Plätze vor der Öffnung?

Tennisverband Niedersachsen hofft auf baldigen Saisonstart

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Reiner Beushausen. 

Am Wochenende sollte die neue Tennissaison beginnen, Corona hat aber auch die 1300 Vereine im fusionierten Landesverband Niedersachsen-Bremen ausgebremst. Zumindest vorerst.

Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Sportarten könnte sich auf den Tennisplätzen noch etwas tun – vielleicht schon Ende kommender Woche. Wir haben mit Reiner Beushausen gesprochen, Präsidiumsmitglied des TNB.

Herr Beushausen, wird in diesem Frühjahr oder Sommer in Niedersachsen noch Tennis gespielt?

Reiner Beushausen: Ich gehe stark davon aus. Wir sind natürlich von politischen Entscheidungen abhängig, die wir für den 6. Mai in Berlin und dann auch von der Landesregierung erwarten. So könnte der Trainingsbetrieb Ende nächster Woche wieder möglich werden.

Mit welchen Schritten könnte der Neustart gelingen?

Beushausen: Wir empfehlen jedem Verein, einen Corona-Beauftragten zu bestimmen, der beispielsweise das Hygienekonzept des Verbandes bekannt macht. Die Vereine müssen die Einhaltung gewährleisten. Das dürfte im Tennis vermutlich leichter sein, als in Kontaktsportarten wie Handball oder Fußball. Training wird beispielsweise nur in Kleingruppen – also ein Trainer mit zwei Spielern – möglich sein; die Gastronomie in den Klubhäusern muss geschlossen bleiben; auf den Wegen der Anlagen darf es keinen direkten Kontakt geben. Das wird alles eine Herausforderung. Gerade dann, wenn der Andrang nach der langen Pause so groß würde wie in anderen Bundesländern, in denen schon gespielt wird. Es ist wichtig, dass jeder Verein für die neuen Bestimmungen gerüstet ist. Die kompletten Hygiene-Bestimmungen sind auf der Homepage des TNB nachzulesen.

Viele Mannschaften hoffen auch noch darauf, dass die Medenrunde ausgetragen werden kann. Wie ist da der aktuelle Stand?

Beushausen: Vorerst ist der Punktspielbetrieb bis zum 13. Juni gesperrt. Dann könnte es aber wieder losgehen. Allerdings sind noch einige Fragen nicht gelöst. Beispielsweise ist noch nicht entschieden worden, ob neben den Einzelpartien auch die Doppel ausgetragen werden sollten. Ähnlichen Klärungsbedarf gibt es für die Anreise der Gastmannschaften, die ja normalerweise gemeinsam im Auto fahren, oder die Nutzung der sanitären Anlagen. Schwierig könnte auch die Vorgabe aus dem Hygienekonzept sein, dass jeder Spieler nur mit seinen eigenen Bällen spielt, da wir nicht wissen, inwieweit das Virus über den Kontakt mit den Bällen des Gegenspielers übertragen werden kann.

In Hessen dürfen bereits gemeldete Mannschaften kostenfrei die Medenrunde absagen. Wie sieht das in Niedersachsen aus?

Beushausen: Darüber gibt es noch keinen Präsidiumsbeschluss. Natürlich wird es auch hier Mannschaften geben, die nicht mehr teilnehmen wollen, weil sie beispielsweise aus Altersgründen zur Risikogruppe gehören.

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