Der Sport liefert viel Kurioses, Emotionales und Bewegendes

Top 5 des Wochenendes: Enttäuschende Boxkämpfe und schnelle Pferden

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Der Sport liefert neben Siegern und Verlierern auch viel Kurioses, Emotionales und Bewegendes. Die Top 5 des Wochenendes.

1. Große Show. Im Zeitalter des Bezahlfernsehens wird ein Boxkampf, der in den USA und auf den Philippinen ein wirklich wichtiger Boxkampf ist, auch hierzulande zum Kampf des Jahrhunderts. Das Duell zwischen US-Großmaul Floyd Mayweather und dem Filipino Manny Pacquiao war bei Sky seit Wochen derart offensiv beworben worden, dass höchstens die Geburt des Royal Babys als noch größeres Ereignis durchging. Das Ganze hatte ansteckende Wirkung. Die Nachrichtenagenturen schickten vom Weltergewichts-Duell in Las Vegas am Wochenende über 900 Fotos und Artikel ohne Ende.

Wirklich gewaltig war die Börse des Kampfes: Von 400 Millionen Euro ist die Rede. Stars ohne Ende waren unter den 16.000 Zuschauern. Schauspieler Mark Wahlberg trug eine Sonnenbrille. Auf der Schulter. Sängerin Beyonce trug fast nichts. Tennis-Ehepaar Steffi Graf und André Agassi traten dagegen angenehm zurückhaltend auf. Und der sportliche Teil der großen Show? Geriet enttäuschend. Ex-Boxer Graciano Rocchigiani stellte in der vielköpfigen Sky-Experten-Runde fest: „Ein Scheiß-Kampf!“ Mayweather gewann nach Punkten. Und erklärte bei der Pressekonferenz: „Ich wurde als Gewinner geboren und werde als Gewinner sterben.“ Na dann.

2. Großes Rennen. Der favorisierte Hengst American Pharao hat das Kentucky-Derby gewonnen. Jockey Victor Espinoza erklärte bei der Pressekonferenz: „Ich bin der glücklichste Mexikaner der Welt.“ Über 170 000 Zuschauer waren beim wichtigsten Vollblutrennen der USA dabei. Es ging um rund 2,5 Millionen Euro. Das schreit im kommenden Jahr nach einem Jahrhundertrennen. Sky, bitte übernehmen.

3. Große Wellen. Er flog nach Kalifornien, erhielt eine wichtige Auszeichnung – und schob doch Frust. Sebastian Steudtner, 29, aus Nürnberg, ist Surfer. Einer, der die großen Wellen fährt. Bei den Ehrungen des Weltverbandes erhielt er den Preis für die größte Welle 2014. Vor dem portugiesischen Nazare war die 21,6 Meter hoch. Was er nicht erhielt: Die Anerkennung für die größte Welle aller Zeiten, die Jahrhundertwelle. Der Weltrekord bleibt beim US-Boy Garett McNamara, der 2011 bereits 23,8 Meter surfte. Steudtner ist überzeugt, dass seine Welle höher war. Die Surfindustrie aber ist amerikanisch. Da ist ein US-Weltrekordler lukrativer.

4. Große Freude. Für manchen Fußball-Fan wäre ein Meistertitel ein Jahrhundert-Ereignis. Auch in Turin und Glasgow war die Freude groß – allerdings schon liebgewonnene Routine. Juventus Turin ist nach dem 1:0 in Genua zum 31. Mal italienischer Titelträger. Wurde allerdings getoppt von Celtic Glasgow. Die Schotten siegten 5:0 gegen Dundee. Macht Meisterschaft Nummer 46! Da nimmt sich der fünfte englische Titel, den der FC Chelsea sich durch ein 1:0 gegen Crystal Palace sicherte, fast bescheiden aus.

Noch kein Titel, aber ein berauschender Sieg gelang dem FC Barcelona vor dem Champions-League-Halbfinale gegen die Bayern am Mittwoch. Schlusslicht Cordoba wurde 8:0 vom Feld gefegt. Dass die Schmach von Cordoba deswegen noch kein Jahrhundertspiel war, sei hier ausdrücklich festgehalten. Der höchste Liga-Sieg gelang den Katalanen schließlich bereits am 11. September 1949 beim 10:1 gegen Tarragona.

5. Große Überlegenheit. Die Titelträger der gerade in China zu Ende gegangenen Tischtennis-WM heißen Ma Long, Xu Xin/Zhang Jike (Herren), Ding Ning, Liu Shiwen/Zhu Yuling (Frauen) und Xu Xin/Yang Haeun (Mixed). Alle Titelträger kommen aus China. Bevor hier nun jemand „Jahrhundertereignis“ ruft: Zum neunten Mal gingen alle Titel an China.

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