Skiclub-Mitglied vor dem Namen 

Top 5 des Weltcup-Wochenendes in Willingen: Von Brüdern, Boxern und Babys

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Zwei von den drei Prevc-Brüdern: Domen (links) und Peter. Es fehlt Cene. In Willingen waren gleich vier Brüderpaare am Start. 

Willingen – Der Skisprung-Weltcup in Willingen hat nicht nur sportliche Höhepunkte zu bieten. Hier unsere Top 5 des Wochenendes:

1. Brüder: Peter, Domen und Cene kennen fast alle. Für die Prevc-Brüder aus Slowenien ist jeder Weltcup ein Familienausflug. Genauso für die Japaner Ryoyu und Junshiro Kobayashi und Keiichi und Yukiya Sato. Bei Daniel und Stefan Huber aus Österreich sieht das anders aus. Während Daniel im Weltcup unterwegs ist und derzeit auf Rang 15 in der Gesamtwertung rangiert, ist Stefan hauptsächlich im Continentalcup der Skispringer unterwegs. Nicht so in Willingen: Da waren die Brüder nämlich gemeinsam am Start. Und Stefan landete diesmal sogar vor Daniel. Der wurde nämlich disqualifiziert, Stefan scheiterte als 34. nach dem ersten Durchgang. Das hatten sie gemeinsam.

2. Bilder: Erstmals ist 2020 am Mühlenkopf eine HSD-Cam im Einsatz, die den Skispringer von Absprung bis Landung auf derselben Flughöhe begleitet. Die Kamera läuft an einem Seil, das oben am Adlerhorst und unten im Tal an einem speziellen Container befestigt ist. Das neue Seilkamera-System erlaubt eine Fahrgeschwindigkeit von über 120 km/h und kann dabei eine Strecke von mehr als 500 Metern überbrücken.

3. Boxer: Für Respekt-Trainer Alexander Mezker und seine Jungs war die Absage der Qualifikation am Freitag nur ein kleiner Schlag. Und längst kein Niederschlag. Die Gruppe war extra aus Kassel angereist – und musste abreisen, ohne etwas gesehen zu haben. Aber weil Mezker und seine Jugendlichen vom Verein „Durchboxen im Leben“ kommen, haben sie das weggesteckt.

4. Babys: Bevor der Nachwuchs der Skiclub-Mitglieder beim Standesamt angemeldet wird, weiß der Skiclub schon Bescheid. So beispielsweise bei Stadionsprecher Gunnar Puk: „Ein neuer Erdenbürger hat das Licht der Welt erblickt“, das sei direkt per WhatsApp nach der Geburt seines Sohnes an Jürgen Hensel, Präsident des Vereins geschickt worden. Und damit hatte der kleine Junge seine Mitgliedschaft sicher – wenn auch noch ohne Namen. Den hat er natürlich später doch bekommen: Jona Emil wird im Juni zwei Jahre alt. Puk war übrigens im sechsten Jahr in Folge Stadionsprecher an der Mühlenkopfschanze. Mittlerweile ist bei ihm sogar Kind Nummer zwei im Anmarsch – und auch das wird wohl wieder direkt per WhatsApp angemeldet.

5. Besucher: Der Samstag war mit 23 500 Besuchern ausverkauft, am Freitag kamen 10 700 Zuschauer – etwas weniger als die vom Veranstalter veranschlagten 12 000. Und am Sonntag wären wohl zwischen 18 000 und 19 000 Besucher nach Willingen gekommen – wenn Sabine nicht ihre Muskeln hätte spielen lassen. Insgesamt wäre der Skiclub mit rund 50 000 Fans an der Schanze sehr zufrieden gewesen. An die Marke vom vergangenen Jahr – 56 800 – wäre die Jubiläums-Ausgabe wohl so oder so nicht ganz herangekommen. Aber der Weltcup im Upland bleibt ein Besucher-Magnet. Und die bekamen dann zumindest am Samstag das volle Programm mit vier Sprüngen, einem spannenden Wettkampf und einem Heimsieg. Der Trost für zwei Absagen an drei Tagen Skispringen.

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