des jungen Profis und gleichzeitig sein erster Trainer, hatte schon länger ein Auge auf Lendl geworfen. Ohnehin passt es zwischen den zwei Coaches. Das bemerkt der 21-Jährige selbst. „Wenn mein Vater etwas sagt, hört Ivan zu und umgekehrt auch.“ Lendl habe ihm bei den bisherigen Trainingseinheiten bereits gezeigt, welche Taktik und welche Einstellung es braucht, um die Chancen auf einen Grand-Slam-Titel zu erhöhen.

Das Vertrauen der Zverevs in Lendls Trainerkompetenz ist vor allem deshalb so groß, weil es der Amerikaner schon einmal geschafft hat, aus einem jungen Nachwuchsstar einen Sieger zu machen. Über Jahre trainierte der 58-Jährige Andy Murray, führte ihn zu drei Grand-Slam-Erfolgen.

Zurzeit scheint er für Zverev also der beste Mann zu sein. Eben auch besser als Boris Becker, der vor einigen Monaten ebenfalls als Trainer des 21-Jährigen infrage kam. Darüber, dass die Wahl letztlich auf Lendl gefallen ist, informierte Zverev sein Idol Boris Becker im Vorfeld persönlich. „Ivans Leben ist gerade ein wenig leichter“, hieß es in der Erklärung des Hamburgers. Becker selbst zeigte Verständnis für diese Entscheidung und gab zu, dass es bereits „bessere Zeiten“ in seinem Leben gegeben habe. Lendl sei der richtige Mann.

Am Montag war der Startschuss für die US Open im Flushing-Meadows-Park. Und Zverev will diesmal nach ganz vorn. Mit Lendl soll es nun besser laufen als mit dessen Trainer-Vorgänger Juan Carlos Ferrero, von dem sich der 21-Jährige Anfang des Jahres getrennt hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.